Auskunftspflicht

Die grundsätzliche Auskunftspflicht bezieht alle Unternehmen (Ein- und Mehrbetriebsunternehmen), unternehmerischen Teilorganisationen (Betriebe), Arbeitsgemeinschaften sowie Betriebe gewerblicher Art von Körperschaften öffentlichen Rechts ein, die folgenden Abschnitten der ÖNACE 2008 zuzuordnen sind:

  • Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden (Abschnitt B der ÖNACE 2008),
  • Herstellung von Waren (Abschnitt C der ÖNACE 2008),
  • Energieversorgung (Abschnitt D der ÖNACE 2008),
  • Wasserversorgung; Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen (Abschnitt E der ÖNACE 2008) und
  • Bau (Abschnitt F der ÖNACE 2008).

Ab Berichtsmonat Jänner 2014

Entsprechend der novellierten Konjunkturstatistik-Verordnung (BGBl. II Nr. 210/2003 vom 11. April 2003, zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 327/2013 vom 29. Oktober 2013) kommen im Rahmen der Konjunkturerhebung im Produzierenden Bereich ab dem Berichtsmonat Jänner 2014 folgende normierte Schwellenwerte zur Anwendung:

  • Grundsätzliche Auskunftspflicht aller Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten gemäß den EU-Rechtsnormen,
  • unterhalb dieser Beschäftigtenschwelle nur dann, wenn durch die bereits im Sinne der grundsätzlichen Auskunftspflicht einbezogenen Unternehmen gemäß den Abteilungen 05 bis 42 der ÖNACE 2008 weniger als 90% sowie gemäß der Abteilung 43 der ÖNACE 2008 weniger als 60% des Gesamtumsatzes repräsentiert werden. In diesen Fällen sind auch alle Unternehmen auskunftspflichtig, welche am 30. September des der Berichtsperiode vorangegangenen Kalenderjahres im Zeitraum der diesem Stichtag vorangegangenen 12 Kalendermonate in Summe einen Umsatz (exkl. USt.) von mindestens
    • einer Million Euro in den Wirtschaftszweigen gemäß den Abteilungen 05 bis 42 der ÖNACE 2008 oder
    • zwei Millionen Euro im Wirtschaftszweig gemäß der Abteilung 43 der ÖNACE 2008

hatten. Die Bundesanstalt Statistik Österreich hat in weiterer Folge die Umsatzschwellen unter Berücksichtigung der europäischen und nationalen Qualitätskriterien in bis zu fünf Schritten von je 100 000 Euro anzuheben und wieder bis zu diesen Werten abzusenken, wenn das Ende September des laufenden Jahres für das Folgejahr vom österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung prognostizierte Wirtschaftswachstum oder die prognostizierte Wirtschaftsrezession in Form der realen Veränderung des Bruttoinlandsproduktes um jeweils 0,5% ansteigt oder fällt.

Für das Erhebungsjahr 2020 liegen die Umsatzschwellen weiterhin bei 1,5 Mio. Euro (Abteilungen 05 bis 42 der ÖNACE 2008) bzw. 2,5 Mio. Euro (Abteilung 43 der ÖNACE 2008). Die im Berichtsjahr in der Konjunkturerhebung im Produzierenden Bereich geltenden Schwellenwerte können auch dem Dokument „Abgrenzung der Erhebungsmasse 2014 bis 2020“ (PDF; 106 KB) entnommen werden.

Bis einschließlich Berichtsmonat Dezember 2013

Bis einschließlich Berichtsmonat Dezember 2013 kommen im Rahmen der Konjunkturerhebung im Produzierenden Bereich gemäß der Konjunkturstatistik-Verordnung (BGBl. II Nr. 210/2003 vom 11. April 2003, in der Fassung BGBl. II Nr. 315/2007 vom 14. November 2007) folgende normierte Schwellenwerte zur Anwendung:

  • Grundsätzliche Auskunftspflicht aller Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten gemäß den EU-Rechtsnormen,
  • unterhalb dieser Beschäftigtenschwelle nur dann, wenn in einem bestehenden Wirtschaftszweig (ÖNACE 2008 Abteilung) durch die bereits im Sinne der grundsätzlichen Auskunftspflicht einbezogenen Unternehmen weniger als 90% des Gesamtumsatzes repräsentiert werden. In diesen Fällen sind auch alle Unternehmen auskunftspflichtig, welche am 30. September des der Berichtsperiode vorangegangenen Kalenderjahres in Summe einen Umsatz (exkl. USt.) von mindestens einer Million Euro erzielten.
Abgrenzung der Erhebungsmasse im Zeitverlauf (Konjunkturerhebung im Produzierenden Bereich)
AuskunftspflichtBerichtsperioden
Download (PDF, 143 KB)ab Berichtsjahr 2014
Download (PDF, 153 KB)ab Berichtsjahr 2008 bis Berichtsjahr 2013
Download (PDF, 42 KB)von Berichtsjahr 1996 bis Berichtsjahr 2007