Pressemitteilung: 12.101-167/19

Erzeugerpreise des Produzierenden Bereichs sanken im August 2019 um 0,8%

Wien, 2019-09-30 – Im August 2019 erreichte der Erzeugerpreisindex für den Produzierenden Bereich (EPI 2015) laut Statistik Austria 102,3 Punkte (2015=100) und fiel somit gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,8%. Im Juli und Juni 2019 war die Jahresveränderungsrate bei jeweils -0,2% gelegen. Damit setzt sich der rückläufige Preistrend auf Herstellerebene fort. Gegenüber dem Vormonat Juli 2019 sank der Index um 0,3%.

Preissenkung im Bereich Energie (-4,2%) und bei Vorleistungsgütern (-0,7%) im August 2019

Hauptverantwortlich für den Indexrückgang im August 2019 (-0,8%) waren die Preissenkungen im Bereich Energie und für Vorleistungsgüter, die im Jahresabstand bei 4,2% bzw. 0,7% lagen. Bereits in den Monaten Juli 2019 (Energie: -2,4%, Vorleistungsgüter: -0,6%) und Juni 2019 (Energie: -1,9%, Vorleistungsgüter: -0,6%) waren hier Preisrückgänge zu verzeichnen. Somit ließen die Erzeugerpreise in diesen Bereichen im August 2019 erneut nach. Bei den Vorleistungsgütern wirkten sich vor allem die Verbilligungen im Bereich "Metallerzeugung und -bearbeitung" (August 2019: -2,7%, Juli 2019: -2,4%, Juni 2019: -3,9%) rückläufig auf den Index aus. Am stärksten fielen im August 2019 die Preise für "Nichteisen-Metalle und Halbzeug daraus" (-4,2%). Der Preisrückgang schwächte sich hier allerdings gegenüber den vergangenen Monaten ab (Juli 2019: -4,9%, Juni 2019: -7,9%). Die Produktgruppe "sonstige Erzeugnisse der ersten Bearbeitung von Eisen und Stahl" verbilligte sich um 3,3%, "Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen" um 2,8%. Markante Preisnachlässe gab es bei den Vorleistungsgütern weiters für die Produktgruppen "chemische Grundstoffe, Düngemittel und Stickstoffverbindungen, Kunststoffe in Primärform und synthetischer Kautschuk in Primärform" (-6,5%) sowie für "Holz- und Zellstoff, Papier, Karton und Pappe" (-3,8%). Die Preise für die Produktgruppe "Erzeugnisse aus Beton, Zement und Gips" (+2,5%) sind hingegen gegenüber dem Vergleichsmonat August 2018 angestiegen.

Investitionsgüter verzeichneten im Vergleich zum August 2018 einen Preisanstieg um 1,0% (Juli 2019: +1,1%, Juni 2019: +1,0%). Deutliche Preiserhöhungen gab es hier bei den Produktgruppen "Stahl- und Leichtmetallbauerzeugnisse" (+1,8%), "Maschinen für sonstige bestimmte Wirtschaftszweige" (+1,5%) sowie "Kraftwagen und Kraftwagenmotoren" (+1,1%). Die Preise für die Produktgruppe "nicht wirtschaftszweigspezifische Maschinen" gingen im Jahresabstand um 0,5% zurück.

Die Erzeugerpreise für Konsumgüter legten im August 2019 um durchschnittlich 1,2% zu (Juli 2019: +1,2%, Juni 2019: +1,1%). Dieser Indexanstieg ist in erster Linie auf Teuerungen für "haltbar gemachtes Fleisch und Fleischerzeugnisse" (+4,5%), "Möbel" (+1,8%) sowie "Getränke" (+0,9%) zurückzuführen. "Back- und Teigwaren" kosteten gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,0% mehr. Der Preisrückgang für "Obst und Gemüseerzeugnisse" fiel im August 2019 mit -1,8% weniger hoch aus als in den Monaten zuvor (Juli 2019: -2,2%, Juni 2019: -3,0%).

Indexrückgang um 0,3% gegenüber Juli 2019

Im Vergleich zum Juli 2019 fiel der Erzeugerpreisindex insgesamt durchschnittlich um 0,3%. Im Monatsabstand sanken besonders die Preise im Bereich "Energieversorgung" (-0,6%). Gegenüber Juli 2019 leicht angestiegen bzw. unverändert waren dagegen die Preise im Bereich der "Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln" (+0,3%), "Herstellung von chemischen Erzeugnissen" (+0,3%) sowie "Maschinenbau" (±0,0%).

Detaillierte Ergebnisse bzw. weitere Informationen zum Erzeugerpreisindex für den Produzierenden Bereich finden Sie auf unserer Webseite.

Informationen zur Methodik: Im Basisjahr einer Indexperiode wird die durchschnittliche Jahresmesszahl auf 100 normiert. Die Indexreihe wird mit dem Basisjahr bezeichnet, d. h. die durchschnittliche Messzahl des Index der Erzeugerpreise für den Produzierenden Bereich 2015 beträgt 100,0 im Jahr 2015.

Erzeugerpreisindex für den Produzierenden Bereich1) (Gesamtindex)
 Basisjahr 2015% Vormonat/ 
-periode
% Vorjahresmonat/ 
-periode
2018Jänner101,30,41,3
 Februar101,30,01,2
 März101,30,01,3
1. Quartal 2018 101,30,51,3
 April101,60,31,4
 Mai102,20,62,4
 Juni102,60,43,0
2. Quartal 2018 102,10,82,2
1. Halbjahr 2018 101,7-1,7
 Juli102,80,23,4
 August103,10,33,5
 September103,40,33,3
3. Quartal 2018 103,11,03,4
 Oktober103,80,43,4
 November103,5-0,32,5
 Dezember102,8-0,71,9
4. Quartal 2018 103,40,32,6
Jahresdurchschnitt 2018 insgesamt 102,5-2,4
2019Jänner102,90,11,6
 Februar102,90,01,6
 März102,8-0,11,5
1. Quartal 2019 102,9-0,51,6
 April
103,00,21,4
 Mai102,8-0,20,6
 Juni102,4-0,4-0,2
2. Quartal 2019 102,7-0,20,6
1. Halbjahr 2019 102,8-1,1
 Juli102,60,2-0,2
 August*)102,3-0,3-0,8

Rückfragen zum Thema beantwortet in der Direktion Volkswirtschaft, Statistik Austria:  
Mag. Ingrid VRABEC, Tel.: +43 (1) 71128-8103 bzw. ingrid.vrabec@statistik.gv.at

Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber: 
Bundesanstalt Statistik Österreich  
1110 Wien, Guglgasse 13, Tel.: +43 (1) 71128-7777 
presse@statistik.gv.at © STATISTIK AUSTRIA