Pressemitteilung: 12.175-015/20

Erzeugerpreise des Produzierenden Bereichs im Jahresdurchschnitt 2019 um 0,1% über 2018

Wien, 2020-01-30 – Im Jahresdurchschnitt 2019 lag der Erzeugerpreisindex für den Produzierenden Bereich (EPI 2015) laut Statistik Austria um 0,1% über dem Stand des Vorjahres. Im Jahr 2018 hatte die Jahresdurchschnittsrate +2,4% betragen, im Jahr 2017 +1,9%. 2019 kam das Preiswachstum für Erzeugnisse des Produzierenden Bereichs somit beinahe zum Erliegen. Dabei hatten die Erzeugerpreise des Produzierenden Bereichs im 1. Halbjahr 2019 noch um 1,1% gegenüber dem Vorjahreszeitraum angezogen; in der zweiten Jahreshälfte 2019 kam es jedoch zur Umkehr des Preistrends (3. Quartal 2019: -0,7%; 4. Quartal 2019: -1,1%).

Rückläufige Preisentwicklung für Energie (-1,2%) und Vorleistungsgüter (-0,3%) im Jahr 2019

Die deutliche Abschwächung der Preisdynamik für Erzeugnisse des Produzierenden Bereichs im Jahr 2019 war vorwiegend auf die Preissenkungen in den Bereichen Energie und Vorleistungsgüter zurückzuführen. Während sich die Preise in diesen Bereichen im Jahr 2018 noch durchschnittlich um 5,3% (Energie) bzw. 2,4% (Vorleistungsgüter) erhöhten, ließen diese 2019 im Schnitt um 1,2% (Energie) bzw. 0,3% (Vorleistungsgüter) nach. Auf den Index für Vorleistungsgüter wirkte sich im Jahr 2019 vor allem der Preisrückgang im Bereich "Metallerzeugung und -bearbeitung" (-1,9%) dämpfend aus. Am stärksten verbilligten sich im Jahresdurchschnitt die Preise für "Nichteisen-Metalle und Halbzeug daraus" (-4,0%). Die Preise für die Produktgruppen "sonstige Erzeugnisse der ersten Bearbeitung von Eisen und Stahl" gingen im Schnitt um 2,4%, jene für "Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen" um 1,9% zurück. Ebenfalls starke Preisrückgänge gegenüber dem Jahr 2018 verzeichneten die Produktgruppen "chemische Grundstoffe, Düngemittel und Stickstoffverbindungen, Kunststoffe in Primärform und synthetischer Kautschuk in Primärform" (-5,1%) sowie "Holz- und Zellstoff, Papier, Karton und Pappe" (-1,4%). Im Vergleich zu 2018 stiegen hingegen die Preise für "Erzeugnisse aus Beton, Zement und Gips" um 2,6% an.

Investitionsgüter wiesen gegenüber dem Jahr 2018 einen Preisanstieg um 1,1% aus, im Vorjahr lag die Jahresdurchschnittsrate bei 1,0%. Speziell die Preissteigerungen bei "Maschinen für sonstige bestimmte Wirtschaftszweige" (+2,1%) ließen den Index für Investitionsgüter anwachsen. Weitere Teuerungen gegenüber 2018 wurden für die Produktgruppen "Stahl- und Leichtmetallbauerzeugnisse" (+1,9%) sowie "Kraftwagen und Kraftwagenmotoren" (+0,6%) beobachtet.

Konsumgüter registrierten 2019 eine durchschnittliche Zuwachsrate von 1,1% (2018: +0,3%). Ausschlaggebend dafür waren deutliche Preisanstiege für "haltbar gemachtes Fleisch und Fleischerzeugnisse" (+3,9%). Die Preise für "pflanzliche und tierische Öle und Fette" legten im Schnitt um 3,0% zu, "Back- und Teigwaren" um 1,8%. Die Produktgruppe "Milch und Milcherzeugnisse" verzeichnete einen durchschnittlichen Jahresrückgang um 0,1%.

