Beschäftigtenindex

Ab Jänner 2018: Neue Basis 2015

Der Beschäftigtenindex in der Industrie (ÖNACE B – E) auf der neuen Basis 2015 erreichte im Jahresdurchschnitt 2018 106,0 Punkte und stieg damit gegenüber dem Jahr 2017 um 3,5%. Im Bau (ÖNACE F) betrug der Jahresdurchschnitt 2018 107,8 Indexpunkte. Damit ergibt sich gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg von 4,5%.

Mit Jänner 2018 wurde der Beschäftigtenindex auf der neuen Basis 2015 berechnet, die alte Basis 2010 wird bis zum Berichtsmonat Dezember 2017 parallel weiter publiziert. Die Berechnungsmethode blieb für den Beschäftigtenindex mit der Basisumstellung 2015 weitgehend unverändert. Nähere Informationen zur Methodik bzw. zur Basisumstellung können Sie unter dem Punkt „mehr“ finden bzw. ab Ende Juli dem geplanten Artikel in den Statistischen Nachrichten 07/2018 entnehmen.

Aktuelle Detailergebnisse finden Sie in den nachstehenden Tabellen.

Der Beschäftigtenindex stellt die Entwicklung der Beschäftigtensituation der Betriebe in den einzelnen Wirtschaftszweigen dar und kann u.a. für Produktivitätsberechnungen verwendet werden. Neben den Beschäftigten insgesamt werden auch die unselbständig Beschäftigten berechnet.

Ergebnisse und ihre Veröffentlichung

Der Beschäftigtenindex für den Produzierenden Bereich wird mit monatlicher Periodizität auf Ebene der Abteilungen und Abschnitte B bis F der ÖNACE 2008 sowie für 5 Hauptgruppen (Zusammenfassung von Wirtschaftszweigen, die überwiegend Vorleistungsgüter, Energie, Investitionsgüter, Gebrauchsgüter oder Verbrauchsgüter produzieren) errechnet und ab dem Berichtsmonat 01/1996 publiziert. Parallel werden bis zum Berichtsmonat 12/2008 die Indexwerte auch noch nach der alten ÖNACE 2003 zur Verfügung gestellt. Ab Jänner 2009 liegen die Indexwerte EU-konform nur mehr nach der ÖNACE 2008 vor.

Erste vorläufige Ergebnisse werden 55 Tage nach Ablauf der Berichtsperiode veröffentlicht, revidierte Werte nach 85 Tagen. Die genauen Zeitpunkte können dem Veröffentlichungskalender entnommen werden. Die aktuellen Werte werden monatlich auch in den Statistischen Übersichten, in STATcube, sowie auf der Website von Eurostat publiziert.

Definition

Seit der Basis 2000 wird der Beschäftigtenindex für die Bereiche Industrie und Bau nach EU-harmonisierten Variablendefinitionen berechnet und veröffentlicht. Während der Beschäftigtenindex nach der alten Definition nur unselbständig Beschäftigte (Arbeiter, Angestellte, Lehrlinge, Heimarbeiter und Teilzeitbeschäftigte) inklusive Fremdpersonal, exklusive verliehenes Personal einbezogen hatte, schließt die EU-harmonisierte Definition selbständig und unselbständig Beschäftigte inklusive des von der Erhebungseinheit verliehenen Personals, jedoch exklusive Fremdpersonal, ein. Für die Rückrechnung der alten Indexreihen gemäß der ÖNACE 2008 wurde die EU-harmonisierte Definition herangezogen.

Um die aktuellen Konjunkturindikatoren analysieren und bewerten zu können, benötigen die Nutzer von Konjunkturstatistiken nicht nur Informationen über die Produktion und die Entwicklung der Erzeugerpreise, sondern auch Angaben und Zahlen über den Arbeitsmarkt, der einen der wichtigsten Input-Faktoren des Wirtschaftsgeschehens darstellt. Man spricht daher von Arbeitsinputindikatoren, zu denen der Beschäftigtenindex, der Index der Bruttolöhne und –gehälter und der Index der geleisteten Arbeitsstunden zählen. Die Erfassung der Arbeitsinputindikatoren dient der Bewertung aktueller Wirtschaftsentwicklungen (Beschäftigung und Volumen der geleisteten Arbeit), der schnellen Prognose der jährlichen Daten der Strukturerhebung (Bruttolöhne und –gehälter), der Bewertung der Produktivität und der Verwendung in den vierteljährlichen Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen.

