Pressemitteilung:
Ein Viertel der Bevölkerung hat 2015 keine Urlaubsreise gemacht, Anteil unter Älteren höher
Wien,
2016
Ein Drittel der Nichtreisenden hat keine Beweggründe, eine Urlaubsreise anzutreten
Mehr als ein Drittel (34,4%) der 1,76 Mio. Nichtreisenden gab an, "keine Beweggründe zum Verreisen" zu haben. 26,7% gaben an, aus "gesundheitlichen Gründen oder eingeschränkter Mobilität" nicht verreisen zu können. 21,7% nannten "finanzielle Gründe", 20,0% "Zeitmangel aufgrund beruflicher Verpflichtungen" und 17,8% "Zeitmangel aufgrund familiärer Verpflichtungen". Nur ein sehr kleiner Anteil der Nichtreisenden (2,3%) hat 2015 aufgrund von Sicherheitsbedenken keine Urlaubsreise angetreten. Personen, die sich aufgrund von Sicherheitsbedenken für ein anderes als das ursprünglich geplante Reiseziel entschieden haben, sind in den Nichtreisenden nicht inkludiert.
Die Hälfte der Über-65 -Jährigen reist aufgrund
gesundheitlicher Probleme nicht
Eine Analyse der Gründe, die gegen eine Urlaubsreise sprechen, zeigt nach soziodemographischen Merkmalen deutliche Unterschiede. Von den über 65-jährigen Nichtreisenden gab etwa die Hälfte (50,5%) an, 2015 aus "gesundheitlichen Gründen" nicht gereist zu sein, und 35,0% dieser Gruppe hatten "keine Beweggründe" für eine Reise. 55- bis 64-Jährige hatten vorwiegend "keine Beweggründe zu verreisen" (37,4%). "Keine Beweggründe zu verreisen" spielten auch für jüngere Personen bis 45 Jahre eine wichtige Rolle (33,4%), neben "keine Zeit aus beruflichen Gründen" (33,1%) und "finanziellen Gründen" (33,2%).
64,2% der nichtreisenden Selbständigen hatten 2015 aus "beruflichen Gründen" keine Zeit für eine Urlaubsreise. Von Arbeiterinnen und Arbeitern wurden am häufigsten "keine Beweggründe" angeführt (40,2%), gefolgt von "keine Zeit aus beruflichen Gründen" (33,7%) und "finanziellen Gründen" (29,9%). Angestellte, Beamtinnen und Beamte sowie Vertragsbedienstete nannten am häufigsten "keine Beweggründe" (33,0%), "keine Zeit aus familiären Gründen" (28,4%) und "finanzielle Gründe" (27,1%). Etwa jeder zweite Arbeitslose reiste 2015 aus "finanziellen Gründen" nicht, Pensionistinnen und Pensionisten aus "gesundheitlichen Gründen" (46,4%) und weil sie "keine Beweggründe zu verreisen" hatten (36,9%).
Nichtreisende Frauen und Männer unterscheiden sich bezüglich des Anteils, der angab, "aus beruflichen Gründen" (Männer 27,4%; Frauen 12,9%) und "aus gesundheitlichen Gründen" (Männer: 21,2%; Frauen 32,0%) nicht verreist zu sein. Während für Männer "keine Beweggründe zu verreisen" (37,2%) das wichtigste Motiv darstellt (Frauen 31,7%), haben "gesundheitliche Gründe" für Frauen ebenso große Bedeutung.
Weitere Informationen zu den Reisegewohnheiten der Österreicherinnen und Österreicher finden Sie auf unserer Webseite. Aktuelle europäische Ergebnisse zum Thema Urlaubsreisen finden Sie auf der Webseite von Eurostat.
Methodische
Informationen, Definitionen: Statistik Austria führt vierteljährlich
Stichprobenerhebungen durch, deren Ziel es ist, das nationale Reiseverhalten
der österreichischen Bevölkerung ab 15 Jahren abzubilden. Jedes Quartal
werden im Rahmen dieser Erhebung rund
Rückfragen zum Thema beantworten in der Direktion
Raumwirtschaft, Statistik Austria:
Dr. Peter LAIMER, Tel.:
DI Dr. Sandra LEBERSORGER, Tel.:
Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber:
Bundesanstalt Statistik Österreich, Redaktion: Mag. Beatrix Tomaschek
1110 Wien, Guglgasse 13, Tel.:
presse@statistik.gv.at © STATISTIK AUSTRIA


