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Globale Wertschöpfungsketten

Die Erhebung über globale Wertschöpfungsketten (Global Value Chains - GVC) hat zum Ziel, Daten zur wirtschaftlichen Globalisierung von österreichischen Unternehmen und zur Internationalisierung ihrer Produktionsprozesse zu sammeln.

Die Erhebung umfasst die Verlagerung von unternehmensinternen Tätigkeiten in das Ausland („Outsourcing“) und den Bezug und die Lieferung von Waren und Dienstleistungen im Rahmen der betrieblichen Produktionsprozesse vom und in das Ausland. Letztere werden nach ihrem Verwendungszweck gegliedert, um die Positionierung der Unternehmen in den globalen Wertschöpfungsketten bestimmen zu können. Ein im Zeitablauf variabler Fragenblock beleuchtet zudem die Auswirkungen aktueller Ereignisse auf unternehmerische Entscheidungen.

Um EU-weit harmonisierte Daten bereitstellen zu können, wurde das Themengebiet in das Programm der europäischen Verordnung über Unternehmensstatistiken aufgenommen. Die erste verpflichtende Erhebung findet im Juni 2024 statt, die Berichtsperiode der zu meldenden Daten erstreckt sich dabei auf die Jahre 2021 bis 2023. Die Erhebung wird in Folge alle drei Jahre durchgeführt.

Auf europäischer Ebene begründet die Verordnung (EU) 2152/2019 über europäische Unternehmensstatistiken die Notwendigkeit der Datensammlung (verpflichtende Datenlieferung an die EU). Die Bereitstellung der Daten und der Inhalt der Erhebung werden in der Durchführungsverordnung (EU) 2022/918 zur Festlegung technischer Spezifikationen und Einzelheiten für das Thema „Globale Wertschöpfungsketten“ geregelt.

Basierend auf den EU-Vorgaben bildet die Wertschöpfungskettenstatistik-Verordnung 2024 die nationale Rechtsgrundlage und spezifiziert die Umsetzung der unionsrechtlichen Bestimmungen in Österreich. 

Gemäß Bundesstatistikgesetz 2000, § 19 Abs. 2 und 3 werden die Ergebnisse grundsätzlich in solcher Weise veröffentlicht, dass ein Rückschluss auf Angaben über bestimmte Betroffene ausgeschlossen werden kann.

Weitere Informationen zum Schutz der Daten im Rahmen der Erhebung:  

Die Grundgesamtheit für die Erhebung bilden statistische Unternehmen, die 2023 im Jahresdurchschnitt mindestens 50 Beschäftigte aufwiesen und deren Haupttätigkeit in den Abschnitten B bis N der ÖNACE 2008-Klassifikation der Wirtschaftstätigkeiten lag.

Aus dieser Grundgesamtheit wurde von Statistik Austria eine repräsentative Zufallsstichprobe ausgewählt, die hinreichend groß ist, um auf die Daten der Grundgesamtheit schließen zu können. Bei statistischen Unternehmen, die aus mehreren rechtlichen Einheiten bestehen, bildet die beschäftigungsstärkste rechtliche Einheit (hauptrechtliche Einheit) die Erhebungseinheit. Nur diese wird im Rahmen der Erhebung kontaktiert und meldet repräsentativ für das gesamte statistische Unternehmen. Für alle Einheiten in der Stichprobe besteht aufgrund der nationalen Verordnung Auskunftspflicht.

Die Erhebung  über globale Wertschöpfungsketten wird alle drei Jahre durchgeführt, die Berichtsperiode umfasst jeweils die drei vorangegangenen Kalenderjahre. Die Erhebung im Jahr 2024 deckt somit den Zeitraum 2021 bis 2023 ab.

Die Aufforderung zur Meldung und die Zugangsdaten für die elektronische Meldung erhalten die meldepflichtigen Unternehmen ab 3. Juni 2024. Der gesetzliche Einsendetermin ist der 30. Juni 2024. 

Falls die Unternehmen diesen Termin nicht einhalten können, kommt Statistik Austria, mit Hinweis auf die gesetzlich geregelte Auskunftspflicht, gerne mit Fristverlängerungen entgegen.

Zur Datenübermittlung an Statistik Austria steht Ihnen unser Webfragebogen eQuest-Web zur Verfügung.

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Falls Sie einen Gastzugang zu unseren Webfragebögen benötigen, können Sie diesen per E-Mail an eQuest@statistik.gv.at oder telefonisch über unsere Hotline +43 1 711 28-7272 beantragen.

Sie können Ihre Meldung nach entsprechender Registrierung auch über das Unternehmensserviceportal (USP) des Bundes abgeben.

Allgemeine Hotline für Fragen zur Erhebung, Fristverlängerung, Vergabe von Zugangsdaten etc.
Tel.: +43 1 711 28-7272
gvc@statistik.gv.at Mo - Do 07:30 - 16:00 Uhr, Fr 07:30 - 13:00 Uhr
Technische Hotline für Fragen in Zusammenhang mit dem elektronischen Fragebogen
Tel.: +43 1 711 28-8009
helpdesk@statistik.gv.at Mo - Do 07:30 - 16:00 Uhr, Fr 07:30 - 13:00 Uhr
Diese Seite wurde zuletzt am 29.05.2024 aktualisiert.
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