Bruttoinlandsprodukt und Hauptaggregate

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) misst die Produktion von Waren und Dienstleistungen im Inland nach Abzug der Vorleistungen und ergibt sich aus der Summe der Beiträge der einzelnen Wirtschaftsbereiche („Bruttowertschöpfung zu Herstellungspreisen“), plus Gütersteuern minus Gütersubventionen (Entstehung des BIP). Es lässt sich aber auch als Summe der Endverwendungskategorien (Konsum, Investitionen und Exporte), abzüglich der Importe darstellen (Verwendung des BIP), oder als Summe aus Arbeitnehmerentgelt, Betriebsüberschuss/Selbständigeneinkommen und Abschreibungen plus Produktions- und Importabgaben minus Subventionen (Verteilung des BIP).

Eine politisch bedeutende Größe ist das Bruttonationaleinkommen, weil es eine Berechnungsgrundlage für die EU-Eigenmittelfinanzierung darstellt. Es ergibt sich aus dem um den Saldo der grenzüberschreitenden Primäreinkommen bereinigten Bruttoinlandsprodukt.

Wird das Bruttonationalprodukt um die Abschreibungen, den Saldo der grenzüberschreitenden Primäreinkommen und Laufenden Transfers bereinigt, erhält man das Verfügbare Einkommen der Volkswirtschaft.

Die Berechnung der Aggregate zu konstanten Preisen erfolgt gemäß den EU-Verpflichtungen auf der Basis von Vorjahrespreisen. Für die Zeitreihendarstellung werden verkettete Volumenindizes verwendet. Auf Quartalsebene basiert die Berechnung zu konstanten Preisen auf der Methode des „Annual Overlap“.