Im Berichtszeitraum 2015 wurden
Was die Auswirkung auf die Beschäftigung betrifft, waren im Durchschnitt 1,6 Arbeitsplätze (für selbständig und unselbständig Beschäftigte) pro Unternehmensschließung betroffen. Die meisten Beschäftigten pro Schließung waren in den Bereichen „Beherbergung und Gastronomie“ (2,6) und „Bau“ (2,1) zu verzeichnen.
Im Dienstleistungsbereich (ÖNACE 2008- Abschnitte G-S, ohne
Eine Analyse der Unternehmensschließungen 2015 nach Rechtsform zeigt, dass Einzelunternehmen den größten Anteil ausmachten (76,5%), an zweiter Stelle standen Kapitalgesellschaften (12,2%) - der Rest entfiel auf Personengesellschaften und andere Rechtsformen (11,3%). Bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften und anderen Rechtsformen war die Schließungsrate annähernd gleich hoch (7,1% bzw. 7,0%), während sie bei Kapitalgesellschaften (4,2%) unter dem Durchschnitt lag. Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl pro Unternehmensschließung ist bei den Einzelunternehmen (1,4) im Vergleich zu Personengesellschaften und anderen Rechtsformen (2,1) bzw. Kapitalgesellschaften (2,5) relativ niedrig.
Rund 80% der Unternehmensschließungen entfielen auf die Beschäftigtengrößenklasse „0 unselbständig Beschäftigte“; hier war auch die Schließungsrate mit 9,2% am höchsten. 16,8% der Schließungen fanden sich in der Größenklasse zwischen 1 und 4 unselbständig Beschäftigten wieder; geschlossene Unternehmen mit zwischen 5 und 9 bzw. mit 10 oder mehr Beschäftigten machten insgesamt nur 2,6% bzw. 1,2% der Schließungen aus.
Überdurchschnittliche hohe Schließungsraten 2015 unter den Bundesländern wiesen das Burgenland (8,4%), Wien (7,3%) und Kärnten (7,2%) auf. Am niedrigsten waren die Schließungsraten 2015 in den Bundesländern Tirol (5,3%), Vorarlberg (5,5%) und Salzburg (5,7%).
Die Ergebnisse nach Geschlecht zeigen, dass etwas mehr als die Hälfte (50,3%) der geschlossenen Einzelunternehmen im Jahr 2015 von Männern geführt wurden. Hingegen war die Schließungsrate bei von Frauen geführten Einzelunternehmen mit 9,0% deutlich höher als bei Unternehmen, die von Männern geleitet wurden (5,9%).
Insgesamt erhöhten sich die Schließungen von 2007 auf 2015 um 45,2%. Die Anzahlen der Schließungen lagen in den Jahren dieses achtjährigen Betrachtungszeitraums immer unter den Neugründungen.
Bei der Erstellung der Statistik für das Berichtsjahr 2015 erfolgten weitere Kohärenzanpassungen an die Leistungs- und Strukturerhebung.
Die Schließungszahlen der jeweils letzten beiden Berichtsjahre (hier: 2014 und 2015) werden bedingt durch die relativ späte zeitliche Verfügbarkeit der zugrundeliegenden Verwaltungsdatenquellen und den damit verbundenen Verzögerungen als vorläufig ausgewiesen.