Pressemitteilung: 12.197-037/20

Produzierender Bereich mit 1.5% Umsatzplus von Jänner bis November 2019

Wien, 2020-03-02 – Ende November 2019 waren laut Statistik Austria in den 66.157 Unternehmen (+0,6% im Vorjahresvergleich) des gesamten Produzierenden Bereichs (Sachgüterbereich und Bau) 1.000.523 unselbständig Beschäftigte (+1,0%) tätig, die in der Berichtsperiode Jänner bis November 2019 Umsatzerlöse in der Höhe von 277,3 Mrd. Euro realisieren konnten (+1,5%). Arbeitstägig bereinigt ergab sich im Vergleich zur Vorjahresperiode für den gesamten Produzierenden Bereich ebenfalls ein Umsatzplus von 1,5%. Im Bau wurden von 36.237 Unternehmen (+0,9%) rund 48,1 Mrd. Euro umgesetzt (+6,2% bzw. ebenfalls 6,2% bei arbeitstägiger Bereinigung).

Unternehmen: Plus bei Beschäftigung und Umsatz

66.157 Unternehmen (+0,6% gegenüber November 2018) mit insgesamt 1.000.523 unselbständig Beschäftigten (+1,0%) konnten Ende November 2019 im gesamten Produzierenden Bereich (Abschnitte B bis F der ÖNACE 2008) gezählt werden. Von diesen Unternehmen wurde in der Berichtsperiode Jänner bis November 2019 insgesamt eine Brutto-Verdienstsumme (inkl. Brutto-Sonderzahlungen und Brutto-Abfertigungen) von 40,5 Mrd. Euro aufgewendet, das ist um 5,3% mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig erreichten die Umsatzerlöse 277,3 Mrd. Euro und lagen damit um 1,5% über dem Niveau des Vorjahres. Arbeitstägig bereinigt ergab sich im Vorjahresvergleich für den gesamten Produzierenden Bereich ebenfalls ein Plus von 1,5%. Somit setzte ein Unternehmen des Produzierenden Bereichs in der aktuellen Berichtsperiode mit durchschnittlich 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern rund 4,2 Mio. Euro um (siehe Tabelle 1).

Der Schwerpunkt der Aktivitäten im Produzierenden Bereich lag im Bereich "Herstellung von Waren (inklusive Bergbau)", in dem Ende November 2019 mit 25.280 knapp zwei Fünftel (38,2%) aller Unternehmen und rund zwei Drittel (656.732 bzw. 65,6%) aller unselbständig Beschäftigten des Produzierenden Bereichs tätig waren. Diese erzielten in den ersten elf Monaten des Jahres 2019 mit 184,3 Mrd. Euro rund zwei Drittel (66,5%) der gesamten Umsatzerlöse. Die 36.237 Unternehmen im Bau (Abschnitt F der ÖNACE 2008) entsprachen einem Anteil von 54,8% und erwirtschafteten mit 295.312 bzw. 29,5% der unselbständig Beschäftigten einen Umsatz in Höhe von 48,1 Mrd. Euro (anteilig 17,3%).

Betriebe: Plus bei Beschäftigung, Arbeitsvolumen und Produktion

Produzierender Bereich insgesamt: Beschäftigung +0,9%, Arbeitsvolumen +2,1%, Produktion +1,0%

Die 66.729 Betriebe (+0,6% gegenüber November 2018) des Produzierenden Bereichs (Sachgüterbereich und Bau) hatten Ende November 2019 insgesamt 999.642 unselbständig Beschäftigte (+0,9%). Den in der Berichtsperiode Jänner bis November 2019 ausgewiesenen Brutto-Verdiensten (inklusive Brutto-Sonderzahlungen und Brutto-Abfertigungen) in Höhe von etwa 40,5 Mrd. Euro (+5,3%) stand ein geleistetes Arbeitsvolumen der unselbständig Beschäftigten von rund 1.447,3 Mio. Arbeitsstunden (+2,1%) gegenüber. Die im gesamten Produzierenden Bereich auf dem Markt abgesetzten Güter und Leistungen repräsentierten einen Wert von 273,5 Mrd. Euro und waren damit um 1,0% höher als im Vorjahr. Unter Berücksichtigung der Arbeitstage stieg der Produktionswert um 1,1% (siehe Tabelle 2).

