Pressemitteilung: 12.140-206/19

Rückgang der Erzeugerpreise des Produzierenden Bereichs im Oktober 2019 um 1,4%

Wien, 2019-11-29 – Im Oktober 2019 erreichte der Erzeugerpreisindex für den Produzierenden Bereich (EPI 2015) laut Statistik Austria 102,3 Punkte (2015=100) und fiel somit gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,4%. Im September und August 2019 war die Jahresveränderungsrate bei -1,1% bzw. -0,8% gelegen. Der Abwärtstrend für Erzeugerpreise des Produzierenden Bereichs hält damit weiter an. Gegenüber dem Vormonat September 2019 blieb der Index unverändert (±0,0%).

Energiepreise fielen um 6,3%, Vorleistungsgüter um 1,4% billiger

Maßgeblich verantwortlich für den Indexrückgang im Oktober 2019 (-1,4%) waren die Preisnachlässe in den Bereichen Energie und Vorleistungsgüter, die im Schnitt um 6,3% bzw. 1,4% gegenüber dem Vorjahresmonat zurückgingen. Schon in den Monaten September 2019 (Energie: -5,4%, Vorleistungsgüter: -1,0%) und August 2019 (Energie: -4,2%, Vorleistungsgüter: -0,7%) wurden in diesen Bereichen deutliche Preisrückgänge beobachtet. Bei den Vorleistungsgütern wirkten sich vor allem die Verbilligungen im Bereich "Metallerzeugung und -bearbeitung" (-4,5%) auf die Indexentwicklung aus. Am stärksten fielen die Preise im Oktober 2019 für die Produktgruppe "Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen" (-6,1%). Der Preisrückgang für die Produktgruppe "sonstige Erzeugnisse der ersten Bearbeitung von Eisen und Stahl" lag bei 5,6%, für "Nichteisen-Metalle und Halbzeug daraus" bei 4,5%. Ein kräftiges Minus verzeichneten bei den Vorleistungsgütern weiters die Produktgruppen "Holz- und Zellstoff, Papier, Karton und Pappe" (-4,6%) sowie "Holz, gesägt und gehobelt" (-2,9%). Die Preise für die Produktgruppe "Erzeugnisse aus Beton, Zement und Gips" legten hingegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,2% zu.

Die Preise für Investitionsgüter waren im Oktober 2019 um 1,1% höher als im Vorjahresmonat (September 2019: +1,1%, August 2019: +1,0%). Im Jahresabstand erhöhten sich vor allem die Preise für die Produktgruppen "Stahl- und Leichtmetallbauerzeugnisse" (+1,7%), "Maschinen für sonstige bestimmte Wirtschaftszweige" (+1,6%) sowie für "Kraftwagen und Kraftwagenmotoren" (+1,5%). Die Produktgruppen "nicht wirtschaftszweigspezifische Maschinen" sowie "Teile und Zubehör für Kraftwagen" fielen im Vergleichszeitraum um jeweils 0,5%.

Im Vergleich zum Oktober 2018 wiesen Konsumgüter eine Teuerung von 1,3% aus (September 2019: +1,4%, August 2019: +1,2%). Die höchsten Zuwächse im Lebensmittelsektor verzeichneten die Preise für "haltbar gemachtes Fleisch und Fleischerzeugnisse" (+6,3%). "Pflanzliche und tierische Öle und Fette" kosteten um 1,5%, "Back- und Teigwaren" um 1,3% mehr als im Oktober 2018. Weiterhin rückläufig waren im Oktober 2019 die Preise für "Milch und Milcherzeugnisse" (-0,4%), wenngleich hier eine Abschwächung der Preisrückgänge zu den Vormonaten (September 2019: -1,0%, August 2019: -1,5%) festgestellt werden konnte.

Erzeugerpreisindex blieb gegenüber September 2019 unverändert

Gegenüber dem Vormonat September 2019 blieben die Erzeugerpreise stabil. Hohe Preisrückgänge gab es im Bereich der "Herstellung von chemischen Erzeugnisse" (-0,9%) sowie in der "Metallerzeugung und -bearbeitung" (-0,7%). Im Monatsabstand gestiegen sind Preise im Bereich der "Energieversorgung" (+0,4%), unverändert blieben sie im "Maschinenbau" (±0,0%).

Detaillierte Ergebnisse bzw. weitere Informationen zum Erzeugerpreisindex für den Produzierenden Bereich finden Sie auf unserer Webseite.

Informationen zur Methodik: Im Basisjahr einer Indexperiode wird die durchschnittliche Jahresmesszahl auf 100 normiert. Die Indexreihe wird mit dem Basisjahr bezeichnet, d. h. die durchschnittliche Messzahl des Index der Erzeugerpreise für den Produzierenden Bereich 2015 beträgt 100,0 im Jahr 2015.

Erzeugerpreisindex für den Produzierenden Bereich1) (Gesamtindex)
 Basisjahr 2015% Vormonat/ 
-periode
% Vorjahresmonat/ 
-periode
2018Jänner101,30,41,3
 Februar101,30,01,2
 März101,30,01,3
1. Quartal 2018 101,30,51,3
 April101,60,31,4
 Mai102,20,62,4
 Juni102,60,43,0
2. Quartal 2018 102,10,82,2
1. Halbjahr 2018 101,7-1,7
 Juli102,80,23,4
 August103,10,33,5
 September103,40,33,3
3. Quartal 2018 103,11,03,4
 Oktober103,80,43,4
 November103,5-0,32,5
 Dezember102,8-0,71,9
4. Quartal 2018 103,40,32,6
Jahresdurchschnitt 2018 insgesamt 102,5-2,4
2019Jänner102,90,11,6
 Februar102,90,01,6
 März102,8-0,11,5
1. Quartal 2019 102,9-0,51,6
 April
103,00,21,4
 Mai102,8-0,20,6
 Juni102,4-0,4-0,2
2. Quartal 2019 102,7-0,20,6
1. Halbjahr 2019 102,8-1,1
 Juli102,60,2-0,2
 August102,3-0,3-0,8
 September102,30,0-1,1
3. Quartal 2019 102,4-0,3-0,7
 Oktober*)102,30,0-1,4

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