Pressemitteilung: 12.189-029/20

Kfz-Bestand 2019 um 1,5% auf knapp 7 Mio. angestiegen, erstmals mehr als 5 Mio. Pkw

Wien, 2020-02-19 – Fast 7,0 Mio. Kraftfahrzeuge (Kfz) waren laut Statistik Austria zum Stichtag 31. Dezember 2019 zum Verkehr zugelassen, um 1,5% oder 100.626 Fahrzeuge mehr als ein Jahr zuvor. Auf Personenkraftwagen (Pkw), die anteilsmäßig wichtigste Fahrzeugart (72,0%), entfielen rund 5,04 Mio. Fahrzeuge, um 1,2% mehr als noch zum Vorjahresstichtag. Weiters waren 468.078  (+0,8%) land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen zugelassen, 440.582 (+4,2%) Lastkraftwagen der Kl. N1 (bis 3,5 t höchstzulässigem Gesamtgewicht), 10.509 (-3,6%) Lkw Kl. N2 (3,5 t bis 12 t höchstzulässigem Gesamtgewicht), 43.494 (+1,9%) Lkw Kl. N3 (über 12 t höchstzulässigem Gesamtgewicht) und 19.334 (+2,3%) Sattelzugfahrzeuge. An einspurigen Fahrzeugen waren 549.769 Motorräder (+2,8%) und 272.483 Motorfahrräder (-0,7%) zum Verkehr zugelassen.

Mehr als ein Fünftel der Pkw in Niederösterreich zugelassen; höchste Pkw-Dichte im Burgenland

In Niederösterreich waren 1.102.464 Pkw (Anteil: 21,9%) zugelassen, gefolgt von Oberösterreich (947.293 Pkw; Anteil 18,8%), der Steiermark (767.561 Pkw; Anteil 15,2%) und Wien (714.960 Pkw; Anteil 14,2%). Das Burgenland wies mit 198.772 Pkw (Anteil: 3,9%) den geringsten Bestand auf. Zuwächse wurden in allen Bundesländern beobachtet, wobei der Pkw-Bestand in Oberösterreich den höchsten (+1,5%) und in Wien den geringsten Zuwachs (+0,8%) verzeichnete.

Mit 675 Pkw pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner wies das Burgenland den höchsten Motorisierungsgrad aller Bundesländer auf, gefolgt von Niederösterreich (654), Kärnten (648), Oberösterreich (636), der Steiermark (616) und Salzburg (567). Die Bundesländer Tirol und Vorarlberg (jeweils 544) und Wien (374) lagen unter dem österreichweiten Motorisierungsgrad von 566 Pkw pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner (vorläufiger Bevölkerungsstand am 1.1.2020).

Diesel-Pkw weitgehend unverändert; Benzin-Pkw +1,9%

Die Zahl der Pkw mit Dieselantrieb nahm um 0,1% auf 2,77 Mio. ab (2018: +0,2%), jene mit Benzinantrieb (inkl. Flex-Fuel) stieg um 1,9% auf rund 2,18 Mio. (2018: +2,8%). Elektro-Pkw verzeichneten eine Zunahme von 41,7% (2018: +42,5%) auf 29.523 Fahrzeuge. Pkw mit kombiniertem Betrieb (Hybrid) legten ebenfalls zu (Benzin/Elektro: +33,9%; Diesel/Elektro: +150,6%). Auch bei Pkw mit Erdgas- (+10,0%) und Wasserstoffantrieb (Brennstoffzelle; +70.8% bzw. +17 Fahrzeuge) gab es Zuwächse. Rückgänge wurden für bivalent betriebene Pkw beobachtet (Benzin/Erdgas -1,0%; Benzin/Flüssiggas -0,9%).

Gemessen am gesamten Pkw-Bestand in den jeweiligen Bundesländern war der Anteil dieselbetriebener Pkw am höchsten in Kärnten (57,0%) sowie im Burgenland und Oberösterreich (jeweils 56,8%), während Vorarlberg die meisten benzinbetriebenen Pkw (46,2%) und Elektro-Pkw (1,0%) aufwies. Wien hatte den höchsten Anteil bei Hybrid-Pkw (1,8%) und stand auch bei den absoluten Stückzahlen (13.114 Pkw) an der Spitze des Österreich-Rankings.

Die 10 beliebtesten Pkw-Marken verteilen sich auf mehr als zwei Drittel des Bestandes

Die folgenden zehn Pkw-Marken verzeichneten die höchsten Bestände: VW (1.026.451 Fahrzeuge; +0,9%), Audi (379.075; +1,2%), BMW (306.030; +4,3%), Ford (295.667; +1,2%), Skoda (294.068; +5,4%), Opel (292.238; -3,1%), Mercedes (274.973; +3,0%), Renault (210.415; -0,9%), Seat (202.868; +5,5%) und Peugeot (186.760; -1,8%).

Von den 5,04 Mio. Pkw wurden 285.606 im Jahr 2019 erstmals zugelassen, unabhängig vom Land der Erstzulassung (in Österreich oder importiert). Deutlich mehr als ein Drittel des Pkw-Bestands (40,0% oder 2,02 Mio. Pkw) wurde vor 2010 zugelassen und ist somit älter als zehn Jahre.

Detaillierte Ergebnisse bzw. weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite.

Informationen zur Methodik, Definitionen: Die Kfz-Bestandsstatistik von Statistik Austria ist eine Sekundärstatistik, die auf Basis der vom Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs (VVO) täglich an Statistik Austria übermittelten Datenfiles erstellt wird. Der VVO erhält die Daten von den durch die Zulassungsbehörden beliehenen Zulassungsstellen der Versicherungen, die für die Zulassung, Abmeldung und Berichtigung von Kraftfahrzeugen und Anhängern verantwortlich sind. Ausgehend vom Kfz-Bestand des Vorjahres werden alle zugelassenen Fahrzeuge – alt wie neu – des Jahres hinzugerechnet und die Abmeldungen in Abzug gebracht, woraus sich der jährliche Bestand ergibt.

Rückfragen zum Thema beantworten in der Direktion Raumwirtschaft, Statistik Austria:  
Gerda FISCHER, Tel.: +43 (1) 71128-7566 bzw. gerda.fischer@statistik.gv.at und  
Julia BAUER, Tel.: +43 (1) 71128-7575 bzw. julia.bauer@statistik.gv.at

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