Auskunftspflicht

Die grundsätzliche Auskunftspflicht bezieht sich auf alle Unternehmen (Ein- und Mehrbetriebsunternehmen), unternehmerischen Teilorganisationen (Betriebe und Arbeitsstätten), Arbeitsgemeinschaften sowie Betriebe gewerblicher Art von Körperschaften öffentlichen Rechts, die den Abschnitten B bis N und der Abteilung 95 der ÖNACE 2008 zuzuordnenden Tätigkeiten ausüben oder eine mit diesen Tätigkeiten verbundene Dienstleistung erbringen und diese Wirtschaftstätigkeit selbständig, regelmäßig und in der Absicht zur Erzielung eines Ertrages oder sonstigen wirtschaftlichen Vorteils ausüben.

Das Erhebungskonzept sieht Primärerhebungen bei Unternehmen vor, welche gesetzlich vordefinierte Schwellenwerte überschreiten. Für das Berichtsjahr 2018 kommen folgende Schwellenwerte zur Anwendung:

Produzierender Bereich (Abschnitte B bis F der ÖNACE 2008)

Im Produzierenden Bereich orientiert sich der Schwellenwert grundsätzlich an den Beschäftigten, wobei Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten meldepflichtig sind. Darüber hinaus müssen die in die Erhebung einbezogenen Unternehmen mindestens 90% des Gesamtumsatzes in einem der Wirtschaftszweige gemäß den Abteilungen 05 bis 42 der ÖNACE 2008 bzw. 60% des Gesamtumsatzes in der Abteilung 43 der ÖNACE 2008 abdecken (Deckungsgrad). Wird dieses Kriterium mit der Beschäftigtenschwelle nicht erreicht, so besteht Auskunftspflicht auch über statistische Einheiten mit weniger als 20 Beschäftigten, die am 30. September des der Berichtsperiode entsprechenden Kalenderjahres (für das Erhebungsjahr 2018 ist dies der 30. September 2018) im Zeitraum der diesem Stichtag vorangegangenen zwölf Kalendermonate (für das Erhebungsjahr 2018: von Oktober 2017 bis September 2018) oder im letzten abgeschlossenen Wirtschaftsjahr in Summe einen Umsatz (exklusive Umsatzsteuer) von mindestens 1,5 Millionen € bzw. 2,5 Millionen € (Abteilung 43 der ÖNACE 2008) erzielten. Arbeitsgemeinschaften (ARGEN) sind ab einem Gesamtauftragswert von einer Million Euro, jedoch unabhängig von ihren Beschäftigtenzahlen und ihren Umsatzerlösen) meldepflichtig.

Dienstleistungsbereich (Abschnitte G bis N und Abteilung S95 der ÖNACE 2008)

Im Dienstleistungsbereich orientiert sich der Schwellenwert sowohl an den Umsatzerlösen, die branchenspezifisch unterschiedlich sind. Zusätzlich kommen alternative Beschäftigtenschwellen von 10 oder 20 Beschäftigten, gemessen als Jahresdurchschnitt des jeweiligen Berichtsjahres zur Anwendung.

Die detaillierten Schwellenwerte können dem Dokument „LSE 2018 Schwellenwerte“ (PDF, 341KB) entnommen werden.