Pressemitteilung: 12.750-048/22

Erzeugerpreise des Produzierenden Bereichs im Jänner 2022 um 18,4% über Vorjahresniveau

Wien, 2022-02-28 – Im Jänner 2022 erreichte der Erzeugerpreisindex für den Produzierenden Bereich (EPI 2021) laut Statistik Austria 111,2 Punkte (2021=100) und erhöhte sich somit um 18,4% gegenüber Jänner 2021. Im Dezember und November 2021 hatte die Jahresveränderungsrate +16,7% bzw. +15,3% betragen. Damit hält der positive Preistrend für Erzeugnisse des Produzierenden Bereichs zu Beginn des Jahres 2022 weiter an. Im Vergleich zum Vormonat Dezember 2021 verzeichnete der Index einen Anstieg um 2,4% (siehe Tabelle).

Deutliche Preiszuwächse für Energie (+43,3%) und Vorleistungsgüter (+19,0%) im Jänner 2022

Hauptverantwortlich für den Indexanstieg im Jänner 2022 (+18,4%) war eine hohe Preisdynamik in den Bereichen Energie (+43,3%) und Vorleistungsgüter (+19,0%). Im Dezember und November 2021 lag die jährliche Veränderungsrate für Energie bereits bei +39,3% bzw. +35,7% und jene für Vorleistungsgüter bei +17,2% bzw. +16,9%. Im Bereich Energie zeigte der Preistrend im Jänner 2022 getrieben durch hohe Preisanstiege für "industriell erzeugte Gase; Dienstleistungen der Gasversorgung" (+52,4%), für "elektrischen Strom und Dienstleistungen der Elektrizitätsversorgung" (+35,1%) erneut nach oben. Ausschlaggebend für den Indexanstieg bei den Vorleistungsgütern waren die starken Preiserhöhungen im Bereich "Metallerzeugung und -bearbeitung", die um 39,9% gegenüber dem Vorjahresmonat anzogen. Speziell die Preise für "Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen" (+45,5%), "Nichteisen-Metalle und Halbzeug daraus" (+45,2%) sowie für "sonstige Erzeugnisse der ersten Bearbeitung von Eisen und Stahl" (+33,4%) legten gegenüber dem Vergleichszeitraum zu. Im Bereich der chemischen Industrie waren die Preise für "chemische Grundstoffe, Düngemittel und Stickstoffverbindungen, Kunststoffe in Primärform und synthetischen Kautschuk in Primärform" (+63,7%) weiterhin auf hohem Niveau, wenngleich sich der Preisauftrieb im Jänner 2022 etwas abschwächte (Dezember 2021: +67,0%, November 2021: +65,4%). Markante Preisanstiege gab es bei den Vorleistungsgütern außerdem für "Holz- und Zellstoff, Papier, Karton und Pappe" (+30,4%) sowie für "Holz, gesägt und gehobelt" (+12,0%).

Investitionsgüter waren im Jänner 2022 durchschnittlich um 2,9% teurer als im Jänner 2021 (Dezember 2021: +1,8%, November 2022: +1,7%). Ein starkes Plus gegenüber dem Vorjahrsmonat wiesen die Preise für "Stahl- und Leichtmetallbauerzeugnisse" (+7,1%) aus. "Sonstige nicht wirtschaftszweigspezifische Maschinen" verteuerten sich um 3,1%, "Kraftwagen und Kraftwagenmotoren" um 1,7%.

Die Erzeugerpreise für Konsumgüter zogen im Jänner 2022 im Schnitt um 3,5% gegenüber Jänner 2021 an (Dezember 2021: +3,2%, November 2021: +2,2%). Steigende Preise für "haltbar gemachtes Fleisch und Fleischerzeugnisse" (+5,1%), "Möbel" (+5,8%) sowie für "Milch und Milcherzeugnisse" (+6,9%) waren hierfür die Hauptursache. Die Preise für "Back- und Teigwaren" erhöhten sich im Jahresabstand um 6,7%.

Indexanstieg um 2,4% gegenüber Dezember 2021

Der Indexanstieg um 2,4% gegenüber dem Vormonat Dezember 2021 resultierte überwiegend aus den Preisanstiegen in der "Energieversorgung" (+4,4%), "Metallerzeugung und -bearbeitung" (+4,5%) sowie "Herstellung von Metallerzeugnissen" (+3,2%). Leicht rückläufig bzw. stabil entwickelten sich hingegen die Preise in der "Getränkeherstellung" (-0,1%) sowie in der "Herstellung von Bekleidung" (±0,0%).

Detaillierte Ergebnisse bzw. weitere Informationen zum Erzeugerpreisindex für den Produzierenden Bereich finden Sie auf unserer Webseite.

Informationen zur Methodik: Im Basisjahr einer Indexperiode wird die durchschnittliche Jahresmesszahl auf 100 normiert. Die Indexreihe wird mit dem Basisjahr bezeichnet, d. h. die durchschnittliche Messzahl des Index der Erzeugerpreise für den Produzierenden Bereich 2015 beträgt 100,0 im Jahr 2015.  
Die Indexwerte und Veränderungsraten für Wirtschaftszweige bzw. Gütergruppen mit weniger als drei auskunftsgebenden Meldern unterliegen der Geheimhaltung.

Erzeugerpreisindex für den Produzierenden Bereich1) (Gesamtindex)
 Basisjahr 2015% Vormonat/ 
-periode
% Vorjahresmonat/ 
-periode
2021Jänner102,30,9-0,3
 Februar
103,10,80,9
 März104,11,02,8
1. Quartal 2021 103,22,21,2
 April105,21,14,7
 Mai106,10,96,0
 Juni107,21,06,9
2. Quartal 2021  106,22,95,9
1. Halbjahr 2021  104,7-3,5
 Juli109,01,78,6
 August109,90,89,5
 September111,21,210,6
3. Quartal 2021 110,03,69,6
 Oktober114,83,214,0
 November116,51,515,3
 Dezember118,31,516,7
4. Quartal 2021 116,55,915,3
Jahresdurchschnitt 2021 insgesamt* 109,0-7,9
 Basisjahr 2021% Vormonat/ 
-periode
% Vorjahresmonat/ 
-periode
2022Jänner*111,22,418,4

Rückfragen zum Thema beantwortet in der Direktion Volkswirtschaft, Statistik Austria:  
Mag. Ingrid VRABEC, Tel.: +43 1 71128-8103 bzw. ingrid.vrabec@statistik.gv.at

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