Pressemitteilung: 12.211-051/20

Erzeugerpreise des Produzierenden Bereichs fielen im Februar 2020 um 0,8%

Wien, 2020-03-30 – Im Februar 2020 erreichte der Erzeugerpreisindex für den Produzierenden Bereich (EPI 2015) laut Statistik Austria 102,1 Punkte (2015=100) und fiel somit gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,8%. Im Jänner 2020 und Dezember 2019 hatte die Jahresveränderungsrate -0,3% bzw. -0,4% betragen. Damit setzt sich der rückläufige Preistrend auf Herstellerebene im Februar 2020 fort. Im Vergleich zum Vormonat Jänner 2020 sank der Index um 0,5%. Es gibt keine eindeutigen Hinweise darauf, dass die Corona-Krise einen Einfluss auf die Entwicklung der Erzeugerpreise für den Berichtsmonat Februar 2020 hatte.

Rückläufige Preisentwicklung für Energie (-3,3%) und Vorleistungsgüter (-1,7%) im Februar 2020

Der Indexrückgang im Februar 2020 (-0,8% gegenüber Februar 2019) war geprägt von den Preissenkungen in den Bereichen Energie und Vorleistungsgüter, die im Schnitt um 3,3% bzw. 1,7% gegenüber dem Vorjahresmonat zurückgingen. Im Jänner 2020 und Dezember 2019 lagen die Veränderungsraten im Bereich Energie bei -1,4% bzw. -2,1% und für Vorleistungsgüter bei jeweils -1,6% verglichen mit dem Vorjahresmonat. Bei den Vorleistungsgütern waren es im Februar 2020 besonders die Preise im Bereich "Metallerzeugung und -bearbeitung" (-5,3%), die gegenüber dem Vorjahresmonat nachließen. Relativ hohe Preisrückgänge gab es für die Produktgruppe "Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen" (-8,1%), "sonstige Erzeugnisse der ersten Bearbeitung von Eisen und Stahl" (-5,5%), sowie für "Nichteisen-Metalle und Halbzeug daraus" (-4,0%). Im Bereich der chemischen Industrie wiesen die Preise für die Produktgruppe "chemische Grundstoffe, Düngemittel und Stickstoffverbindungen, Kunststoffe in Primärform und synthetischer Kautschuk in Primärform" (-6,5%) den höchsten Rückgang aus. Weitere deutliche Preisreduktionen registrierten bei den Vorleistungsgütern die Produktgruppen "Holz- und Zellstoff, Papier, Karton und" (-5,9%) sowie "Holz gesägt und gehobelt" (-2,1%).

Die Preise für Investitionsgüter waren im Februar 2020 um 0,9% höher als im Vorjahresmonat (Jänner 2020: +0,9%, Dezember 2019: +1,3%). Im Vergleich zum Februar 2019 stiegen vor allem die Preise für die Produktgruppen "land- und forstwirtschaftliche Maschinen" (+2,0%) sowie für "Stahl- und Leichtmetallbauerzeugnisse" (+1,6%). Die Produktgruppen "Werkzeugmaschinen" verteuerten sich um 1,1%, "Maschinen für sonstige bestimmte Wirtschaftszweige" um 0,9%.

Der Index für Konsumgüter verzeichnete im Februar 2020 einen durchschnittlichen Anstieg von 2,2% gegenüber dem Vorjahresmonat (Jänner 2020: +2,0%, Dezember 2020: +2,1%). Ausschlaggebend dafür waren Teuerungen für die Produktgruppe "haltbar gemachtes Fleisch und Fleischerzeugnisse" von 9,8% gegenüber Februar 2019. Bereits in den Monaten davor lagen für diese Produktgruppe die Veränderungsraten zum Vorjahresmonat um oder über 9% (Jänner 2020: +9,0%, Dezember 2019: +9,9%). "Pflanzliche und tierische Öle und Fette" kosteten um 7,3%, "Obst- und Gemüseerzeugnisse" um 3,2% mehr als im Februar 2019.

Preisrückgang um 0,5% gegenüber Jänner 2020

Im Vergleich zum Vormonat Jänner 2020 fiel der Erzeugerpreisindex insgesamt im Schnitt um 0,5%. Markante Rückgänge registrierten die Preise in den Bereichen der "Energieversorgung" (-1,3%) sowie der "Metallerzeugung und -bearbeitung" (-0,4%). Im Monatsabstand erhöhten sich hingegen die Preise in der "Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln" (+0,4%) sowie in der "Herstellung von chemischen Erzeugnissen" (+0,3%).

Detaillierte Ergebnisse bzw. weitere Informationen zum Erzeugerpreisindex für den Produzierenden Bereich finden Sie auf unserer Webseite.

Informationen zur Methodik: Im Basisjahr einer Indexperiode wird die durchschnittliche Jahresmesszahl auf 100 normiert. Die Indexreihe wird mit dem Basisjahr bezeichnet, d. h. die durchschnittliche Messzahl des Index der Erzeugerpreise für den Produzierenden Bereich 2015 beträgt 100,0 im Jahr 2015.

Erzeugerpreisindex für den Produzierenden Bereich1) (Gesamtindex)
 Basisjahr 2015% Vormonat/ 
-periode
% Vorjahresmonat/ 
-periode
2019Jänner102,90,11,6
 Februar102,90,01,6
 März102,8-0,11,5
1. Quartal 2019 102,9-0,51,6
 April
103,00,21,4
 Mai102,8-0,20,6
 Juni102,4-0,4-0,2
2. Quartal 2019 102,7-0,20,6
1. Halbjahr 2019 102,8-1,1
 Juli102,60,2-0,2
 August102,3-0,3-0,8
 September102,30,0-1,1
3. Quartal 2019 102,4-0,3-0,7
 Oktober102,2-0,1-1,5
 November102,40,2-1,1
 Dezember102,40,0-0,4
4. Quartal 102,3-0,1-1,1
Jahresdurchschnitt 2019 insgesamt 102,6-0,1
2020Jänner*)102,60,2-0,3
 Februar*)102,1-0,5-0,8

Rückfragen zum Thema beantwortet in der Direktion Volkswirtschaft, Statistik Austria:  
Mag. Ingrid VRABEC, Tel.: +43 (1) 71128-8103 bzw. ingrid.vrabec@statistik.gv.at

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