Bildungsklassifikation  
International Standard Classification of Education – ISCED 1997

Die revidierte Fassung der International Standard Classification of Education wurde im November 1997 von der UNESCO General Conference angenommen. Sie versteht sich ebenso als konzeptueller wie als methodologischer Rahmen der internationalen Bildungsstatistik und liegt den Datensammlungen und der Berichterstattung von UNESCO, OECD und EUROSTAT zu Grunde.

Die Klassifikation selbst umfasst eine Einteilung der Bildungsebenen und eine Gliederung der Bildungsfelder. Im verabschiedeten UNESCO-Dokument sind die Grundsätze der Klassifikation ausgelegt und die Kategorien abstrakt definiert. Ergänzt wird das Handbuch durch ein Implementierungsmanual der OECD (1999), in dem die Anwendung der Ebenen-Kategorien in unterschiedlichen Situationen expliziert wird und die anfänglichen Zuordnungen der OECD-Staaten dokumentiert sind. Eine aktualisierte Fassung der Zuordnungen findet sich in OECD (2004).

Daneben wurde im Auftrag von CEDEFOP, dem Europäischen Zentrum für die Förderung der Berufsbildung, ein Handbuch der Ausbildungsfelder erarbeitet, das die 25 im UNESCO-Dokument fixierten Bildungsfelder auf einer tieferen Ebene differenziert und systematisch beschreibt. Diese Klassifikation wird im internationalen Kontext verwendet, ohne jemals formell durch ein UNESCO Gremium angenommen worden zu sein. Unter dem Titel „Handbuch der Bildungs- und Ausbildungsfelder" existiert eine spätere Fassung, welche die akademischen Disziplinen stärker differenziert.

Die ISCED 1997 löst die Mitte der 70er Jahren eingeführte International Standard Classification of Education (ISCED 1976) ab. Sie zeichnet sich durch stärkere Differenzierung der Bildungsebenen, besser operationalisierbare Hilfskriterien und eine heutigen Bedingungen angemessenere Perspektive aus (anstatt des Leitmotivs sukzessiver Abfolge stehen nun die unterschiedlichen Durchstiegs- und Ausstiegsmöglichkeiten des Bildungssystems im Vordergrund). Obwohl weiterhin die Grobstruktur Primarbereich, Sekundarbereich und Tertiärbereich unterschieden wird, sind Bildungsstatistiken über den Versionswechsel der ISCED hinweg selbst in dieser Vergröberung zum Teil nicht bruchlos interpretierbar.

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