Die Überlebensraten einer Gründungskohorte sinken naturgemäß von einem Jahr auf das nächste: Von den im Jahr 2010 neu gegründeten Unternehmen waren ein Jahr später noch 89,2% am Markt tätig. Die 2-jährige Überlebensrate (von 2010 auf 2012) betrug 78,3%; nach drei Jahren waren 66,4% und nach vier Jahren 57,7% dieser Unternehmenskohorte aktiv. Die 5-jährige Überlebensrate beträgt nur mehr 50,7%.
Nach Wirtschaftsbereichen betrachtet, waren die höchsten 5-jährigen Überlebensraten in den Bereichen „Energieversorgung" (73,6%) bzw. „Wasserversorgung und Abfallentsorgung" (67,5%), sowie im „Grundstücks- und Wohnungswesen" (63,4%) und in der „Herstellung von Waren“ (61,2%) zu verzeichnen. Eher niedrig war die Überlebensrate nach 5 Jahren in den Bereichen „Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen“ (40,2%), „Bergbau“ (42,1%), „Verkehr“ (43,0%) oder „Beherbergung und Gastronomie“ (45,0%).
Nach Beschäftigtengrößenklasse betrachtet waren die 5-jährigen Überlebensraten in den Größenklassen „10 und mehr unselbständig Beschäftigte“ (80,4%) sowie „5 bis 9 unselbständig Beschäftigte“ (68,3%) am höchsten. Unternehmen ohne unselbständig Beschäftigte und mit zwischen 1 und 4 unselbständig Beschäftigten überlebten nach 5 Jahren zu 50,9% bzw. 55,7%.
Im Bundesländervergleich wiesen insbesondere Vorarlberg (55,3%), Salzburg (54,8%) und Kärnten (54,5%) überdurchschnittlich hohe 5-jährige Überlebensraten auf. Nur in Wien lag die Überlebensrate nach 5 Jahren unter dem Durchschnitt (43,4%).
Bei der Erstellung der Statistik für das Berichtsjahr 2015 erfolgten
weitere Konsistenzanpassungen zur Annäherung der Daten an die Leistungs-
und Strukturerhebung.
Die Schließungszahlen der jeweils letzten beiden Berichtsjahre (hier: 2014 und 2015) sowie die Neugründungs- bzw. Bestandszahlen des aktuellsten Berichtsjahres (hier: 2015) werden bedingt durch die relativ späte zeitliche Verfügbarkeit der zugrundeliegenden Verwaltungsdatenquellen und den damit verbundenen Verzögerungen als vorläufig ausgewiesen.