Zusatzfragen „Internetnutzung“

Was sind die Mikrozensus-Zusatzfragen zur „Internetnutzung“?

Bei den Mikrozensus-Zusatzfragen zur „Internetnutzung“ handelt es sich um eine Befragung, die einmal jährlich zum selben Zeitpunkt (April bis Juni) in allen EU-Mitgliedsländern mit einer europäisch harmonisierten Methodik bzw. einheitlichen Definitionen durchgeführt wird. In Österreich erfolgt diese Befragung online oder telefonisch im Anschluss an die Mikrozensus-Befragung.

Wozu diese Befragung?

Das Internet ist allgegenwärtig und betrifft nahezu jeden von uns – sei es im Alltag oder im Beruf.

In den letzten 25 Jahren hatte das Internet maßgeblichen Einfluss auf verschiedenste Lebensbereiche, sei es etwa wie wir miteinander kommunizieren, wie wir unsere Nachrichten lesen, wie wir unser Geld verdienen, ausgeben oder verwalten oder einfach womit wir unsere Freizeit verbringen.

  • 1990 wurde die Universität Wien als erster österreichischer Knoten ans Internet angeschlossen – 2021 waren beinahe 81% aller 16- bis 74-Jährigen täglich im Netz
  • 1997 waren die ersten Online-Banking-Systeme im Netz. 2021 wickelten bereits 71% aller Personen im Alter von 16 bis 74 Jahren Ihre Bankgeschäfte online ab.
  • Im selben Jahr etablierten sich die ersten E-Government-Angebote Österreichs (z.B. Help.gv.at), die 2021 von beinahe drei Viertel (73%) genutzt wurden.
  • 2009 wurde der Instant-Messaging-Dienst WhatsApp gegründet. 2021 versendeten bereits 84% aller 16- bis 74-Jährigen Sofortnachrichten.

(Digital Roadmap: Meilensteine der Digitalisierung; BMDW)

Neue Entwicklungen wie das „Internet der Dinge“, das sämtliche Alltagsgegenstände vernetzt – intelligente Waschmaschinen, smarte Kühlschränke, smartes Energiemanagement oder smarte Sicherheitssysteme – können unseren Alltag weiterhin verändern.

Die statistische Erfassung dieser Entwicklungen ist sowohl für die österreichische Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik als auch für die europäischen Entscheidungsträger wichtig.

Wer beauftragt diese Befragung?

Die Befragung wird auf internationaler Ebene vom Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften (Eurostat) und auf nationaler Ebene vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) beauftragt. Sie basiert auf EU-Verordnungen, welche die EU-Mitgliedsländer verpflichten, Daten über den IKT-Einsatz in Haushalten zu übermitteln (siehe: Welche rechtliche Basis gibt es?).

Wer wird befragt?

Jährlich wird eine zufällige, geschichtete Substichprobe aus der Mikrozensus-Stichprobe gezogen. Nur Personen im Alter von 16 bis 74 Jahren werden befragt.

Ist die Befragung gesetzlich verpflichtend?

Kurz und knapp: Nein, die Teilnahme an der Befragung unterliegt keiner gesetzlichen Verpflichtung und beruht daher auf Freiwilligkeit. Dennoch ist Österreich dazu verpflichtet, diese Befragung jährlich durchzuführen. Mit Ihren Angaben verbessern Sie die Datenqualität und stellen somit Weichen für zukünftige politische Entscheidungen. Wir danken Ihnen schon vorab für Ihre Mithilfe!

Welche Fragen werden gestellt?

Im Modul „Internetnutzung“ erwarten Sie Fragen über Ihre persönliche Internetnutzung, z.B. wie oft Sie das Internet nutzen, welche Geräte Sie für die Internetnutzung verwenden, ob Sie in sozialen Netzwerken aktiv sind, Online-Nachrichten lesen oder ob Sie online shoppen.

Modul Internetnutzung 2020 (PDF, 139 KB)

Modul Internetnutzung 2021 (PDF, 889 KB)

Modul Internetnutzung 2022 (PDF, 1032 KB)

Was muss ich tun?

Sie haben einen Avisobrief erhalten, der Sie zur Beantwortung von freiwilligen Zusatzfragen zu Ihrer „Internetnutzung“ einlädt und wissen nicht, was jetzt zu tun ist? Ganz einfach: Nichts.

Im Anschluss an Ihre nächste Mikrozensus-Befragung werden wir Sie bitten, freiwillig Fragen zur „Internetnutzung“ zu beantworten. Sie können die Fragen direkt im Anschluss an Ihre Mikrozensus-Befragung online oder telefonisch beantworten.

Welche rechtliche Basis gibt es?

Durch die rechtliche Basis, die für alle EU-Mitgliedsländer verpflichtend gilt, können die Daten aus den verschiedenen EU-Mitgliedsländern verglichen werden.

Hier finden Sie die EU-Verordnungen, auf denen die Befragung basiert:

Verordnung (EU) 2019/1700 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 10. Oktober 2019 (PDF, 849 KB)

Delegierte Verordnung (EU) 2021/1898 der Kommission vom 20. Juli 2021 (PDF, 530 KB)

Durchführungsverordnung (EU) 2021/1223 der Kommission vom 27. Juli 2021 (PDF, 958 KB)

Wie werden Ihre Daten geschützt?

Die gesammelten Daten werden natürlich streng vertraulich behandelt, wie es durch das Bundesstatistikgesetz und das Datenschutzgesetz vorgegeben ist. Name und Adresse werden nur für den Kontakt durch die Interviewerinnen und Interviewer benötigt. In den Daten, die ausgewertet werden, sind persönliche Informationen wie Namen und Adressen gelöscht. Weiters wird in den Auswertungen auch nicht auf einzelne Personen, sondern nur auf Gruppen Bezug genommen. In den Ergebnissen sind also individuelle Antworten nicht mehr erkennbar. Zum Datenschutz gehört natürlich auch, dass Angaben mit persönlichen Informationen nicht weitergegeben werden dürfen – weder an staatliche Behörden noch an Unternehmen. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserer Datenschutzinformation (PDF, 26 KB).

Wo finde ich die Ergebnisse der Befragung?

Die Ergebnisse der Mikrozensus-Zusatzfragen „Internetnutzung“ stehen Ihnen kostenlos auf unserer Website zur Verfügung. Dort finden Sie neben jährlich aktualisierten Hauptergebnissen in Tabellenform auch grafische Darstellungen. Des Weiteren können Sie Publikationen zu diesem Thema kostenlos herunterladen.

Informationen und Ergebnisse auf europäischer Ebene finden Sie auf der Website von Eurostat.

Aber…?

Haben Sie noch weitere Fragen? Wir stehen Ihnen sehr gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns telefonisch (01) 711 28-8338 oder schreiben Sie uns eine E-Mail unter online@statistik.gv.at.