Gewichtung

Im Gegensatz zum Erzeugerpreisindex für Sachgüter ist für den Erzeugerpreisindex für unternehmensnahe Dienstleistungen ein konsistentes Gewichtungssystem á la Makematrix zurzeit in der erforderlichen Detailtiefe nicht vorhanden.  Ein durchschnittlicher Gesamtindex für Dienstleistungen der ÖNACE-Abschnitte G – N und P – S kann daher noch nicht berechnet werden.

Zum jetzigen Zeitpunkt werden lediglich Indizes für die lt. EU VO Nr. 1158/2005 definierten ÖNACE-Kategorien erstellt, die zu einem späteren Zeitpunkt von weiteren Branchenindizes ergänzt werden.

Gewichtungsbasis für Subindizes auf ÖNACE 3- und 4-Stellerebene sind zunächst hausinterne Gewichtungsinformationen (Ergebnisse der LSE bzw. partielle Informationen von Umsatzerhebungen nach Produktkategorien), die allerdings sehr dürftig bzw. nicht detailliert genug sind. Aus diesem Grund müssen für detaillierte DL-Aktivitäten (ÖNACE 6-Steller Ebene) bzw. für einzelne Dienstleistungsprodukte (ÖCPA 6-Steller) Gewichtungsinformationen in Form von Umsatzanteilen im Rahmen von zusätzlichen Erhebungen bei Branchenvertretungen bzw. bei befragten Unternehmen eingeholt werden. Mithilfe dieser „Mikro“- Gewichte werden in weiterer Folge gewogene Durchschnittsmesszahlen je Gliederungsposition berechnet, die mit Gewichtungsdaten zu einem Index je DL-Branche aggregiert werden. Bei nicht vorhandenen Gewichtungsinformationen auf diesen Elementarebenen erfolgt die Aggregation zu Branchenindizes mit Hilfe des geometrischen Mittels.

Aufgrund oben genannter Umstände und des daraus resultierenden erheblichen Aufwandes zur Aufrechterheltung der Aktualität des Gewichtungsschemas, werden Erzeugerpreisindizes für Dienstleistungen als Festbasisindizes nach dem Laspeyres Indexkonzept berechnet, die alle 5 Jahre einer Revision unterzogen werden.


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