9.049-018/08

2007: 120 Mio. Nächtigungsmarke übertroffen, Allzeithoch bei Zahl der Gäste 
Bisherige Wintersaison 2007/08 deutlich im Plus: Nächtigungen +9,3%, Ankünfte +10,0%

Wien, 2008-01-25 - Im Dezember 2007 wurden laut Statistik Austria rund 9,35 Mio. Übernachtungen gemeldet, das entspricht im Vergleich zum Dezember des Vorjahres einem Plus von 9,3%. Ausländische Touristen nächtigten in Österreich um 9,4%, inländische Gäste, um 9,2% häufiger. Die Gästeanzahl (Ankünfte) konnte um +8,7% auf 2,58 Mio. zulegen, wobei ausländische Gäste um +8,8%, inländische Gäste um +8,2% zunahmen.

Deutsche Gäste nächtigten um 8,2% häufiger als im Dezember 2006 (+302.600 Nächtigungen). Zur positiven Nächtigungsbilanz trugen insbesondere auch Gäste aus dem zweitwichtigsten Herkunftsland, den Niederlanden (+13,1%) bei. Gäste aus Großbritannien  
(–6,3%), aus Italien (–3,9%) und aus den USA (–4,9%) nächtigten weniger oft in Österreich.

Die nächtigungsstärksten Bundesländer Tirol (3,64 Mio. Übernachtungen) und Salzburg (2,04 Mio. Übernachtungen) erreichten Zuwächse in den Nächtigungszahlen von +8,6% und +8,7%. Auch in den übrigen Bundesländern wurden wachsende Nächtigungszahlen gemeldet, die relativ höchsten in Vorarlberg mit +18,3%, die geringsten im Burgenland mit +2,8%.

Im Kalenderjahr 2007 erreichte die Anzahl der Nächtigungen mit insgesamt 121,4 Mio. das Niveau der Mitte der 1990er Jahre (1994: 122,36 Mio.) und konnte im Vergleich zu 2006 um 1,7% zulegen. Damit wurde das siebentbeste, jemals gemessene Nächtigungsergebnis erreicht, das nur von den Ergebnissen der Jahre 1989 bis 1994 übertroffen wurde (Rekordjahr 1992 mit 130,42 Mio. Nächtigungen). Mit knapp 33 Mio. Nächtigungen verbuchten die inländischen Gäste einen neuen Spitzenwert (+2,7% gegenüber 2006); auch die ausländischen Gäste erreichten mit 88,4 Mio. Nächtigungen einen Wert, der mit jenem vergleichbar ist, die Mitte der 1990er Jahre registriert wurden. Die Zahl der Gäste, d. i. die Zahl der Ankünfte, übertrifft neuerlich – wie erstmals bereits 2006 – die 30 Millionengrenze: Die 31,1 Mio. Gästeankünfte entsprechen einem Plus von 3,3% gegenüber 2006 und sind ein bisher nie erreichter Höchstwert. Die Ankünfte der inländischen Gäste stieg um +5,0% auf 10,36 Mio., jene der Gäste aus dem Ausland um +2,4% auf 20,76 Mio. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer sinkt weiter: Lag diese vor 30 Jahren noch bei 6,5 Tagen, so liegt diese dzt. bei knapp 3,9 Tagen.

Auch 2007 konnte der rückläufige Trend bei der Zahl der deutschen Gästenächtigungen nicht gestoppt werden; mit 48,15 Mio. Nächtigungen (-1,3% gegenüber 2006) wurde ein Niveau erreicht, das mit jenem Anfang der 1970er Jahre (1970: 44,53 Mio.) vergleichbar ist. 1981 erreichte die Zahl der Nächtigungen der deutschen Gäste ihren Höchstwert mit 66 Mio. Für andere wichtige Herkunftsländer erhöhte sich die Zahl der Nächtigungen, insbesondere für Gäste aus den Niederlanden (9,09 Mio.; +3,7%), aus Großbritannien (3,93 Mio.; +3,8%), aus der Schweiz (3,7 Mio.; +3,4%) und aus Belgien (2,49 Mio.; +2,9%). Besonders deutlich konnten Gäste aus osteuropäischen Ländern zulegen, deren Nächtigungszahlen z. T. zweistellige Zuwächse erreichten: Bulgarien +35,6%, Rumänien: +75,3%, Polen: +15,9%, Russland: +24,7%