Umfang und Repräsentativität

Die Datengrundlage für den Beschäftigtenindex bilden die seit Jänner 1996 in monatlichen Abständen durchgeführten Konjunkturerhebungen im Produzierenden Bereich (KJE). Grundsätzlich fließen die Daten aller Meldeeinheiten der Konjunkturstatistik in die Berechnung der Indizes ein, sodass durch den Umfang der Konjunkturerhebungen die Repräsentativität der berechneten Indizes vordeterminiert ist. Mittels KJE werden nach dem Prinzip einer Konzentrationsstichprobe ausschließlich Betriebe bzw. Unternehmen des Produzierenden Bereiches (ÖNACE Abschnitte B-F) befragt, die an einem Stichtag des Vorjahres eine Mindestzahl von Beschäftigten aufweisen bzw. seit dem Berichtsjahr 2008 eine bestimmte Umsatzschwelle überschreiten (sofern bestimmte Repräsentanzkriterien mit der Beschäftigtenschwelle in einem Wirtschafszweig alleine nicht erfüllt werden können). Allerdings wurden ab der Basis 2000 für ÖNACE-Abteilungen mit schwankenden Beschäftigtengrenzen bzw. ab dem Berichtsjahr 2008 mit zum Teil schwankenden Umsatzgrenzen zum Zweck stabiler Beobachtungsmassen einheitliche und gleich bleibende Meldegrenzen für die Indexberechnung und dessen homogenen Verlauf festgelegt bzw. falls erforderlich entsprechende Basiskorrekturen vorgenommen.

Erfassungsbereich neu, Implementierung der ÖNACE 2008

Durch die grundlegenden Revisionen der wirtschaftsstatistischen Klassifikationen im Rahmen der „Operation 2007“ und die Novellierung der nationalen Konjunkturstatistik-Verordnung ergaben sich für die Konjunkturerhebungen im Produzierenden Bereich ab dem Berichtsjahr 2008 einige erhebliche Änderungen, die auch bei der Indexberechnung entsprechend methodisch berücksichtigt werden mussten, wie z.B. die Umstellung der ÖNACE 2003 auf ÖNACE 2008 mit Hilfe von Konversionsfaktoren (PDF, 205KB), Neuabgrenzung der Erfassungsbereiche bzw. Berücksichtigung von neuen Meldeschwellen ab Berichtsmonat Jänner 2008. Nähere Details wurden in den Statistischen Nachrichten 07/2009 (PDF, 546KB) veröffentlicht.

Für den Zeitraum von 1996 bis 2004 wurden die auf der Basis 1995 bzw. 2000 vorliegenden Indizes auf die neuen Klassifikation (ÖNACE 2008) für sämtliche Gliederungsstufen umgerechnet und auf das Jahr 2005 = 100 umbasiert. Ab Berichtsmonat Jänner 2005 wurde eine Neuberechnung der Indizes vorgenommen.

Berechnung

Die Berechnung folgt dem Laspeyres Indexkonzept. Zur Durchführung der Berechnung werden Messzahlen nach Gruppen, Abteilungen und Abschnitten der ÖNACE sowie Verwendungskategorien gebildet, indem das jeweils aktuelle Monatsergebnis durch den monatlichen Durchschnitt des Basisjahres (derzeit 2015) dividiert wird.

Gemäß der EU-Verordnung über Konjunkturstatistiken sind alle 5 Jahre – d.h. in den auf 0 und 5 endenden Jahren – die in der Verordnung vorgesehenen Konjunkturindikatoren auf eine neue Basis zu stellen. Deshalb erfolgte zuletzt eine Basisumstellung auf die neue Basis 2015.

Weitere methodische Erläuterungen

Ergebnisse im Überblick: Konjunkturindikatoren im Produzierenden Bereich 2018 (Basis 2015), ÖNACE 2008

ÖNACE 2008

Beschäftigtenindex Basis 2015, unbereinigt
Beschäftigtenindex Basis 2010, unbereinigt
Beschäftigtenindex Basis 2005, unbereinigt
Beschäftigtenindex Basis 2005, unbereinigt - 1996 bis 2004

ÖNACE 2003

Beschäftigtenindex Basis 2005, unbereinigt
Beschäftigtenindex (2000=100), unbereinigt

BeschäftigtenindexPreis in € *)Kostenloser Download

 
 

Konjunkturindikatoren (2000=100), Produktion und Dienstleistungen

Erscheinungsdatum: 9/2004

 
 

Vergriffen

 
 

(PDF, 3 MB)

 
 

Konjunkturstatistik im Produzierenden Bereich 2018

Erscheinungsdatum: 04/2020

 
 

400,00

150,00

250,00

 
 

(PDF, 9 MB)

 
 

Konjunkturstatistik im Produzierenden Bereich 2017

Erscheinungsdatum: 02/2019

 
 

150,00

250,00

400,00

 
 

(PDF, 6 MB)

 
 

Konjunkturstatistik im Produzierenden Bereich 2016

Erscheinungsdatum: 02/2018

 
 

150,00

250,00

400,00

 
 

(PDF, 6 MB)




Gerhard Graßl Tel. + 43 (1) 71128-7441


Guglgasse 13, 1110 Wien 
Tel.: +43 (1) 71128-7070 
FAX: +43 (1) 71128-7728 
info@statistik.gv.at 
Öffnungszeiten: Mo - Fr 9.00 - 16.00 Uhr