Importpreiserhebungen

Allgemeines

Als wichtiger Konjunkturindikator für die heimische Wirtschaft und die europäische Wirtschafts- und Währungsunion hat der Importpreisindex die Aufgabe, möglichst kurzfristig (monatlich bzw. quartalsweise) die Preisentwicklung von importierten physischen Gütern zu messen. Darüber hinaus ermöglicht ein Einfuhrpreisindex die Bereitstellung von Indikatoren, die eine Abschätzung der kurzfristigen Preiseinflüsse aus dem Ausland auf das inländische Preisniveau erlauben. Monatlich erfasst werden alle Güter folgender ÖCPA 2008-Klassen: 16.10 (Holz, gesägt und gehobelt), 23.13 (Hohlglas), 25.11 (Metallkonstruktionen), 25.94 (Schrauben, Nieten, Ketten, Federn), 26.20 (Datenverarbeitungsgeräte und periphere Geräte), 26.30 (Geräte und Einrichtungen der Telekommunikationstechnik), 28.11 (Verbrennungsmotoren und Turbinen [ohne Motoren für Luft- und Straßenfahrzeuge]), 28.92 (Bergwerks-, Bau- und Baustoffmaschinen) und 35.11 (Elektrischer Strom). Des Weiteren werden quartalsweise alle Güter der ÖCPA 2008-Abschnitte A-D, also Erzeugnisse der Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei,  der Bergbauerzeugnisse, Steine und Erden, der Hergestellten Waren sowie Energie und Dienstleistungen der Energieversorgung erfasst.

Basis der Preismessung sind Preisinformationen repräsentativer Importprodukte, die von relevanten österreichischen Unternehmen eingeführt werden. Die Datengrundlage für die Berechnung des Importpreisindex bilden die mittels Web-Fragebogen monatlich bzw. quartalsweise bei den ausgewählten Unternehmen erhobenen CIF-Preise (ohne MWSt).

Gesetzliche Grundlagen

EU Rechtsgrundlagen:  
Verordnung (EG) Nr. 1165/98 des Rates vom 19. Mai 1998 über Konjunkturstatistiken sowie die Verordnung (EG) Nr. 1158/2005 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 6. Juli 2005 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1165/98 des Rates über Konjunkturstatistiken.

Nationale Rechtsgrundlagen:  
Verordnung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit und des Bundesministeriums für Finanzen BGBI. II Nr.464/2006 idF BGBI. II Nr.276/2009 vom 31. August 2009.

Zur Datenübermittlung an Statistik Austria stehen den ausgewählten Unternehmen, für die lt. § 10 der Verordnung über die Erstellung von Indizes der Preisentwicklung in der Wirtschaft (BGBl. II 147/2007) Auskunftspflicht besteht, gegenwärtig folgende elektronische Meldemöglichkeit zur Verfügung:

Web-Fragebogen zum Importpreisindex:

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Hier finden Sie weitere Informationen zum Importpreisindex

Kontakt

Mag. Stefan Forsich 
Tel.: +43 (1) 71128-7277  
Fax: +43 (1) 718 07 18