Pressemitteilung: 12.121-187/19

Erzeugerpreise des Produzierenden Bereichs fielen im September 2019 um 1,1%

Wien, 2019-10-30 – Im September 2019 erreichte der Erzeugerpreisindex für den Produzierenden Bereich (EPI 2015) laut Statistik Austria 102,3 Punkte (2015=100) und sank somit gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,1%. Im August und Juli 2019 war die Jahresveränderungsrate bei -0,8% bzw. -0,2% gelegen. Damit ließen die Erzeugerpreise des Produzierenden Bereichs im September erneut nach. Im Vergleich zum Vormonat August 2019 blieb der Index stabil (±0,0%).

Der Erzeugerpreisindex fiel im 3. Quartal 2019 um 0,3% gegenüber dem Vorquartal und lag um 0,7% unter dem Niveau des Vorjahresquartals. Nach einer Jahressteigerungsrate von 1,6% im 1. Quartal 2019 schwächte sich diese im 2. Quartal stark ab (+0,6%). Seit Juni 2019 sind die Jahresveränderungsraten des Erzeugerpreisindex im Minus.

Energiepreise um 5,4% und Preise für Vorleistungsgüter um 1,0% unter Vorjahresniveau

Der Indexrückgang im September 2019 (-1,1% gegenüber September 2018) war vor allem auf die rückläufige Preisentwicklung für Energie (-5,4%) und Vorleistungsgüter(-1,0%) zurückzuführen. Im August und Juli 2019 lagen die Veränderungsraten im Bereich Energie bei -4,2% bzw. -2,4% und für Vorleistungsgüter bei -0,7% bzw. -0,6% verglichen mit dem Vorjahresmonat. Bei den Vorleistungsgütern wirkten sich besonders die Preisnachlässe im Bereich "Metallerzeugung und -bearbeitung" (-3,1%) dämpfend auf den Index aus. Am stärksten sanken hier die Preise für die Produktgruppe "Nichteisen-Metalle und Halbzeug daraus" (-4,4%), gefolgt von "sonstigen Erzeugnissen der ersten Bearbeitung von Eisen und Stahl" (-4,3%). Die Produktgruppe "Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen" verbilligte sich gegenüber September 2018 um 3,5%. Deutliche Preisrückgänge verzeichneten bei den Vorleistungsgütern weiters die Produktgruppen "Holz- und Zellstoff, Papier, Karton und Pappe" (-3,9%) sowie "Holz, gesägt und gehobelt" (-2,5%). Einen markanten Preisanstieg gab es hingegen für die Produktgruppe "Erzeugnisse aus Beton, Zement und Gips" (+2,6%).

Investitionsgüter waren im September 2019 im Schnitt um 1,1% teurer als im Vergleichsmonat September 2018 (August 2019: +1,0%, Juli 2019: +1,1%). Preissteigerungen gab es für die Produktgruppen "Maschinen für sonstige bestimmte Wirtschaftszweige" sowie für "Stahl- und Leichtmetallbauerzeugnisse" um jeweils 1,7%. Die Produktgruppe "nicht wirtschaftszweigspezifische Maschinen" verbilligte sich dagegen um 0,5% gegenüber September 2018.

Der Index für Konsumgüter verzeichnete im September 2019 einen durchschnittlichen Anstieg von 1,4% gegenüber dem Vorjahresmonat und wuchs damit ausgeprägter als zuletzt (August 2019: +1,2%, Juli 2019: +1,2%). Ausschlaggebend dafür waren Teuerungen für die Produktgruppe "haltbar gemachtes Fleisch und Fleischerzeugnisse" von 5,5% gegenüber September 2018 (August 2019: +4,6%, Juli 2019: +4,5%). "Back- und Teigwaren" legten um 1,4% zu, "Getränke" um 0,8%. Die Produktgruppen "Obst und Gemüseerzeugnisse" sowie "Milch und Milcherzeugnisse" fielen im Vergleichszeitraum im Schnitt um 1,4% bzw. 1,0%.

Erzeugerpreise blieben gegenüber August 2019 stabil

Gegenüber dem Vormonat August 2019 blieb der Erzeugerpreisindex unverändert. Die stärksten Preisrückgänge gab es in den Bereichen "Metallerzeugung und -bearbeitung" sowie "Herstellung von chemischen Erzeugnissen" (jeweils -0,8%). Anstiege im Monatsabstand gab es hingegen für die Preise in den Bereichen "Sonstiger Fahrzeugbau" (+0,3%) sowie "Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln" (+0,2%).

Detaillierte Ergebnisse bzw. weitere Informationen zum Erzeugerpreisindex für den Produzierenden Bereich finden Sie auf unserer Webseite.

Informationen zur Methodik: Im Basisjahr einer Indexperiode wird die durchschnittliche Jahresmesszahl auf 100 normiert. Die Indexreihe wird mit dem Basisjahr bezeichnet, d. h. die durchschnittliche Messzahl des Index der Erzeugerpreise für den Produzierenden Bereich 2015 beträgt 100,0 im Jahr 2015.

Erzeugerpreisindex für den Produzierenden Bereich1) (Gesamtindex)
 Basisjahr 2015% Vormonat/ 
-periode
% Vorjahresmonat/ 
-periode
2018Jänner101,30,41,3
 Februar101,30,01,2
 März101,30,01,3
1. Quartal 2018 101,30,51,3
 April101,60,31,4
 Mai102,20,62,4
 Juni102,60,43,0
2. Quartal 2018 102,10,82,2
1. Halbjahr 2018 101,7-1,7
 Juli102,80,23,4
 August103,10,33,5
 September103,40,33,3
3. Quartal 2018 103,11,03,4
 Oktober103,80,43,4
 November103,5-0,32,5
 Dezember102,8-0,71,9
4. Quartal 2018 103,40,32,6
Jahresdurchschnitt 2018 insgesamt 102,5-2,4
2019Jänner102,90,11,6
 Februar102,90,01,6
 März102,8-0,11,5
1. Quartal 2019 102,9-0,51,6
 April
103,00,21,4
 Mai102,8-0,20,6
 Juni102,4-0,4-0,2
2. Quartal 2019 102,7-0,20,6
1. Halbjahr 2019 102,8-1,1
 Juli102,60,2-0,2
 August102,3-0,3-0,8
 September*)102,30,0-1,1
3. Quartal 2019*) 102,4-0,3-0,7

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