Pressemitteilung: 11.975-041/19

Erzeugerpreise des Produzierenden Bereichs erhöhten sich im Jänner 2019 um 1,6%

Wien, 2019-03-01 – Der Erzeugerpreisindex für den Produzierenden Bereich (EPI 2015) erreichte im Jänner 2019 laut Statistik Austria 102,9 Punkte (2015=100) und stieg somit gegenüber Jänner 2018 um 1,6%. Im Dezember und November 2018 war die Jahresveränderungsrate bei +1,9% bzw. +2,5% gelegen. Damit schwächt sich der Preisanstieg für Erzeugnisse des Produzierenden Bereichs weiter ab. Im Vergleich zu Dezember 2018 stieg der Index um 0,1% (siehe Tabelle).

Energiepreise stiegen im Jänner 2019 um 2,9%, Preisanstieg bei Vorleistungsgütern um 1,5%

Die Indexentwicklung im Jänner 2019 (+1,6%) wurde vor allem durch die Preisanstiege im Bereich Energie (+2,9%) und für Vorleistungsgüter (+1,5%) bestimmt. Im Dezember und November 2018 lag die jährliche Veränderungsrate für Energie bei +3,5% bzw. +6,3% und für Vorleistungsgüter bei +2,3% bzw. +2,4%. Der Preistrend für die Produktgruppe "elektrischer Strom und Dienstleistungen der Elektrizitätsversorgung" zeigte im Jänner 2019 (+4,6%) nach oben (Dezember 2018: +3,5%, November 2018: +3,5%). Ausschlaggebend für den Indexanstieg bei den Vorleistungsgütern waren die Teuerungen im Bereich "Metallerzeugung und -bearbeitung" (+2,6%). Die Preise für "Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen" zogen im Jänner 2019 um 5,7% an, verloren jedoch gegenüber Dezember 2018 (+8,9%) und November 2018 (+8,4%) an Dynamik. Nennenswerte Preissteigerungen gab es bei den Vorleistungsgütern im Jänner 2019 auch für die Produktgruppen "Holz- und Zellstoff, Papier, Karton und Pappe" (+4,1%) sowie für "Kunststoffwaren" (+1,1%). Im Vergleich zum Jänner 2018 verbilligte sich hingegen die Produktgruppe "Nichteisen-Metalle und Halbzeug daraus" (-3,7%).

Die Preise für Investitionsgüter wiesen gegenüber dem Vorjahresmonat eine Erhöhung um 1,2% aus, damit entwickelten sich diese in den vergangenen drei Monaten relativ stabil (Dezember 2018: +1,1%, November 2018: +1,1%). Preisanstiege registrierten die Produktgruppen "Maschinen für sonstige bestimmte Wirtschaftszweige" (+2,6%), "Stahl- und Leichtmetallbauerzeugnisse" (+2,3%) sowie "land- und forstwirtschaftliche Maschinen" (+1,7%).

Der Preistrend für Konsumgüter zeigte im Jänner 2019 (+0,3%) nach oben (Dezember 2018: +0,1%, November 2018: -0,1%). Am stärksten verteuert hat sich bei den Konsumgütern im Vergleich zu Jänner 2018 die Produktgruppe "pflanzliche und tierische Öle und Fette" (+10,3%). Die Preise für "Möbel" stiegen um 1,7%, "Getränke" legten um 1,0% zu. Weiterhin im Minus lag im Jänner 2019 die jährliche Veränderungsrate für die Produktgruppe "haltbar gemachtes Fleisch und Fleischerzeugnisse" (Jänner 2019: -0,6%, Dezember 2018: -1,3%, November 2018: -1,8%).

Indexanstieg um 0,1% gegenüber Dezember 2018

Gegenüber dem Vormonat Dezember 2018 stieg der Erzeugerpreisindex durchschnittlich um 0,1% an. Die Bereiche "Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden" sowie "Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen" verteuerten sich innerhalb eines Monats um 0,7% bzw. 0,6%. Im Vergleichszeitraum zurückgegangen sind dagegen die Preise in den Bereichen "Herstellung von chemischen Erzeugnissen" (-1,2%) sowie "Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus" (-0,3%).

Detaillierte Ergebnisse bzw. weitere Informationen zum Erzeugerpreisindex für den Produzierenden Bereich finden Sie auf unserer Webseite.

Informationen zur Methodik: Im Basisjahr einer Indexperiode wird die durchschnittliche Jahresmesszahl auf 100 normiert. Die Indexreihe wird mit dem Basisjahr bezeichnet, d. h. die durchschnittliche Messzahl des Index der Erzeugerpreise für den Produzierenden Bereich 2015 beträgt 100,0 im Jahr 2015.

Rückfragen zum Thema beantwortet in der Direktion Volkswirtschaft, Statistik Austria:  
Mag. Ingrid VRABEC, Tel.: +43 (1) 71128-8103 bzw. ingrid.vrabec@statistik.gv.at

Erzeugerpreisindex für den Produzierenden Bereich1) (Gesamtindex)
 Basisjahr 2015% Vormonat/ 
-periode
% Vorjahresmonat/ 
-periode
2018Jänner101,30,41,3
 Februar101,30,01,2
 März101,30,01,3
1. Quartal 2018 101,30,51,3
 April101,60,31,4
 Mai102,20,62,4
 Juni102,60,43,0
2. Quartal 2018 102,10,82,2
1. Halbjahr 2018 101,7-1,7
 Juli102,80,23,4
 August103,10,33,5
 September103,40,33,3
3. Quartal 2018 103,11,03,4
 Oktober103,80,43,4
 November103,5-0,32,5
 Dezember102,8-0,71,9
4. Quartal 2018 103,40,32,6
Jahresdurchschnitt 2018 insgesamt 102,5-2,4
 Jänner*)102,90,11,6

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