COVID-19 Prävalenzstudie

Was ist die COVID-19 Prävalenzstudie?

Diese landesweite Stichprobenerhebung gibt Aufschluss über die Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in der österreichischen Wohnbevölkerung.

Wann findet die Erhebung statt?

Die nächste Erhebung wird zwischen 18. und 30. Mai 2020 durchgeführt und besteht aus einem Fragebogenteil sowie einem Coronavirus-Test.

Wer führt die COVID-19 Prävalenzstudie durch?

Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) führt Statistik Austria die Studie in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Roten Kreuz (ÖRK) sowie der Medizinischen Universität Wien durch.

Welche rechtliche Basis hat die Studie?

Die Durchführung der COVID-19 Prävalenzstudie erfolgt im Auftrag des BMBWF auf Basis folgender Rechtsgrundlagen:

Wie wird man für die Studie ausgewählt?

In einem wissenschaftlichen Zufallsverfahren wurde eine Stichprobe von 3.500 Personen ab 16 Jahren aus dem Zentralen Melderegister (ZMR) gezogen.

Ist die Studienteilnahme gesetzlich verpflichtend?

Es gibt keine gesetzliche Verpflichtung, an der COVID-19 Prävalenzstudie teilzunehmen. Die Teilnahme ist freiwillig. Um ein repräsentatives Bild über die Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in der österreichischen Wohnbevölkerung zu erhalten, ist Statistik Austria jedoch darauf angewiesen, dass möglichst viele der ausgewählten Personen teilnehmen. Dabei wird um Teilnahme unabhängig von vorangegangenen Testungen und deren Ergebnissen gebeten.

Es ist nicht möglich, sich aktiv für die Teilnahme an der Studie zu melden. Ausschließlich Personen, die für die repräsentative Zufallsstichprobe ausgewählt wurden, können befragt und getestet werden. Ebenso gibt es keinen Rechtsanspruch auf die Testung, da diese nur nach Maßgabe der Kapazitäten des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK) und der Medizinischen Universität Wien erfolgen.

Wie läuft die Studie ab?

In einem ersten Schritt erhalten die Personen in der Stichprobe ein Ankündigungsschreiben vom Wissenschaftsministerium (BMBWF) und Statistik Austria mit der Aufforderung, bis 24. Mai 2020 einen Online-Fragebogen auszufüllen. Wer über keinen Internetzugang verfügt, ruft für eine telefonische Befragung an oder erklärt die Bereitschaft zur Teilnahme mittels SMS und wird zeitnah kontaktiert. Die Zustimmung zur Mitwirkung erteilen die Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer zu Beginn des Fragebogens und zusätzlich auch schriftlich vor Durchführung der Testung durch das Österreichische Rote Kreuz. Sie werden im Rahmen der Befragung informiert, wann und wo ihr Coronavirus-Test durchgeführt wird.

Nach der Probenentnahme durch das ÖRK werden die Proben von der Medizinischen Universität Wien ausgewertet, und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Studie werden noch Fragen zu etwaigen Symptomen gestellt. Am Ende wird den Teilnehmenden das Ergebnis ihres Coronavirus-Tests mitgeteilt (etwa 14 Tage nach Probeentnahme).

Welche Fragen werden bei der Erhebung gestellt?

Der für die Erhebung erstellte Fragebogen beinhaltet die folgenden Themenblöcke:

  1. Name und Adresse sowie Kontaktdaten (Telefonnummer, E-Mail-Adresse) der Stichprobenperson, Zustimmung zur Teilnahme, zur Übermittlung der Kontaktdaten und des Geburtsdatums an das ÖRK und die Medizinische Universität Wien, sowie zur Probenentnahme und Analyse. Im Rahmen dieses Themenblocks erfolgen auch Hinweise für den Fall einer positiven COVID-19-Befundung und über das bestehende Widerrufsrecht.
  2. Geschlecht, Alter (Geburtsdatum), Staatsangehörigkeit und Geburtsland, höchster erreichter Bildungsgrad (Bildungsstand), Erwerbsstatus nach eigenen Angaben, Abwesenheit vom Arbeitsplatz, Beruf, Anzahl und Alter (Geburtsdatum) der im Haushalt lebenden Personen.
  3. Allgemeiner Gesundheitszustand, gesundheitliche Risikofaktoren, chronische Krankheiten, potentielle COVID-19-Symptome, COVID-19-Diagnose bzw. Betroffenheit im Umkreis (Familie, Bekannte).
  4. Soziale Kontakte, subjektive Risikowahrnehmung, subjektive Bewertung der Maßnahmen im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Virus.

Wie werden Ihre Daten geschützt?

Statistik Austria nimmt den Schutz Ihrer Daten sehr ernst. Vertrauliche Behandlung, Geheimhaltung und strengster Schutz aller Antworten und Aufzeichnungen sind für uns nicht nur gesetzlicher Auftrag (Bundesstatistikgesetz 2000, Datenschutz-Grundverordnung), sondern die wichtigste Verpflichtung unseren Respondentinnen und Respondenten gegenüber.

Statistik Austria verarbeitet sämtliche Ergebnisse ausschließlich getrennt von Name und Adresse. Nach Abschluss der Statistik werden alle personenbezogenen Daten nicht rückführbar pseudonymisiert, nach einem Jahr werden alle verbliebenen Informationen über die Teilnehmenden endgültig gelöscht.

Ausführliche Datenschutzinformationen zur COVID-19 Prävalenzstudie finden Sie in unserem Datenschutzblatt (PDF, 38 KB).

Was passiert mit den Ergebnissen?

Die Respondentinnen und Respondenten werden über die Ergebnisse ihres Coronavirus-Tests informiert. Die anonymisierten und zu Statistiken zusammengefassten Ergebnisse der COVID-19 Prävalenzstudie werden dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) sowie der (Medien-)öffentlichkeit zur Verfügung gestellt und sind auf der Statistik-Austria-Website öffentlich zugänglich. Die anonymisierten statistischen Ergebnisse dienen zudem der wissenschaftlichen Forschung über das Coronavirus und der damit verbundenen Lebenssituation in der österreichischen Wohnbevölkerung.

Kontakt

Bei Rückfragen zur Erhebung können sich teilnehmende Personen an das Statistik-Austria-Team wenden:

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Tel.: +43 (1) 71128-8338 
covid19@statistik.gv.at 
Mo-Fr 9:00-15:00 Uhr