Der Statistische Produktionsprozess (GSBPM)

Statistische Produkte im Rahmen der Amtlichen Statistik decken eine Vielfalt von gesellschafts- und wirtschaftspolitisch relevanten Themen ab. Als statistisches Produkt verstehen sich sämtliche Daten und Studien, die deskriptive sowie analytische Information über die wirtschaftlichen, demographischen, sozialen, ökologischen und kulturellen Gegebenheiten der Gesellschaft als Entscheidungsgrundlage für soziale und/oder ökonomische Fragestellungen, wissenschaftliche Forschung oder internationale Vergleiche beinhalten. Die Methoden der Erstellung, die verwendeten Konzepte und Definitionen sowie die Darstellung der Ergebnisse können abhängig von der Themenstellung verschieden sein. Wie bei jeder Produktionsform gibt es aber gemeinsame fundamentale Produktionsschritte, die den meisten Amtlichen Statistiken zugrunde liegen.

Statistik Austria lehnt sich in der Prozessstruktur an den international etablierten Standard des Generic Statistical Process Model an (GSBPM) an. Dieses Modell, das als sogenannter Non-legal binding Standard innerhalb des Europäischen Statistischen Systems gilt, wurde für die geltenden Erfordernisse der Bundesanstalt adaptiert. Da GSBPM nur die statistischen Kernprozesse abbildet, wurde - um auch unterstützende Prozesse integrieren zu können - GSBPM  auf das Generic Activity Model for Statistical Organisations (GAMSO) erweitert.

In der unten stehenden Abbildung ersieht man die bei Statistik Austria geltende Prozessstruktur und die Beziehungen zu GAMSO und GSBPM: