Pressemitteilung: 11.348-159 /16

3,7% mehr Nächtigungen in der 1. Hälfte der Sommersaison 2016

Wien, 2016-08-29 – Für die laufende Sommersaison 2016 (Mai-Juli) wurden 34,31 Mio. Nächtigungen gemeldet, wie aus vorläufigen Ergebnissen von Statistik Austria hervorgeht. Die erste Halbzeit der bis 31. Oktober laufenden Sommersaison wies damit ein Nächtigungsplus von 3,7% gegenüber demselben Zeitraum des Vorjahres auf und erzielte so das beste Ergebnis seit 1993 (35,34 Mio.). Die positive Zwischenbilanz ist dabei sowohl auf inländische (+4,3% auf 10,89 Mio.) als auch ausländische Gästenächtigungen (+3,4% auf 23,42 Mio.) zurückzuführen. Bei der Zahl der Gäste wurde in der Periode Mai bis Juli mit 11,17 Mio. ein neuer Höchstwert (+4,2%) ausgewiesen. Einen Anstieg verzeichneten auch hier inländische (+5,2%) als auch ausländische (+3,7%) Ankünfte.

Nach einer deutlichen Zunahme in der letztjährigen ersten Sommerhälfte (+6,2% auf 11,26 Mio.) konnte die Zahl der deutschen Gäste in der aktuellen bisherigen Sommersaison neuerlich deutlich gesteigert werden (+6,7% auf 12,01 Mio.). Die übrigen ausländischen Herkunftsmärkte entwickelten sich unterschiedlich. Nächtigungszunahmen wurden für Gäste aus der Schweiz und Liechtenstein (+1,6%), aus dem Vereinigten Königreich (+0,4%), aus Belgien (+6,6%) und aus Tschechien (+25,0%) beobachtet. Eine rückläufige Nächtigungsentwicklung wiesen unter anderen die Niederlande (-8,8%), die USA (-2,5%) und Italien (-3,4%) aus. Wie bereits in den vergangenen Monaten verzeichnete Russland den deutlichsten Nächtigungsrückgang mit -19,2% (Tabellen 1 und 2).

Die Nächtigungszahl stieg vor allem in gewerblichen (+11,2%) und privaten (8,5%) Ferienwohnungen deutlich an. Einen Zuwachs von 3,3% verzeichneten auch Hotels der höheren Kategorien (4-/5-Stern).

Juli 2016: Starker Zuwachs deutscher Gäste

Im Juli nahmen inländische wie ausländische Nächtigungen um jeweils 6,6% auf 4,72 Mio. bzw. 12,26 Mio. Zum insgesamt positiven Juliergebnis von 16,98 Mio. trug vor allem der Zuwachs der Übernachtungen aus Deutschland mit 11,7% bei (Tabellen 3 und 4). Trotz der positiven Nächtigungsentwicklung im zweitwichtigsten Sommermonat liegt der Wert für Juli 2016 deutlich unter dem bisherigen Höchstwert des Juli 1980, in dem 23,62 Mio. Nächtigungen verzeichnet wurden.

Bisheriges Kalenderjahr 2016: 4,7% mehr Nächtigungen im Vergleich zum Vorjahr

Ein neuer Höchstwert lag für das bisherige Kalenderjahr 2016 (Jänner bis Juli 2016) mit 87,75 Mio. Übernachtungen (+4,7% gegenüber dem Vorjahreszeitraum) vor. Die Ankünfte erreichten mit einer Zunahme von 5,4% auf 24,58 Mio. ebenfalls einen neuen Spitzenwert (Tabellen 5 und 6).

Detaillierte Ergebnisse auf Bundesländer- und Gemeindeebene bzw. weitere Informationen zur Beherbergungsstatistik finden Sie auf unserer Webseite. Zudem stehen beginnend mit dem Berichtsmonat Jänner 2015 ausgewählte Ergebnisse auf Gemeindeebene unter "Gemeindeergebnisse nach Monaten" zur Verfügung ("Gemeinde-Factsheets").

Methodische Informationen, Definitionen: Im Rahmen der monatlichen Nächtigungsstatistik werden die Ankünfte und Nächtigungen in entgeltlichen Beherbergungsbetrieben in jenen Gemeinden erhoben, die mehr als 1.000 Nächtigungen im Jahr aufweisen. Von den insgesamt 2.102 österreichischen Gemeinden betrifft dies rund 1.550 Berichtsgemeinden, die monatlich Daten an Statistik Austria übermitteln. Die Erhebungseinheiten sind gewerbliche und private Beherbergungsbetriebe, die ihre Daten per statistischem Meldeblatt oder Betriebsbogen an die jeweilige Berichtsgemeinde übermitteln. Für Vorjahresvergleiche werden die aktuellen Monatsdaten mit den Werten der adäquaten Berichtsgemeinden des Vorjahresmonats herangezogen.

 

Tabelle 1: Vorläufige Ankunftsergebnisse der Beherbergungsstatistik im Mai bis Juli 2016
GliederungsmerkmaleAusländische GästeInländische GästeInsgesamt
AbsolutVeränderungAbsolutVeränderungAbsolutVeränderung
In 1.000in %in 1.000In 1.000in %in 1.000In 1.000in %in 1.000
In allen Unterkunftsarten
In Österreich insgesamt7.324,03,7
261,3
3.846,95,2
190,2
11.170,94,2
451,5
Ausgewählte Herkunftsländer
Deutschland3.242,58,3
248,5
      
Niederlande
436,4-2,2
-9,8
      
Schweiz und Liechtenstein388,92,6
9,9
      
USA263,8-0,9
-2,4
      
Italien230,1-3,5
-8,3
      
In gewerblichen Beherbergungsbetrieben1)
In Österreich insgesamt6.644,03,1
199,8
3.559,25,2
175,9
10.203,23,8
375,7
Tabelle 2: Vorläufige Übernachtungsergebnisse der Beherbergungsstatistik im Mai bis Juli 2016
GliederungsmerkmaleAusländische GästeInländische GästeInsgesamt
AbsolutVeränderungAbsolutVeränderungAbsolutVeränderung
In 1.000in %in 1.000In 1.000in %in 1.000In 1.000in %in 1.000
In allen Unterkunftsarten
In Österreich insgesamt23.418,53,4
770,0
10.890,94,3
449,0
34.309,43,7
1.219,0
Ausgewählte Herkunftsländer
Deutschland12.010,16,7
754,1
      
Niederlande1.805,6-8,8
-174,2
      
Schweiz und Liechtenstein1.295,91,6
20,4
      
Vereinigtes Königreich672,80,4
2,7
      
Belgien665,96,6
41,2
      
In gewerblichen Beherbergungsbetrieben1)
In Österreich insgesamt19.778,92,7
520,0
9.896,24,5
426,2
29.675,13,3
946,1

 

Tabelle 3: Vorläufige Ankunftsergebnisse der Beherbergungsstatistik im Juli 2016
GliederungsmerkmaleAusländische GästeInländische GästeInsgesamt
AbsolutVeränderungAbsolutVeränderungAbsolutVeränderung
In 1.000in %in 1.000In 1.000in %in 1.000In 1.000in %in 1.000
In allen Unterkunftsarten
In Österreich insgesamt3.476,68,8
281,2
1.518,39,1
126,6
4.994,98,9
407,8
Ausgewählte Herkunftsländer
Deutschland1.467,515,5
196,9
      
Niederlande288,3-3,1
-9,2
      
Schweiz und Liechtenstein 181,26,3
10,7
      
Tschechische Republik118,935,7
31,3
      
Italien113,68,4
8,8
      
In gewerblichen Beherbergungsbetrieben1)
In Österreich insgesamt3.088,47,8
223,5
1.380,79,1
115,2
4.469,18,2
338,6
Tabelle 4: Vorläufige Übernachtungsergebnisse der Beherbergungsstatistik im Juli 2016
GliederungsmerkmaleAusländische GästeInländische GästeInsgesamt
AbsolutVeränderungAbsolutVeränderungAbsolutVeränderung
In 1.000in %in 1.000In 1.000in %in 1.000In 1.000in %in 1.000
In allen Unterkunftsarten
In Österreich insgesamt12.264,06,6
759,3
4.715,66,6
292,0
16.979,66,6
1.051,3
Ausgewählte Herkunftsländer
Deutschland
5.987,911,7
627,2
      
Niederlande1.208,3-12,3
-169,5
      
Schweiz und Liechtenstein674,11,9
12,6
      
Belgien516,49,2
43,5
      
Tschechische Republik405,038,6
112,8
      
In gewerblichen Beherbergungsbetrieben1)
In Österreich insgesamt10.021,16,0
567,2
4.169,76,9
269,1
14.190,86,3
836,4

 

Tabelle 5: Vorläufige Ankunftsergebnisse der Beherbergungsstatistik im Jänner bis Juli 2016
GliederungsmerkmaleAusländische GästeInländische GästeInsgesamt
AbsolutVeränderungAbsolutVeränderungAbsolutVeränderung
In 1.000in %in 1.000In 1.000in %in 1.000In 1.000in %in 1.000
In allen Unterkunftsarten
In Österreich insgesamt16.965,15,5
884,4
7.619,55,1
369,7
24.584,65,4
1.254,2
Ausgewählte Herkunftsländer
Deutschland7.817,57,3
531,9
      
Niederlande1.313,56,7
82,5
      
Schweiz und Liechtenstein 849,03,9
31,9
      
Vereinigtes Königreich592,86,4
35,7
      
Tschechische Republik535,916,1
74,3
      
In gewerblichen Beherbergungsbetrieben1)
In Österreich insgesamt14.630,84,8
670,1
7.078,35,2
349,9
21.709,14,9
1.020,0
Tabelle 6: Vorläufige Übernachtungsergebnisse der Beherbergungsstatistik im Jänner bis Juli 2016
GliederungsmerkmaleAusländische GästeInländische GästeInsgesamt
AbsolutVeränderungAbsolutVeränderungAbsolutVeränderung
In 1.000in %in 1.000In 1.000in %in 1.000In 1.000in %in 1.000
In allen Unterkunftsarten
In Österreich insgesamt65.468,64,9
3.058,1
22.281,74,0
857,0
87.750,34,7
3.915,1
Ausgewählte Herkunftsländer
Deutschland33.058,56,1
1.900,6
      
Niederlande6.696,13,1
201,3
      
Schweiz und Liechtenstein3.159,14,1
124,4
      
Vereinigtes Königreich2.586,85,6
137,2
      
Belgien2.027,88,9
165,7
      
In gewerblichen Beherbergungsbetrieben1)
In Österreich insgesamt52.155,94,3
2.150,2
20.216,34,1
796,2
72.372,24,2
2.946,5

Rückfragen zum Thema beantworten in der Direktion Raumwirtschaft, Statistik Austria:  
Dr. Peter LAIMER, Tel.: +43 (1) 71128-7849 bzw. peter.laimer@statistik.gv.at und  
Mag. (FH) Jürgen WEIß, BA MA, Tel.: +43 (1) 71128-7974 bzw. juergen.weiss@statistik.gv.at

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