Pressemitteilung: 10.569-145/13

Bevölkerungszahl Österreichs stieg 2012 um rund 43.700 Personen

Wien, 2013-07-15 – Endgültigen Ergebnissen von Statistik Austria zufolge lebten am 1. Jänner 2013 insgesamt 8.451.860 Menschen in Österreich, um 43.739 Personen (+0,52%) mehr als zu Jahresbeginn 2012. Der Bevölkerungszuwachs war damit deutlich höher als im Jahr zuvor (2011: +32.957 Personen bzw. +0,39%). Ausschlaggebend für das starke Bevölkerungswachstum war, wie in den Jahren zuvor, der positive Wanderungssaldo (+43.797 Personen; siehe Pressemitteilung zur internationalen Zuwanderung), da die Geburtenbilanz, also die Differenz zwischen Geburten und Sterbefällen, ein Minus von 484 Personen ergab. Statistische Korrekturen im Ausmaß von +426 Personen trugen ebenfalls nur in geringem Ausmaß zum Anstieg der Bevölkerungszahl bei.

Im ersten Quartal 2013 setzte sich das Bevölkerungswachstum Österreichs weiter fort. Nach vorläufigen Ergebnissen stieg die Einwohnerzahl Österreichs bis zum 1. April 2013 um weitere 12.694 Personen auf rund 8,465 Millionen Menschen an.

Stärkstes Bevölkerungswachstum in größeren Städten und deren Umlandbezirken

In Wien lebten am 1. Jänner 2013 insgesamt 1.741.246 Menschen, um 24.162 Personen bzw. 1,41% mehr als im Vorjahr. Damit fiel der Bevölkerungszuwachs der Bundeshauptstadt 2012 beinahe dreimal so hoch wie im Durchschnitt Österreichs aus. Ein leicht überdurchschnittliches Wachstum verzeichnete auch Tirol (+0,61%), während Vorarlberg (+0,45%) und Salzburg (+0,41%) knapp unter dem Durchschnitt lagen. Etwas geringer war der Zuwachs in Oberösterreich (+0,33%) und dem Burgenland (+0,32%) sowie in Niederösterreich (+0,26%) und der Steiermark (+0,19%). Kärnten war – wie in den letzten Jahren – das einzige Bundesland mit einem leichten Bevölkerungsrückgang (-0,10%) im Jahr 2012 (siehe Tabelle 1).

Auf regionaler Ebene verbuchten vor allem die Landeshauptstädte die größten Bevölkerungszuwächse. Spitzenreiter waren die beiden Städte Innsbruck (+2,18%) und Eisenstadt (+1,82%), die sogar einen stärkeren Einwohneranstieg als Wien verzeichneten. Aber auch Graz lag mit seinem Zuwachs von 1,36% nur knapp hinter dem Bevölkerungswachstum der Bundeshauptstadt. Darüber hinaus verzeichneten vor allem die Umlandbezirke der größeren Städte sowie die meisten Bezirke in der Ostregion Österreichs besonders hohe Bevölkerungsgewinne.

Die größten Bevölkerungsverluste registrierten 2012 vor allem inneralpine und periphere Regionen, so zum Beispiel die Bezirke Mürzzuschlag (-1,03%), Leoben (-0,89%), Zwettl (-0,88%) und Spittal an der Drau (-0,80%). Aber auch die meisten obersteirischen Bezirke, Osttirol und weite Teile Kärntens, das südlichste Burgenland sowie das Waldviertel verzeichneten deutliche Einwohnerrückgänge (siehe Karte 1).

Durchschnittsalter steigt weiter

Am 1. Jänner 2013 gab es in Österreich 1.699.918 (20,1%) Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren, 5.224.685 Personen (61,8%) waren im Haupterwerbsalter von 20 bis unter 65 Jahren und 1.527.257 Menschen (18,1%) waren 65 Jahre oder älter (siehe Tabelle 2). Verglichen mit dem Vorjahr ging die Zahl der Unter-20-Jährigen um 12.584 Personen zurück, während sich gleichzeitig sowohl die Zahl der 20- bis 64-Jährigen (+25.423) als auch jene der Menschen im Pensionsalter (+30.900) erhöhte.

Insgesamt 1.295 Menschen (210 Männer und 1.085 Frauen) waren am 1. Jänner 2013 mindestens 100 Jahre alt. Damit erhöhte sich die Zahl der 100- und Mehrjährigen gegenüber dem Vorjahr um 143 Personen. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung lag zu Beginn des Jahres 2013 bei 42,0 Jahren, um 0,1 Jahre höher als im Vorjahr und um gut 2 Jahre höher als noch vor zehn Jahren (siehe Tabelle 2).

Methodische Informationen, Definitionen: Die Statistik des Bevölkerungsstandes für den 1. Jänner 2013 beruht auf den nach bevölkerungsstatistischen Kriterien aufgearbeiteten Daten über Hauptwohnsitzmeldungen im Zentralen Melderegister. Zur Wohnbevölkerung zählen Personen mit einer (den Stichtag einschließenden) Aufenthaltsdauer (Hauptwohnsitzmeldung) von mindestens 90 Tagen. 
Die Registerzählung zum Stichtag 31. Oktober 2011 brachte ein von der Statistik des Bevölkerungsstandes abweichendes Ergebnis im Ausmaß von rund -35.000 Personen. Zur Wahrung der Konsistenz mit den Zählungsergebnissen war sowohl eine Revision der laufenden Bevölkerungsstatistik als auch der Wanderungsstatistik notwendig. Diese Revision betrifft die Bevölkerungsstände der Stichtage zwischen 1. April 2007 und 1. Jänner 2012 sowie die Jahresdurchschnittsbevölkerung und die Wanderungsstatistik der Jahre 2007 bis 2011.

Rückfragen zum Thema beantworten in der Direktion Bevölkerung, Statistik Austria:  
Mag. Alexander WISBAUER, Tel.: +43 (1) 71128-7202 bzw. alexander.wisbauer@statistik.gv.at und  
Dipl.-Demogr. Ina JASCHINSKI, Tel.: +43 (1) 71128-7501 bzw. ina.jaschinski@statistik.gv.at

 

Tabelle 1: Bevölkerungsveränderung und Bevölkerungsstand nach Bundesländern
BundeslandBevölkerung am 1. Jänner 2012*)Bevölkerungsveränderung 2012Bevölkerung am 1. Jänner 2013Bevölkerung am 1. April 2013**)
absolutin %
Österreich insgesamt8.408.12143.7390,528.451.8608.464.554
Burgenland285.7829090,32286.691286.633
Kärnten556.027-554-0,10555.473555.162
Niederösterreich1.614.4554.1370,261.618.5921.619.178
Oberösterreich1.413.8664.6320,331.418.4981.419.914
Salzburg529.7042.1940,41531.898532.428
Steiermark1.208.6962.2750,191.210.9711.211.239
Tirol711.5814.3070,61715.888717.269
Vorarlberg370.9261.6770,45372.603373.058
Wien1.717.08424.1621,411.741.2461.749.673
Tabelle 2: Bevölkerung nach breiten Altersgruppen und Durchschnittsalter
Stichtaginsgesamt0- bis 19-Jährige15- bis 64-Jährige65- und MehrjährigeDurch- 
schnittsalter in Jahren
abs.in %abs.in %abs.in %
1.1.2012*)8.408.1211.712.50220,45.199.26261,81.496.35717,841,9
1.1.20138.451.8601.699.91820,15.224.68561,81.527.25718,142,0

 

Bevver2012

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