Die Zahl der Nächtigungen in Hotels der höchsten Kategorien (5-/4-Stern) erhöhten sich um +3,6% auf knapp 41 Mio., jene in 3-Stern-Betrieben um +1,2% auf 26,85 Mio. (3-Stern). Die Anzahl der Nächtigungen in 2-/1-Stern-Betrieben blieben weitgehend unverändert (-0,1%), ebenso in privaten Ferienwohnungen/-häuser (+0,1%); Privatquartiere verzeichneten hingegen einen Rückgang (-5,8%) der Nächtigungszahl.

Die Zahl der Nächtigungen nahm in allen Bundesländern zu: Die höchste relative Zunahme verzeichnete das Burgenland mit +4,8%, die geringste Salzburg mit +0,7%. Im nächtigungsstärksten Bundesland Tirol (Anteil: 34,4%) wurden 41,81 Mio. Nächtigungen gemeldet, um 0,2% mehr als im Kalenderjahr 2006. Die Zahl der Inländernächtigungen erhöhte sich in fast allen Bundesländern – Ausnahme ist Salzburg mit -0,9% –, wobei Wien mit +15,7% die höchste Zuwachsrate aufweist. Die Zahl der Ausländernächtigungen wuchs in allen Bundesländern, wobei die Zuwächse zwischen +6,6% in Niederösterreich und +0,2% in Tirol liegen.

Vermutlich als Folge der im Vergleich zur Wintersaison 2006/07 wesentlich günstigeren Schneelage zeigt die Nächtigungsentwicklung für die bisherige Wintersaison 2007/08 (November und Dezember 2007) ein beachtliches Wachstum, wobei die Anzahl der Nächtigungen insgesamt um 9,3% auf 12,97 Mio. zunahm, jene der Ankünfte um +10,0% auf 4,0 Mio. Damit könnte in der gesamten Wintersaison 2007/08 die 60 Mio. Nächtigungsmarke überschritten werden. Die Zunahme der Nächtigungszahl der inländischen Gäste lag mit +8,8% (auf 3,72 Mio.) unter jener von ausländischen Gästen (+9,6% auf 9,26 Mio.). Auch die Zunahme der Ankünftezahl der Inländer lag mit 9,9% um 0,1 Prozentpunkte unter jener der ausländischen Gäste.

In der bisherigen Wintersaison (November, Dezember) nahm die Zahl der Nächtigungen des wichtigsten Herkunftslandes Deutschland deutlich zu (4,85 Mio. Übernachtungen; +8,4%). Gäste aus dem zweitwichtigsten Herkunftsland Niederlande verbuchten mit 0,87 Mio. Nächtigungen ein Plus von 12,7%. Unter den wichtigsten Herkunftsländern waren lediglich die Nächtigungszahlen von Gästen aus Großbritannien und aus den USA rückläufig (–4,2% und  
–2,0%).

Aus allen Bundesländern wurden Zuwächse der Nächtigungszahlen gemeldet. In Tirol nächtigten 4,41 Mio. (+8,1%), in Salzburg 2,52 Mio. (+9,2%) der relativ höchste Zuwachs war in Vorarlberg (+17,8%) festzustellen, die Zahl der Ankünfte konnte in diesem Bundesland sogar um +21,3% zulegen.

Detaillierte Ergebnisse zur Beherbergungsstatistik finden Sie unter

http://www.statistik.at/web_de/statistiken/tourismus/beherbergung/ankuenfte_naechtigungen/index.html

Rückfragen zum Thema beantworten in der Direktion Raumwirtschaft, Statistik Austria:  
Dr. Peter LAIMER, Tel. (01) 71128-7849 bzw. peter.laimer@statistik.gv.at und Christa SCHISCHEG, Tel. (01) 71128-7289 bzw. christa.schischeg@statistik.gv.at

Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber: 
Bundesanstalt Statistik Österreich, Redaktion: Mag. Beatrix Tomaschek 
1110 Wien, Guglgasse 13, Tel.: +43 (1) 71128-7851, Fax: +43 (1) 71128-7088 
e-mail: presse@statistik.gv.at © STATISTIK AUSTRIA