Meilensteine der Operation 2007 für das Unternehmensregister der Statistik Austria

Doppelkodierung der Einheiten im Unternehmensregisters nach ÖNACE 2003 und ÖNACE 2008

Das Unternehmensregister bildet die Basispopulation für Stichproben, die bei verschiedensten Statistiken, die die Unternehmen als Untersuchungsgegenstand haben, benötigt werden. Da diese Statistiken (z.B. die Konjunkturstatistiken, die Leistungs- und Strukturerhebungen, Offene Stellen Erhebungen, Arbeitskostenerhebung, …) jeweils für bestimmte Zeiträume sowohl nach ÖNACE 2003 als auch nach ÖNACE 2008 ausgewiesen werden müssen, ist es notwendig die Einheiten des Unternehmensregisters ebenfalls eine zeitlang nach diesen beiden Klassifikationen zu führen.

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Da die Implementierung der ÖNACE 2008 im Unternehmensregister (PDF 511KB) im Jahr 2007 durchgeführt wurde, ist für dieses Jahr eine Doppelkodierung der Einheiten gegeben. Bis Ende 2010 werden auch weiterhin alle Einheiten doppelt kodiert werden.

Das Unternehmensregister stellt vielfach auch die Basis für die Rückrechnungen in den einzelnen Statistiken dar. Wird für diese Rückrechnungen der Mikroansatzes gewählt, so sind Informationen sowohl zu ÖNACE 2003 als auch zu ÖNACE 2008 für die einzelnen Einheiten des Unternehmensregisters auch in der Vergangenheit notwendig. Daher wurde beschlossen, die Einheiten des Unternehmensregisters bis ins Jahr 2003 zurück doppelt zu kodieren. Da es schwer möglich ist Informationen über die wirtschaftlichen Tätigkeiten der Unternehmen für bereits vergangenen Zeiträume zu bekommen, musste ein Regelwerk entwickelt werden, das eine Umkodierung ermöglicht, ohne dass Recherchen oder direkte Kontaktaufnahmen mit den Unternehmen notwendig werden. Für die rückwirkende Kodierung der Einheiten auf der Unternehmensebene für die Jahre 2003 bis 2006 ist daher in folgenden Schritten vorgegangen worden:

  1. Jene Einheiten, bei denen sich in den Jahren 2003 bis 2007 keine Änderung der ÖNACE-Zuordnung ergeben hat, waren de facto schon doppelt kodiert, da die Doppelkodierung des Jahres 2007 unmittelbar auf die vorangegangenen Jahre übertragen werden konnte. Dies war bei der rund der Hälfte der Einheiten der Fall.
  2. Die verbliebenen Einheiten, bei denen es in den Jahren 2003 bis 2006 zu einer oder mehreren Änderungen der ÖNACE-Zuordnung gekommen ist, aber alle diese ÖNACE-Zuordnungen jeweils auch in den Jahren 2007 oder 2008 vorkamen, konnten gemäß dieser Zuordnungen doppelkodiert werden.
  3. Für diejenigen Einheiten, die nicht aufgrund 1.) oder 2.) doppelkodiert werden konnten, musste die ÖNACE-Zuordnung der Jahre 2003 bis 2006 auf Basis der Korrespondenzen zwischen ÖNACE 2003 und ÖNACE 2008 abgeleitet werden. Wie bereits ausgeführt, konnten die für die Doppelkodierung notwendigen Umschlüsselungen in ca. 2/3 der Fälle automatisch erfolgen. In den übrigen Fällen wurde die Umschlüsselung probabilistisch durchgeführt. Auf Basis der aus der Implementierung bekannten Anzahl der Unternehmen, die pro ÖNACE 2003-Unterklasse einer entsprechenden ÖNACE 2008-Unterklasse zugeordnet wurden, konnte die probabilistische Umschlüsselung entsprechend gewichtet werden.
  4. Eine Ausnahme bildeten dabei Stichprobeneinheiten. Diese wurden manuell bearbeitet, da aufgrund der Erhebungen zusätzliche Informationen zu diesen Einheiten (z.B. PRODCOM-Zuordnung, Tätigkeitsbeschreibung im Dienstleistungsbereich) vorlagen.

Zusätzlich zu den Unternehmen musste auch die Betriebe und Arbeitsstätten für den Zeitraum 2003 bis 2006 doppelkodiert werden. Für diese rückwirkende Kodierung konnte in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle eine bereits umgeschlüsselte ÖNACE-Zuordnung von der Unternehmensebene übernommen werden. War dies nicht der Fall, erfolgte die Umcodierung auf Basis der Korrespondenztabellen.

Somit haben alle Einheiten die seit 2003 im Unternehmensregister geführt werden, eine doppelte Kodierung sowohl nach der neuen ÖNACE 2008 als auch nach der alten ÖNACE 2003. Die doppelte Kodierung wird bis Ende 2010 fortgeführt werden.