Oberösterreich erwirtschaftete dabei mit einem Anteil von 17,9% der Betriebe 23,7% der gesamten abgesetzten Produktion Österreichs, gefolgt von Wien (13,1% der Betriebe bzw. 17,1% der abgesetzten Produktion), Niederösterreich (18,6% bzw. 16,5%) und der Steiermark (14,8% bzw. 15,6%). Dabei waren in Oberösterreich knapp ein Viertel, in Niederösterreich und der Steiermark je rund ein Sechstel und in Wien knapp ein Achtel aller unselbständig Beschäftigten tätig (siehe Tabelle 3).

Produktionsminus im Sachgüterbereich

Gegenüber der Vorjahresperiode blieb die Produktion im gesamten Sachgüterbereich (Abschnitte B bis E der ÖNACE 2008) nominell konstant bei 225,5 Mrd. Euro. Ein Plus gab es in den Abteilungen "Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen" (+7,9% auf 17,8 Mrd. Euro), "Maschinenbau" (+6,4% auf 23,1 Mrd. Euro) sowie "Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln" (+2,3% auf 15,9 Mrd. Euro). Einen Rückgang innerhalb der zehn größten Branchen des Sachgüterbereichs gab es hingegen in der "Metallerzeugung und -bearbeitung" (-4,8% auf 16,0 Mrd. Euro), in der "Energieversorgung" (-4,7% auf 38,1 Mrd. Euro), bei der "Herstellung von Metallerzeugnissen" (-2,5% auf 15,0 Mrd. Euro) sowie bei der "Herstellung von elektrischen Ausrüstungen" (-2,4% auf 11,9 Mrd. Euro; siehe Tabelle 4).

Bau mit Produktionsplus

In der Berichtsperiode Jänner bis November 2019 erwirtschafteten die 36.340 Betriebe (+0,9%) der österreichischen Bauunternehmen im Vergleich zur Vorjahresperiode einen abgesetzten Produktionswert von 47,9 Mrd. Euro. Das entspricht einem nominellen Plus von 6,2% im Vergleich zur Vorjahresperiode. Der arbeitstägig bereinigte Produktionswert erhöhte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ebenfalls um 6,2% (siehe Tabelle 2).

Positive Produktionsimpulse waren in den Hochbausparten "Sonstiger Hochbau" (+10,5%), "Wohnungs- und Siedlungsbau" (+8,7%), "Erschließung von Grundstücken, Bauträger" (+5,8%) sowie "Adaptierungsarbeiten im Hochbau" (+3,8%) zu beobachten. Im Tiefbau wies die Teilsparte "Bau von Straßen" mit 8,0% das höchste Plus auf. Zuwächse erzielten überdies der "Tunnelbau" (+6,1%) sowie der "Rohrleitungstiefbau, Brunnenbau und Kläranlagenbau" (+4,9%). Rückgänge zeigten sich hingegen in den Bausparten "Bau von Bahnverkehrsstrecken" (-17,5%), "Kabelnetzleitungstiefbau" (-10,8%) und "Sonstiger Tiefbau anderweitig nicht genannt" (-7,3%; siehe Tabelle 5).

Die abgesetzte Produktion der Bautätigkeit für den öffentlichen Sektor lag in der Berichtsperiode Jänner bis November 2019 mit 7,8 Mrd. Euro um 5,8% über der Vorjahresperiode. Die (in absoluten Zahlen) höchsten öffentlichen Investitionen gab es dabei in den Teilsparten "Bau von Straßen" (2,1 Mrd. Euro), "Sonstiger Hochbau" (1,3 Mrd. Euro) sowie "Wohnungs- und Siedlungsbau" (1,1 Mrd. Euro).

Die im Vergleich zur Vorjahresperiode höchsten Zuwächse im öffentlichen Bereich verzeichneten die Teilsparten "Sonstiger Hochbau" (+13,1%) und "Bau von Straßen" (+9,5%). Rückgänge beim öffentlichen Produktionsvolumen gab es hingegen in den Teilsparten "Sonstiger Tiefbau anderweitig nicht genannt" (-22,1%), "Bau von Bahnverkehrsstrecken" (-18,0%) und "Kabelnetzleitungstiefbau" (-7,4%).

