Pressemitteilung: 12.160-226/19

Erzeugerpreise des Produzierenden Bereichs fielen im November 2019 um 1,1%

Wien, 2019-12-30 – Im November 2019 erreichte der Erzeugerpreisindex für den Produzierenden Bereich (EPI 2015) laut Statistik Austria 102,4 Punkte (2015=100) und fiel somit gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,1%. Im Oktober und September 2019 war die Jahresveränderungsrate bei -1,5% bzw. -1,1% gelegen. Der rückläufige Preistrend für Erzeugnisse des Produzierenden Bereichs setzt sich fort. Im Vergleich zum Vormonat Oktober 2019 erhöhte sich der Index um 0,2%.

Preisrückgang in den Bereichen Energie (-4,9%) und Vorleistungsgüter (-1,5%) im November 2019

Der Indexrückgang im November 2019 (-1,1%) war geprägt von den Preissenkungen in den Bereichen Energie und Vorleistungsgüter, die durchschnittlich um 4,9% bzw. 1,5% gegenüber dem Vorjahresmonat zurückgingen. Deutliche Preisrückgänge konnten bereits in den Monaten Oktober 2019 (Energie: -6,3%, Vorleistungsgüter: -1,4%) und September 2019 (Energie: -5,4%, Vorleistungsgüter: -1,0%) festgestellt werden. Bei den Vorleistungsgütern waren es im November 2019 besonders die Preise im Bereich "Metallerzeugung und -bearbeitung" (-4,4%), die gegenüber dem Vorjahresmonat nachließen. Relativ hohe Preisrückgänge gab es für die Produktgruppen "Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen" (-6,7%), "sonstige Erzeugnisse der ersten Bearbeitung von Eisen und Stahl" (-5,4%) sowie für "Nichteisen-Metalle und Halbzeug daraus" (-3,1%). Ebenfalls stark gesunken sind bei den Vorleistungsgütern die Preise für "Holz- und Zellstoff, Papier, Karton und Pappe" (-5,1%) sowie "Holz, gesägt und gehobelt" (-3,1%). Gegenüber dem Vergleichsmonat November 2018 verteuert hat sich hingegen die Produktgruppe "Erzeugnisse aus Beton, Zement und Gips" (+2,4%).

Stabil entwickelten sich in den letzten drei Monaten die Preise für Investitionsgüter (November 2019: +1,1%, Oktober 2019: +1,1%, September 2019: +1,1%). Teuerungen registrierten hier vor allem die Produktgruppen "Maschinen für sonstige bestimmte Wirtschaftszweige" (+1,7%), "Stahl- und Leichtmetallbauerzeugnisse" (+1,7%) sowie "Kraftwagen und Kraftwagenmotoren" (+1,4%). Die Produktgruppen "nicht wirtschaftszweigspezifische Maschinen" sowie "Teile und Zubehör für Kraftwagen" verbilligten sich dagegen um 0,6% bzw. 0,5% gegenüber November 2018.

Die Preise für Konsumgüter wiesen gegenüber November 2018 eine Erhöhung um 1,6% aus (Oktober 2019: +1,3%, September 2019: +1,4%). Steigende Preise für "haltbar gemachtes Fleisch und Fleischerzeugnisse" (+7,8%) waren hierfür die Hauptursache. Die Preise für "pflanzliche und tierische Öle und Fette" sowie für "Getränke" stiegen um 2,0% bzw. 0,7% an. Die Produktgruppe "Milch und Milcherzeugnisse" verteuerte sich im November 2019 um 0,5% und lag somit erstmals seit April 2019 (+0,1%) wieder im Plus.

Indexanstieg um 0,2% gegenüber Oktober 2019

Im Vergleich zum Vormonat Oktober 2019 erhöhte sich der Erzeugerpreisindex insgesamt im Schnitt um 0,2%. Im Monatsabstand stiegen speziell die Preise in den Bereichen "Energieversorgung" (+0,8%) sowie in der "Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln" (+0,6%). Preisrückgänge verzeichneten dagegen die Bereiche "Herstellung von chemischen Erzeugnissen" (-0,9%) sowie "Metallerzeugung und -bearbeitung" (-0,3%).

Detaillierte Ergebnisse bzw. weitere Informationen zum Erzeugerpreisindex für den Produzierenden Bereich finden Sie auf unserer Webseite.

Informationen zur Methodik: Im Basisjahr einer Indexperiode wird die durchschnittliche Jahresmesszahl auf 100 normiert. Die Indexreihe wird mit dem Basisjahr bezeichnet, d. h. die durchschnittliche Messzahl des Index der Erzeugerpreise für den Produzierenden Bereich 2015 beträgt 100,0 im Jahr 2015.

Erzeugerpreisindex für den Produzierenden Bereich1) (Gesamtindex)
 Basisjahr 2015% Vormonat/ 
-periode
% Vorjahresmonat/ 
-periode
2018Jänner101,30,41,3
 Februar101,30,01,2
 März101,30,01,3
1. Quartal 2018 101,30,51,3
 April101,60,31,4
 Mai102,20,62,4
 Juni102,60,43,0
2. Quartal 2018 102,10,82,2
1. Halbjahr 2018 101,7-1,7
 Juli102,80,23,4
 August103,10,33,5
 September103,40,33,3
3. Quartal 2018 103,11,03,4
 Oktober103,80,43,4
 November103,5-0,32,5
 Dezember102,8-0,71,9
4. Quartal 2018 103,40,32,6
Jahresdurchschnitt 2018 insgesamt 102,5-2,4
2019Jänner102,90,11,6
 Februar102,90,01,6
 März102,8-0,11,5
1. Quartal 2019 102,9-0,51,6
 April
103,00,21,4
 Mai102,8-0,20,6
 Juni102,4-0,4-0,2
2. Quartal 2019 102,7-0,20,6
1. Halbjahr 2019 102,8-1,1
 Juli102,60,2-0,2
 August102,3-0,3-0,8
 September102,30,0-1,1
3. Quartal 2019 102,4-0,3-0,7
 Oktober102,2-0,1-1,5
 November*)102,40,2-1,1

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