Erzeugerpreise fielen im Dezember 2019 um 0,4% gegenüber Vorjahresmonat

Im Dezember 2019 erreichte der Erzeugerpreisindex für den Produzierenden Bereich (EPI 2015) 102,4 Punkte (2015=100) und fiel somit gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,4%. Im November und Oktober 2019 war die Jahresveränderungsrate bei -1,1% bzw. -1,5% gelegen. Damit waren die Erzeugerpreise im Dezember 2019 weiterhin rückläufig, wenngleich eine Abschwächung der Preisrückgänge gegen Ende des 4. Quartals 2019 festgestellt werden konnte.

Maßgeblich verantwortlich für den Indexrückgang im Dezember 2019 waren die Preisnachlässe in den Bereichen Energie (-2,1%) und Vorleistungsgüter (-1,6%). Im November 2019 und Oktober 2019 lag die jährliche Veränderungsrate für Energie noch bei -4,9% bzw. -6,3% sowie für Vorleistungsgüter bei -1,5% bzw. -1,4%. Der Indexrückgang im Dezember 2019 für Vorleistungsgüter war hauptsächlich von den niedrigen Preisen im Bereich "Metallerzeugung und -bearbeitung" (-4,8%) bestimmt. Die Preise für die Produktgruppen "Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen" fielen um 7,4%, jene für "sonstige Erzeugnisse der ersten Bearbeitung von Eisen und Stahl" um 6,3%. Investitionsgüter verteuerten sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,3%. Konsumgüter verzeichneten einen durchschnittlichen Anstieg um 2,1%.

Erzeugerpreisindex blieb gegenüber November 2019 unverändert

Im Vergleich zum Vormonat November 2019 blieben die Erzeugerpreise stabil (±0,0%). Preisanstiege gab es im Bereich der "Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln" (+0,8%) sowie in der "Herstellung von chemischen Erzeugnissen" (+0,2%). Im Monatsabstand verbilligten sich dagegen die Bereiche "Metallerzeugung und -bearbeitung" um 0,5% sowie "Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren" um 0,3%.

Detaillierte Ergebnisse bzw. weitere Informationen zum Erzeugerpreisindex für den Produzierenden Bereich finden Sie auf unserer Webseite.

Informationen zur Methodik: Im Basisjahr einer Indexperiode wird die durchschnittliche Jahresmesszahl auf 100 normiert. Die Indexreihe wird mit dem Basisjahr bezeichnet, d. h. die durchschnittliche Messzahl des Index der Erzeugerpreise für den Produzierenden Bereich 2015 beträgt 100,0 im Jahr 2015.

 

Erzeugerpreisindex für den Produzierenden Bereich1) (Gesamtindex)
 Basisjahr 2015% Vormonat/ 
-periode
% Vorjahresmonat/ 
-periode
2018Jänner101,30,41,3
 Februar101,30,01,2
 März101,30,01,3
1. Quartal 2018 101,30,51,3
 April101,60,31,4
 Mai102,20,62,4
 Juni102,60,43,0
2. Quartal 2018 102,10,82,2
1. Halbjahr 2018 101,7-1,7
 Juli102,80,23,4
 August103,10,33,5
 September103,40,33,3
3. Quartal 2018 103,11,03,4
 Oktober103,80,43,4
 November103,5-0,32,5
 Dezember102,8-0,71,9
4. Quartal 2018 103,40,32,6
Jahresdurchschnitt 2018 insgesamt 102,5-2,4
2019Jänner102,90,11,6
 Februar102,90,01,6
 März102,8-0,11,5
1. Quartal 2019 102,9-0,51,6
 April
103,00,21,4
 Mai102,8-0,20,6
 Juni102,4-0,4-0,2
2. Quartal 2019 102,7-0,20,6
1. Halbjahr 2019 102,8-1,1
 Juli102,60,2-0,2
 August102,3-0,3-0,8
 September102,30,0-1,1
3. Quartal 2019 102,4-0,3-0,7
 Oktober102,2-0,1-1,5
 November102,40,2-1,1
 Dezember*)102,40,0-0,4
4. Quartal*) 102,3-0,1-1,1
Jahresdurchschnitt 2019 insgesamt*) 102,6-0,1

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