Regional betrachtet wiesen Tirol (+11,3%), das Burgenland (+10,0%) sowie Niederösterreich (+7,5%) die höchsten Produktionssteigerungen im Vergleich zur Vorjahresperiode auf. Einen Rückgang gab es hingegen in Vorarlberg (–1,5%; siehe Tabelle 6).

Ende November 2019 hatten die österreichischen Baubetriebe (ohne Baunebengewerbe) Auftragsbestände im Ausmaß von insgesamt 15,5 Mrd. Euro (-3,7%). Auf Bundesländerebene gab es dabei im Burgenland bei einem Volumen von 260,2 Mio. Euro mit +91,4% die höchsten Zuwächse, gefolgt von Kärnten (+11,9% auf 645,3 Mio. Euro) und der Steiermark (+2,0% auf 1,6 Mrd. Euro). Ausgeprägte Rückgänge im Auftragsvolumen verzeichneten hingegen Oberösterreich (-8,8% auf 2,9 Mrd. Euro), Tirol (-8,2% auf 2,5 Mrd. Euro) und Vorarlberg (-8,1% auf 296,8 Mio. Euro; siehe Tabelle 6).

Detaillierte Ergebnisse bzw. weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf unserer Webseite
Informationen zur Methodik, Definitionen: Die gegenständlichen Hauptergebnisse basieren zum einen auf den primärstatistischen Daten der Konjunkturerhebung im Produzierenden Bereich, zum anderen auf einem modellbasierten Ansatz zur Datenergänzung (MDE). Letzterer versucht sowohl die Merkmalszusammenhänge der monatlichen Konjunkturerhebung einzubinden als auch die Informationen aus den verschiedenen Verwaltungsquellen effizient zu nutzen. Dadurch soll die Struktur der Grundgesamtheit (somit 100%) der Konjunkturstatistik im Produzierenden Bereich auf Aktivitätsebene als Kombination aus Primärdaten, Sekundärdaten und Modellrechnung dargestellt werden. Detaillierte methodische Beschreibungen finden sich auf unserer Webseite.  
Den Unternehmensergebnissen liegen dabei alle dem Produzierenden Bereich zuzurechnenden Ein- und Mehrbetriebsunternehmen zugrunde. Die Betriebsdaten hingegen zeigen die Ergebnisse jener Betriebe, deren Schwerpunkt im Produzierenden Bereich liegt; unabhängig des wirtschaftlichen Schwerpunktes der den Betrieben übergeordneten Unternehmen.

Tabelle 1: Ergebnisse der Unternehmen
ÖNACE 2008 - Gliederung1)UnternehmenUnselbständig BeschäftigteBruttoverdiensteUmsatz
Stand Ende November 2019in Mio. EuroVeränderung
nom. in %2)a. b. in %3)
Jänner bis November 2019
Sachgüterbereich29.920705.21130.237,4229.254,00,5-
darunter
Herstellung von Waren (inkl. Bergbau)25.280656.73227.855,7184.308,01,1-
Energieversorgung2.42627.2121.588,339.294,7-2,8-
Wasserversorgung und Abfallentsorgung2.21421.267793,45.651,38,2-
Bau36.237295.31210.235,248.057,06,26,2
Produzierender Bereich insgesamt66.1571.000.52340.472,6277.311,01,51,5
Tabelle 2: Ergebnisse der Betriebe
ÖNACE 2008 - Gliederung1)BetriebeUnselbständig BeschäftigteGeleistete StundenBruttoverdiensteAbgesetzte Produktion
Stand Ende November 2019in Mio. Std.in Mio. EuroVeränderung
nom. in %2)a. b. in %3)
Jänner bis November 2019
Sachgüterbereich30.389704.5461.027,230.247,3225.502,00,0-
darunter
Herstellung von Waren (inkl. Bergbau)25.694657.015959,027.902,9181.607,00,8-
Energieversorgung2.46025.73735,31.524,738.077,7-4,7-
Wasserversorgung und Abfallentsorgung2.23521.79432,9819,75.817,87,9-
Bau36.340295.096420,110.227,047.949,46,26,2
Produzierender Bereich insgesamt66.729999.6421.447,340.474,3273.452,01,01,1

 

