Pressemitteilung: 11.993-059/19

Erzeugerpreise des Produzierenden Bereichs stiegen im Februar 2019 um 1,6%

Wien, 2019-03-29 – Der Erzeugerpreisindex für den Produzierenden Bereich (EPI 2015) erreichte im Februar 2019 laut Statistik Austria 102,9 Punkte (2015=100) und erhöhte sich somit gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,6%. Im Jänner 2019 und Dezember 2018 war die Jahresveränderungsrate bei +1,6% bzw. +1,9% gelegen. Damit stagnierte das Preiswachstum für Erzeugnisse des Produzierenden Bereichs im Februar 2019. Gegenüber dem Vormonat Jänner 2019 blieb der Index unverändert (±0,0%; siehe Tabelle).

Energiepreise um 3,8% über Vorjahresniveau, Vorleistungsgüter um 1,2% teurer

Hauptverantwortlich für den Indexanstieg im Februar 2019 (+1,6%) waren die Preiserhöhungen im Bereich Energie und für Vorleistungsgüter, die im Jahresabstand um 3,8% bzw. 1,2% zulegten. Im Jänner 2019 und Dezember 2018 lag die jährliche Veränderungsrate für Energie bei +2,9% bzw. +3,5% und jene für Vorleistungsgüter bei +1,5% bzw. +2,3%. Die Preise für die Produktgruppe "elektrischer Strom und Dienstleistungen der Elektrizitätsversorgung" stiegen im Vergleich zum Februar 2018 um 3,9% (Jänner 2019: +4,6%, Dezember 2018: +3,5%). Der Index für Vorleistungsgüter war im Februar 2019 geprägt von den Preisanstiegen im Bereich "Metallerzeugung und -bearbeitung" (+2,0%). In den vorangegangenen Monaten hatte der Preisdruck in diesem Bereich nachgelassen (Jänner 2019: +2,6%, Dezember 2018: +4,7%). Die Produktgruppen "Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen" sowie "sonstige Erzeugnisse der ersten Bearbeitung von Eisen und Stahl" verteuerten sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,6% bzw. 1,1%. Billiger wurden hingegen "Nichteisen-Metalle und Halbzeug daraus" (-2,3%). In der chemischen Industrie wiesen die Preise für die Produktgruppe "chemische Grundstoffe, Düngemittel und Stickstoffverbindungen, Kunststoffe in Primärform und synthetischer Kautschuk in Primärform" (-2,8%) den höchsten Rückgang aus. Die Produktgruppe "sonstige chemische Erzeugnisse" verbilligte sich im Februar 2019 um 0,8%.

Investitionsgüter waren im Februar 2019 im Schnitt um 1,3% teurer als im Vorjahresmonat (Jänner 2019: +1,2%, Dezember 2018: +1,1%). Preisanstiege gab es bei den Produktgruppen "Maschinen für sonstige bestimmte Wirtschaftszweige" (+2,8%), "Stahl- und Leichtmetallbauerzeugnisse" (+2,5%) sowie bei "land- und forstwirtschaftlichen Maschinen" (+1,9%).

Die Erzeugerpreise für Konsumgüter zogen im Februar 2019 durchschnittlich um 0,2% an (Jänner 2019: +0,3%, Dezember 2018: +0,1%). Im Vergleich zum Vorjahresmonat Februar 2018 erhöhten sich speziell die Preise für "pflanzliche und tierische Öle und Fette" (+3,2%), für "Möbel" (+2,1%) sowie für "Milch und Milcherzeugnisse" (+0,8%). Dämpfend wirkten sich die Preisnachlässe für die Produktgruppe "haltbar gemachtes Fleisch und Fleischerzeugnisse" (-0,7%) auf die Indexentwicklung der Konsumgüter aus.

Erzeugerpreise blieben gegenüber Jänner 2019 stabil

Gegenüber dem Vormonat Jänner 2019 blieb der Erzeugerpreisindex unverändert. Die Preise im Bereich "Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden" sowie "Maschinenbau" stiegen innerhalb eines Monats um 0,7% bzw. 0,3%. Hohe Preisrückgänge verzeichneten hingegen die Bereiche "Herstellung von chemischen Erzeugnissen" (-0,4%) sowie "Energieversorgung" (-0,3%).

Detaillierte Ergebnisse bzw. weitere Informationen zum Erzeugerpreisindex für den Produzierenden Bereich finden Sie auf unserer Webseite.

Informationen zur Methodik: Im Basisjahr einer Indexperiode wird die durchschnittliche Jahresmesszahl auf 100 normiert. Die Indexreihe wird mit dem Basisjahr bezeichnet, d. h. die durchschnittliche Messzahl des Index der Erzeugerpreise für den Produzierenden Bereich 2015 beträgt 100,0 im Jahr 2015.

Rückfragen zum Thema beantwortet in der Direktion Volkswirtschaft, Statistik Austria:  
Mag. Ingrid VRABEC, Tel.: +43 (1) 71128-8103 bzw. ingrid.vrabec@statistik.gv.at

Erzeugerpreisindex für den Produzierenden Bereich1) (Gesamtindex)
 Basisjahr 2015% Vormonat/ 
-periode
% Vorjahresmonat/ 
-periode
2018Jänner101,30,41,3
 Februar101,30,01,2
 März101,30,01,3
1. Quartal 2018 101,30,51,3
 April101,60,31,4
 Mai102,20,62,4
 Juni102,60,43,0
2. Quartal 2018 102,10,82,2
1. Halbjahr 2018 101,7-1,7
 Juli102,80,23,4
 August103,10,33,5
 September103,40,33,3
3. Quartal 2018 103,11,03,4
 Oktober103,80,43,4
 November103,5-0,32,5
 Dezember102,8-0,71,9
4. Quartal 2018 103,40,32,6
Jahresdurchschnitt 2018 insgesamt 102,5-2,4
2019Jänner*)102,90,11,6
 Februar*)102,90,01,6

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