Pressemitteilung: 12.739-037/22

Bevölkerungszahl Österreichs stieg auf knapp 8,98 Mio. zu Jahresbeginn 2022

Wien, 2022-02-15 – Am 1. Jänner 2022 lebten vorläufigen Ergebnissen von Statistik Austria zufolge 8.979.894 Menschen in Österreich, um 47.230 (+0,53%) mehr als zu Jahresbeginn 2021. Damit verzeichnete Österreich 2021 eine stärkere Bevölkerungszunahme als im Jahr zuvor (2020: +31.600 Personen bzw. +0,36%). Einen etwas größeren Anstieg der Einwohnerzahl gab es zuletzt im Jahr 2018 (+49.402 Personen bzw. +0,56%).

"Österreich wächst weiter. Nachdem die Bevölkerung im Jahr 2021 um 0,53% auf 8,98 Mio. angestiegen ist, wird sie im Laufe des Jahres 2022 voraussichtlich die Neun-Millionen-Marke erreichen. Das Bevölkerungswachstum geht dabei ausschließlich auf Menschen mit nicht-österreichischer Staatsangehörigkeit zurück. Ohne sie wäre Österreich im Jahr 2021 nicht gewachsen, sondern geschrumpft", sagt Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

Bevölkerungswachstum in Oberösterreich am größten, in Salzburg am geringsten

Mit +0,65% verzeichnete Oberösterreich 2021 die größte prozentuale Bevölkerungszunahme aller Bundesländer Österreichs. Ebenfalls über dem Bundesdurchschnitt lagen die Zuwächse in Vorarlberg (+0,59%), Wien (+0,57%), Tirol (+0,55%) sowie im Burgenland (+0,54%). Etwas unter dem österreichweiten Bevölkerungswachstum rangierten Niederösterreich und die Steiermark (je +0,48%) sowie Kärnten (+0,44%). Mit +0,36% fiel der Anstieg der Einwohnerzahl im Bundesland Salzburg am geringsten aus (siehe Tabelle).

Bevölkerungszuwachs in 77 politischen Bezirken, Rückgang in 17 Bezirken

Auf regionaler Ebene (siehe Karte) gab es 2021 in insgesamt 77 politischen Bezirken einen Bevölkerungszuwachs. Am stärksten fielen die Zugewinne in der burgenländischen Landeshauptstadt Eisenstadt (+2,31%), Im Bezirk Graz-Umgebung (+1,63%) sowie in den beiden Statutarstädten Wiener Neustadt (+1,49%) und Villach (+1,36%) aus. Aber auch die politischen Bezirke Braunau, Bruck an der Leitha, Vöcklabruck, Leibnitz, Urfahr-Umgebung und Imst verzeichneten ein Bevölkerungswachstum von mehr als einem Prozent.

Rückläufig entwickelten sich die Bevölkerungszahlen in 17 politischen Bezirken. Am stärksten schrumpfte die Einwohnerzahl in der Kleinstadt Rust (-0,75%) sowie in den Bezirken Murau (-0,72%) und Gmünd (-0,50%). Darüber hinaus reduzierte sich die Einwohnerzahl in den Städten Innsbruck, Salzburg, Steyr und Waidhofen an der Ybbs, in den übrigen drei Bezirken des Waldviertels (Horn, Waidhofen an der Thaya und Zwettl), in Lilienfeld, in Güssing, den beiden steirischen Bezirken Südoststeiermark und Murtal sowie den drei Kärntner Bezirken Wolfsberg, Spittal an der Drau und Hermagor.

Innerhalb Wiens verzeichneten 14 Gemeindebezirke einen Bevölkerungsrückgang, während es in neun Gemeindebezirken zu einem Anstieg der Einwohnerzahl kam. Am stärksten wuchsen Liesing (+3,03%), Donaustadt (+2,53%) und Floridsdorf (+2,45%). Die größten Bevölkerungsverluste gab es hingegen in Margareten (-1,18%), Mariahilf (-1,17%) und Neubau (-1,09%).

17,7% der Bevölkerung sind ausländische Staatsangehörige

Den vorläufigen Ergebnissen zufolge lebten am 1. Jänner 2022 insgesamt 1.587.251 Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft in Österreich. Der Anteil ausländischer Staatsangehöriger an der Gesamtbevölkerung stieg von 17,1% am 1. Jänner 2021 auf 17,7% am 1. Jänner 2022. Im Laufe des Jahres 2021 erhöhte sich somit die Zahl der ausländischen Staatsangehörigen um 56.179 Menschen (+3,67%), während die Zahl der österreichischen Staatsangehörigen rückläufig war (-8.949 Personen bzw. -0,12%).

Detaillierte Ergebnisse bzw. weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite.

Informationen zur Methodik, Definitionen: Die Statistik des Bevölkerungsstandes für den 1.1.2022 beruht auf den nach bevölkerungsstatistischen Kriterien aufgearbeiteten Daten über Hauptwohnsitzmeldungen in Österreich laut dem Zentralen Melderegister. In den hier präsentierten vorläufigen Ergebnissen sind statistische Bereinigungen auf Basis der für den Finanzausgleich jährlich zu ermittelnden Einwohnerzahl bereits berücksichtigt, nicht jedoch eine Mindestaufenthaltsdauer in Österreich von drei Monaten. Endgültige Bevölkerungszahlen für den 1.1.2022 werden zusammen mit den Ergebnissen über die Komponenten der Bevölkerungsveränderung (Wanderungsbilanz (Zuzüge, Wegzüge) sowie Geburtenbilanz (Geburten, Sterbefälle)) des Jahres 2021 voraussichtlich Ende Mai 2022 verfügbar sein.

 

Vorläufige Einwohnerzahl Österreichs am 1.1.2022 im Vergleich zur Einwohnerzahl am 1.1.2021 nach Bundesländern
BundeslandBevölkerungsstandBevölkerungsveränderung *Ausländische Staatsangehörige 
am 1.1.2022 *
am 1.1.2021am 1.1.2022 *absolutin %absolutin %
Österreich8.932.6648.979.89447.2300,531.587.25117,7
Burgenland296.010297.6231.6130,5429.91310,1
Kärnten562.089564.5552.4660,4466.91111,9
Niederösterreich1.690.8791.698.9958.1160,48185.66910,9
Oberösterreich1.495.6081.505.3209.7120,65214.51814,3
Salzburg560.710562.7041.9940,36104.87118,6
Steiermark1.247.0771.253.0055.9280,48155.95212,4
Tirol760.105764.2554.1500,55131.35717,2
Vorarlberg399.237401.6072.3700,5976.16719,0
Wien1.920.9491.931.83010.8810,57621.89332,2

image

Rückfragen zum Thema beantwortet das Demographie-Team in der Direktion Bevölkerung, Statistik Austria: demographie@statistik.gv.at

Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber: 
Bundesanstalt Statistik Österreich 
1110 Wien, Guglgasse 13, Tel.: +43 1 71128-7777 
presse@statistik.gv.at  
© STATISTIK AUSTRIA