Im Jahresdurchschnitt 2010 betrug die Gesamtzahl der entgeltlich bewohnten Hauptwohnsitz-Wohnungen etwa 1,9 Millionen. Dazu zählen HWS-Wohnungen, die unter dem Rechtstitel „Hauptmiete“, „Untermiete“ oder „Wohnungseigentum“ benützt werden, sowie Wohnungen unter sonstigen Rechtsverhältnissen, wenn dafür ein Entgelt entrichtet wird. Nicht einbezogen sind somit Wohnungen in Eigennutzung durch Eigentümer eines Gebäudes oder mit unentgeltlicher Nutzung, meist durch nahe Familienangehörige der Eigentümer.
Der durchschnittliche Aufwand pro Wohnung (Miete bzw.
Rückzahlung/Annuität bei Eigentumswohnungen und Betriebskosten –
sowie eventuell enthaltene Heizungs-, Garagen-/Abstellplatzkosten,
alle inkl. MWST) betrug im Jahr 2010 399 € pro Wohnung und lag damit
um 2,9% über dem Durchschnitt 2009 (387 €); mit 5,53 € pro Quadratmeter
Nutzfläche gegenüber 5,42 € war der Anstieg
Hinweis: Im computerunterstützten Fragebogen erscheint bei Folgebefragungen eine Warnung, wenn die Angaben zum Wohnungsaufwand von denen des Vorquartals deutlich abweichen (um mindestens 8%). Ab dem dritten Quartal 2007 wurden im Fall von Eigentumswohnungen „Warnings“ dahingehend aufgenommen, dass bei 20- bis 50%igen Abweichungen zum Vorquartal die Interviewer angewiesen werden, Rückfragen nach der Einhebung bzw. dem Wegfall einer Reparaturrücklage zu stellen. Bei noch höheren Abweichungen muss nach an- bzw. wegfallenden Darlehensrückzahlungen/Annuitäten gefragt werden (zusätzlich Hinweis darauf, dass nur solche, die direkt an die Hausverwaltung entrichtet werden, enthalten sein dürfen). Diese Maßnahmen waren zur mittelfristigen Qualitätssicherung notwendig.
Der höchste Aufwand pro Wohnung (inkl. der enthaltenen Garagen-/Abstellplatzkosten) wurde mit durchschnittlich 443 € in Vorarlberg entrichtet, gefolgt von Salzburg (426 €) und Tirol (412 €). Die westlichen Bundesländer lagen damit relativ weit über dem österreichischen Durchschnitt von 399 €, der dem Aufwand in Oberösterreich und nahezu in Wien (408 €) entsprach (in diesen beiden Bundesländern finden sich allerdings mehr als die Hälfte aller gegen Entgelt benützten Hauptwohnsitzwohnungen mit demgemäß starken Einfluss auf den Durchschnitt). Die Steiermark (378 €), Niederösterreich (375 €), Kärnten (356 €) sowie das Burgenland (355 € - Stichprobenfehler hier allerdings auf ±10% erhöht) bildeten die Schlussgruppe dieser Reihung. Diese Rangordnung traf weitgehend auch auf den durchschnittlichen Aufwand pro Quadratmeter Nutzfläche zu, hier lag aber Salzburg mit 6,13 € an der Spitze, gefolgt von Vorarlberg mit 5,87 € und Wien (5,79 €).