Tabelle 3: Ergebnisse der Betriebe – regionale Verteilung
Österreich und Bundesländer1)BetriebeUnselbständig BeschäftigteGeleistete StundenBruttoverdiensteAbgesetzte Produktion
Stand Ende November 2019in Mio. Std.in Mio. Euro
Jänner bis November 2019
Österreich insgesamt66.729999.6421.447,340.474,3273.452,0
davon
Burgenland2.56727.38139,7913,86.187,6
Kärnten5.04357.81484,82.310,215.982,3
Niederösterreich12.438168.365243,16.493,245.246,4
Oberösterreich11.924243.667350,610.155,564.793,3
Salzburg5.44960.18886,12.285,317.536,3
Steiermark9.890165.115240,16.678,742.643,6
Tirol6.89191.604131,23.572,020.048,7
Vorarlberg3.80664.27994,02.713,514.299,4
Wien8.721121.229177,75.352,246.714,1
Tabelle 4: Ausgewählte Branchen des Sachgüterbereichs – Wert der abgesetzten Produktion
SACHGÜTERBEREICH 
Jänner bis November 2019
Abgesetzte Produktion in Mio. EuroVeränderung zum Vorjahr in %1)
Sachgüterbereich insgesamt225.502,00,0
darunter
Energieversorgung38.077,7-4,7
Maschinenbau23.086,96,4
Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen17.773,77,9
Metallerzeugung und -bearbeitung16.037,8-4,8
Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln15.934,72,3
Herstellung von Metallerzeugnissen14.967,9-2,5
Herstellung von elektrischen Ausrüstungen11.933,3-2,4
Herstellung von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren (ohne Möbel)8.391,8-0,9
Herstellung von chemischen Erzeugnissen7.411,0-0,5
Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen7.408,71,8

 

Tabelle 5: Bau – Wert der abgesetzten Produktion
BAU 
Jänner bis November 2019
Abgesetzte Produktion in Mio. Euro1)Veränderung zum Vorjahr in %2)
insgesamtdarunter öffentlich3)insgesamtdarunter öffentlich3)
Bau insgesamt47.949,47.755,16,25,8
Hochbau
Erschließung von Grundstücken; Bauträger2.609,713,55,8.
Wohnungs- und Siedlungsbau6.622,01.126,08,710,4
Adaptierungsarbeiten im Hochbau1.766,9408,63,8-1,5
Sonstiger Hochbau5.318,11.323,010,513,1
Tiefbau
Bau von Straßen3.779,82.131,18,09,5
Bau von Bahnverkehrsstrecken233,4162,1-17,5-18,0
Brücken- und Hochstraßenbau176,2158,23,62,0
Tunnelbau973,4699,66,1-3,2
Rohrleitungstiefbau, Brunnenbau und Kläranlagenbau1.158,2609,34,94,0
Kabelnetzleitungstiefbau508,2256,4-10,8-7,4
Wasserbau131,8120,8-5,9-3,5
Sonstiger Tiefbau anderweitig nicht genannt236,9106,5-7,3-22,1
Bauhilfs- und Baunebengewerbe4)
Abbruch- u. vorbereitende Baustellenarbeiten1.426,6218,86,8-2,2
Bauinstallation11.570,579,55,536,3
Sonstiger Ausbau5.946,419,15,9497,8
Sonstige spezialisierte Bautätigkeiten5.491,4322,85,010,1
Tabelle 6: Bau – Wert der abgesetzten Produktion sowie Auftragsbestände (regionale Verteilung)
BAUAbgesetzte Produktion in Mio. Euro1)Veränderung zum Vorjahr in %2)Auftragsbestände in Mio. Euro1)Veränderung zum Vorjahr in %2)
Jänner bis November 2019Stand Ende November 2019
Österreich insgesamt47.949,46,215.526,9-3,7
davon
Burgenland1.367,810,0260,291,4
Kärnten2.887,85,1645,311,9
Niederösterreich7.569,87,52.395,1-0,8
Oberösterreich10.015,64,02.933,8-8,8
Salzburg3.260,25,91.147,1-3,7
Steiermark6.677,07,01.591,82,0
Tirol4.947,011,32.491,2-8,2
Vorarlberg2.283,2-1,5296,8-8,1
Wien8.941,06,33.765,7-5,7

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