Im Jahr 2015 wurden
Hinsichtlich der durch Neugründungen ausgelösten Beschäftigungseffekte wurden 2015 durchschnittlich 1,6 Arbeitsplätze (für selbständig und unselbständig Beschäftigte) pro neu gegründetem Unternehmen geschaffen. Die höchste Beschäftigtenzahl pro Neugründung wiesen die Wirtschaftsbereiche „Beherbergung und Gastronomie“ (3,3) sowie „Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen“, „Bau“ und „Verkehr“ (je 2,0) auf.
Generell war die Neugründungsrate 2015 im Dienstleistungsbereich (ÖNACE 2008 - Abschnitte G-S, ohne
Eine Auswertung der Neugründungen nach Rechtsform zeigt, dass rund Drei Viertel (74,1%) der im Berichtsjahr
2015 neu gegründeten Unternehmen Einzelunternehmen waren
Die Ergebnisse nach Beschäftigtengrößenklasse spiegeln die überwiegend kleinbetriebliche Struktur der österreichischen Wirtschaft wider: Rund 80% der neu gegründeten Unternehmen hatten im Berichtsjahr 2015 keine unselbständig Beschäftigten. 15,1% der Unternehmen hatten bei ihrer Gründung zwischen 1 und 4 unselbständig Beschäftigte; nur 3,2% bzw. 1,4% waren mit zwischen 5 und 9 bzw. mit 10 und mehr unselbständig Beschäftigten erstmals am Markt aktiv. Beim Unternehmensbestand dominierten ebenso Unternehmen mit 0 unselbständig Beschäftigten (56,2%), an zweiter Stelle folgten jene mit zwischen 1 und 4 unselbstständig Beschäftigten (27,7%).
Im Bundesländervergleich hatte Wien 2015 mit 23,9% den größten Anteil an Unternehmensneugründungen. Das zweitstärkste Gründungsgeschehen war in Niederösterreich (18,8%) und das drittstärkste in der Steiermark (14,3%) zu verzeichnen. Die Neugründungsraten in den Bundesländern Burgenland (10,1%), Kärnten (9,0%), Steiermark (8,5%), Niederösterreich (8,2%) sowie Wien (8,1%) lagen über dem Durchschnitt. Unterdurchschnittliche Neugründungsraten entfielen auf die Bundesländer Tirol (6,3%), Salzburg (6,5%), Vorarlberg (6,6%) und Oberösterreich (7,8%).
Die Ergebnisse nach Geschlecht (nur bei Einzelunternehmen) zeigen, dass mehr als die Hälfte (52,2%) der neuen Einzelunternehmen im Jahr 2015 von Frauen gegründet wurden. Die Gründungsrate bei von Frauen gegründeten Unternehmen lag mit 11,0% deutlich höher als jene der von Männern gegründeten Einzelfirmen (6,6%).
Im Zeitverlauf zeigt sich, dass die Anzahl der Neugründungen von 2007 auf 2015 um insgesamt 10,2% anstieg. Einen sehr starken Anstieg gab es im Jahr 2008. Dieser ist hauptsächlich auf die geänderte rechtliche Lage für die 24h-Personenbetreuung im Abschnitt Q „Gesundheits- und Sozialwesen“ und den damit verbundenen sprungartigen Anstieg von Gewerbeanmeldungen in diesem Bereich zurückzuführen.
Bei der Erstellung der Statistik für das Berichtsjahr 2015 erfolgten weitere Konsistenzanpassungen zur Annäherung der Daten an die Leistungs- und Strukturerhebung.
Die Schließungszahlen der jeweils letzten beiden Berichtsjahre (hier: 2014 und 2015) sowie die Neugründungs- bzw. Bestandszahlen des aktuellsten Berichtsjahres (hier: 2015) werden bedingt durch die relativ späte zeitliche Verfügbarkeit der zugrundeliegenden Verwaltungsdatenquellen und den damit verbundenen Verzögerungen als vorläufig ausgewiesen.