Pressemitteilung: 12.013-079/19

Erzeugerpreise des Produzierenden Bereichs im März 2019 um 1,5% über Vorjahresniveau

Wien, 2019-04-30 – Der Erzeugerpreisindex für den Produzierenden Bereich (EPI 2015) erreichte im März 2019 laut Statistik Austria 102,8 Punkte (2015=100) und stieg somit gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,5%. Im Februar 2019 und Jänner 2019 war die Jahresveränderungsrate bei jeweils +1,6% gelegen. Damit entwickelten sich die Erzeugerpreise im 1. Quartal 2019 relativ stabil. Im Vergleich zum Vormonat Februar 2019 sank der Index leicht um 0,1%.

Der Erzeugerpreisindex fiel im 1. Quartal 2019 gegenüber dem Vorquartal um 0,5%. Im Jahresabstand lag der Index des 1. Quartals 2019 um 1,6% über dem Niveau des Vorjahresquartals (siehe Tabelle).

Preisanstieg für Energie (+3,4%) und Vorleistungsgüter (+1,0%) im März 2019

Der Indexanstieg im März 2019 war geprägt von den Preiserhöhungen im Bereich Energie und für Vorleistungsgüter, die im Schnitt um 3,4% bzw. 1,0% gegenüber dem Vorjahresmonat anzogen. Im Februar 2019 und Jänner 2019 lag die jährliche Veränderungsrate für Energie bei +3,7% bzw. 3,0% und jene für Vorleistungsgüter bei 1,2% bzw. 1,5%. Die Produktgruppe "elektrischer Strom und Dienstleistungen der Elektrizitätsversorgung" verteuerte sich im März 2019 um 3,3% gegenüber dem Vorjahresmonat (Februar 2019: +3,9%, Jänner 2019: +4,8%). Bei den Vorleistungsgütern waren es besonders die Teuerungen im Bereich "Metallerzeugung und -bearbeitung" (+1,5%), die den Index ansteigen ließen. Am stärksten stiegen im März 2019 die Preise für die Produktgruppe "Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen" (+3,1%). Die Preissteigerung für "sonstige Erzeugnisse der ersten Bearbeitung von Eisen und Stahl" lag bei 1,1%. Markante Preisanstiege gab es bei den Vorleistungsgütern außerdem für die Produktgruppe "Holz- und Zellstoff, Papier, Karton und Pappe" (+2,3%). Im Jahresabstand sanken bei den Vorleistungsgütern die Preise für "sonstige chemische Erzeugnisse" (-3,1%) sowie für "chemische Grundstoffe, Düngemittel und Stickstoffverbindungen, Kunststoffe in Primärform und synthetischer Kautschuk in Primärform" (-2,1%). Die Produktgruppe "Nichteisen-Metalle und Halbzeug daraus" lag im März 2019 weiterhin im Minus (-1,1%), obgleich der Preisrückgang nicht mehr so hoch ausfiel wie in den Monaten zuvor (Februar 2019: -2,3%, Jänner 2019: -3,7%).

Investitionsgüter wiesen gegenüber März 2018 einen Preiszuwachs von 1,2% aus (Februar 2019: +1,3%, Jänner 2019: +1,2%). Teuerungen gab es für die Produktgruppen "Maschinen für sonstige bestimmte Wirtschaftszweige" (+2,7%), "Stahl- und Leichtmetallbauerzeugnisse" (+1,9%) sowie für "land- und forstwirtschaftlichen Maschinen" (+1,8%).

Konsumgüter verzeichneten im März 2019 (+0,5%) einen Trend nach oben (Februar 2019: +0,2%, Jänner 2019: +0,4%). Speziell die Preiserhöhungen für "Back- und Teigwaren" (+2,6%), "Möbel" (+1,9%) sowie für "Getränke" (+0,7%) wirkten sich auf die ansteigende Indexentwicklung für Konsumgüter aus. Die Preise für "Obst- und Gemüseerzeugnisse" sowie für "haltbar gemachtes Fleisch und Fleischerzeugnisse" sanken im Vergleichszeitraum um 2,5% bzw. 0,3%.

Erzeugerpreisindex fiel um 0,1% gegenüber Februar 2019

Im Vergleich zum Februar 2019 sank der Erzeugerpreisindex leicht um 0,1%. Die Bereiche "Energieversorgung" sowie "Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus" gingen im Monatsabstand um 1,2% bzw. 0,2% zurück. Preisanstiege verzeichneten hingegen die Bereiche "Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln" (+0,3%) sowie "Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren" (+0,2%).

Detaillierte Ergebnisse bzw. weitere Informationen zum Erzeugerpreisindex für den Produzierenden Bereich finden Sie auf unserer Webseite.

Informationen zur Methodik: Im Basisjahr einer Indexperiode wird die durchschnittliche Jahresmesszahl auf 100 normiert. Die Indexreihe wird mit dem Basisjahr bezeichnet, d. h. die durchschnittliche Messzahl des Index der Erzeugerpreise für den Produzierenden Bereich 2015 beträgt 100,0 im Jahr 2015.

Rückfragen zum Thema beantwortet in der Direktion Volkswirtschaft, Statistik Austria:  
Mag. Ingrid VRABEC, Tel.: +43 (1) 71128-8103 bzw. ingrid.vrabec@statistik.gv.at

Erzeugerpreisindex für den Produzierenden Bereich1) (Gesamtindex)
 Basisjahr 2015% Vormonat/ 
-periode
% Vorjahresmonat/ 
-periode
2018Jänner101,30,41,3
 Februar101,30,01,2
 März101,30,01,3
1. Quartal 2018 101,30,51,3
 April101,60,31,4
 Mai102,20,62,4
 Juni102,60,43,0
2. Quartal 2018 102,10,82,2
1. Halbjahr 2018 101,7-1,7
 Juli102,80,23,4
 August103,10,33,5
 September103,40,33,3
3. Quartal 2018 103,11,03,4
 Oktober103,80,43,4
 November103,5-0,32,5
 Dezember102,8-0,71,9
4. Quartal 2018 103,40,32,6
Jahresdurchschnitt 2018 insgesamt 102,5-2,4
2019Jänner102,90,11,6
 Februar102,90,01,6
 März*)102,8-0,11,5
1. Quartal 2019*) 102,9-0,51,6

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