Zusatzfragen „Internetnutzung“

Was sind die Mikrozensus-Zusatzfragen zur „Internetnutzung“?

Bei den Mikrozensus-Zusatzfragen zur „Internetnutzung“ handelt es sich um eine Befragung, die einmal jährlich zum selben Zeitpunkt (April bis Juni) in allen EU-Mitgliedsländern mit einer europäisch harmonisierten Methodik bzw. einheitlichen Definitionen durchgeführt wird. In Österreich erfolgt diese Befragung online oder telefonisch im Anschluss an die Mikrozensusbefragung.

Wozu diese Befragung?

Das Internet ist allgegenwärtig und betrifft nahezu jeden von uns – sei es im Alltag oder im Beruf.

In den letzten 25 Jahren hatte das Internet maßgeblichen Einfluss auf verschiedenste Lebensbereiche, sei es etwa wie wir miteinander kommunizieren, wie wir unsere Nachrichten lesen, wie wir unser Geld verdienen, ausgeben oder verwalten oder einfach womit wir unsere Freizeit verbringen.

  • 1990 wurde die Universität Wien als erster österreichischer Knoten ans Internet angeschlossen – 2020 waren beinahe 87% aller 16- bis 74-Jährigen täglich im Netz
  • 1997 waren die ersten Online-Banking-Systeme im Netz. 2020 wickelten bereits zwei Drittel (66%) aller Personen im Alter von 16 bis 74 Jahren Ihre Bankgeschäfte online ab.
  • Im selben Jahr etablierten sich die ersten E-Government-Angebote Österreichs (z.B. Help.gv.at), die 2020 von drei Viertel (72%) genutzt wurden.

(Digital Roadmap: Meilensteine der Digitalisierung; BMDW)

Neue Entwicklungen wie das „Internet der Dinge“, das sämtliche Alltagsgegenstände vernetzt – intelligente Waschmaschinen, smarte Kühlschränke, smartes Energiemanagement oder smarte Sicherheitssysteme – können unseren Alltag weiterhin verändern.

Die statistische Erfassung dieser Entwicklungen ist sowohl für die österreichische Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik als auch für die europäischen Entscheidungsträger wichtig.

Wer beauftragt diese Befragung?

Die Befragung wird auf internationaler Ebene vom Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften (Eurostat) und auf nationaler Ebene vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) beauftragt. Sie basiert auf EU-Verordnungen, die die EU-Mitgliedsländer verpflichten, Daten über den IKT-Einsatz in Haushalten zu übermitteln (siehe: Welche rechtliche Basis gibt es?).

Wer wird befragt?

Jährlich wird eine zufällige, geschichtete Substichprobe aus der Mikrozensusstichprobe gezogen. Nur Personen im Alter von 16 bis 74 Jahren werden befragt.

Ist die Befragung gesetzlich verpflichtend?

Kurz und knapp: Nein, die Teilnahme an der Befragung unterliegt keiner gesetzlichen Verpflichtung und beruht daher auf Freiwilligkeit. Dennoch ist Österreich dazu verpflichtet jährlich diese Befragung durchzuführen. Mit Ihren Angaben verbessern Sie die Datenqualität und stellen somit Weichen für zukünftige politische Entscheidungen. Wir danken Ihnen schon vorab für Ihre Mithilfe!

Welche Fragen werden gestellt?

Im Modul „Internetnutzung“ erwarten Sie Fragen über Ihre persönliche Internetnutzung, z.B. wie oft Sie das Internet nutzen, welche Geräte Sie für die Internetnutzung verwenden, ob Sie in sozialen Netzwerken aktiv sind, Online-Nachrichten lesen oder ob Sie online shoppen.

Modul Internetnutzung 2019 (PDF, 163 KB)

Modul Internetnutzung 2020 (PDF, 286 KB)

Modul Internetnutzung 2021 (PDF, 157 KB)

Was muss ich tun?

Sie haben einen Avisobrief erhalten, der Sie zur Beantwortung von freiwilligen Zusatzfragen zu Ihrer „Internetnutzung“ einlädt und wissen nicht was jetzt zu tun ist? Ganz einfach: Nichts.

Im Anschluss an Ihre nächste Mikrozensus-Befragung werden wir Sie bitten, freiwillig Fragen zur „Internetnutzung“ zu beantworten. Sie können die Fragen direkt im Anschluss an Ihre Mikrozensus-Befragung online oder telefonisch beantworten.

Welche rechtliche Basis gibt es?

Durch die rechtliche Basis, die für alle EU-Mitgliedsländer verpflichtend gilt, können die Daten aus den verschiedenen EU-Mitgliedsländern verglichen werden.

Hier finden Sie die EU-Verordnungen, auf denen die Befragung basiert:

Verordnung (EU) 2019/1700 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 10. Oktober 2019 (PDF, 849 KB)

Delegierte Verordnung (EU) 2020/1432 der Kommission vom 14. Juli 2020 (PDF, 569 KB)

Durchführungsverordnung (EU) 2020/1013 der Kommission vom 20. Juli 2020 (PDF, 992 KB)

Wie werden Ihre Daten geschützt?

Die gesammelten Daten werden natürlich streng vertraulich behandelt, wie es durch das Bundesstatistikgesetz und das Datenschutzgesetz vorgegeben ist. Name und Adresse werden nur für den Kontakt durch die Interviewerinnen und Interviewer benötigt. In den Daten, die ausgewertet werden, sind persönliche Informationen wie Namen und Adressen gelöscht. Weiters wird in den Auswertungen auch nicht auf einzelne Personen, sondern nur auf Gruppen Bezug genommen. In den Ergebnissen sind also individuelle Antworten nicht mehr erkennbar. Zum Datenschutz gehört natürlich auch, dass Angaben mit persönlichen Informationen nicht weitergegeben werden dürfen – weder an staatliche Behörden noch an Unternehmen. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserer Datenschutzinformation (PDF, 28 KB).

Wo finde ich die Ergebnisse der Befragung?

Die Ergebnisse der Mikrozensus Zusatzfragen „Internetnutzung“ stehen Ihnen kostenlos auf unserer Website zur Verfügung. Dort finden Sie neben jährlich aktualisierten Hauptergebnissen in Tabellenform auch grafische Darstellungen. Des Weiteren können Sie Publikationen zu diesem Thema kostenlos herunterladen.

Informationen und Ergebnisse auf europäischer Ebene finden Sie auf der Website von Eurostat.

Kontakt

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