Die österreichische Landwirtschaft ist nach wie vor
vergleichsweise klein strukturiert, der Trend zu größeren Betrieben
ist dennoch ungebrochen: Wurde vor rund 20 Jahren von einem Betrieb
im Durchschnitt eine Gesamtfläche von 31,8 ha bewirtschaftet, so waren
es 2016 bereits 45,0 ha. Bei der landwirtschaftlich genutzten Fläche
(Ackerland, Haus- und Nutzgärten, Dauerkulturen, Dauergrünland) verlief
die Entwicklung mit einer Steigerung von 15,3 ha auf 19,8 ha ähnlich.
Diese Tendenz setzte sich auch in der Tierhaltung
fort: Hielt ein österreichischer Bauernhof vor rund 20 Jahren im Durchschnitt
20 Rinder, so nahm die Herdengröße seitdem kontinuierlich auf 32 Rinder
pro Betrieb zu. Der durchschnittliche Bestand an Schweinen stieg seit
1995 sogar von 35 auf 109 Tiere an.
Von den 162.018 Betrieben wurden 36% im Haupterwerb
und 55% im Nebenerwerb (gesamte Arbeitszeit des Betriebsinhaberehepaars
über bzw. unter 50%) geführt, d. h. rund 91% der land- und forstwirtschaftlichen
Betriebe in Österreich wurden als Familienbetriebe geführt. Bei den
restlichen 9% handelte es sich um Personengemeinschaften bzw. Betriebe
juristischer Personen. Im Vergleich dazu wurden im Jahr 2013 37% aller
Betriebe im Haupterwerb und 55% im Nebenerwerb geführt. Der Anteil
an Personengemeinschaften bzw. Betriebe juristischer Personen betrug
8%.
In der Land- und Forstwirtschaft waren insgesamt 404.734
Personen (-2,3% gegenüber 2013) beschäftigt, darunter 333.178 (82%)
familieneigene Arbeitskräfte. Rund ein Drittel der land- und forstwirtschaftlichen
Betriebe wurde von Frauen geleitet.
Die Auswertung nach Betriebsformen ergab, dass 57.997
(36%) Betriebe ihren Schwerpunkt auf die Haltung von Rindern, Schafen
oder Ziegen legten. 49.913 (31%) Betriebe waren auf Forstwirtschaft
spezialisiert und 20.841 (13%) wurden durch den Anbau von Getreide,
Ölfrüchten, Hackfrüchten, Handelsgewächsen als Marktfruchtbetriebe
klassifiziert.
Als Bergbauernbetriebe, deren Zuordnung aus Verwaltungsdaten
übernommen wurde, konnten 58.716 Betriebe (36%) ausgewiesen werden.
Der Trend zum Biolandbau setzte sich weiter fort:
Laut Agrarstrukturerhebung 2016 wurden 22.508 Betriebe (17%) als Biobetriebe
geführt. Gegenüber dem Jahr 2013 bedeutet dies eine Steigerung um
1.752 Betriebe (+8,4%). Die biologisch bewirtschaftete landwirtschaftlich
genutzte Fläche betrug 570.808 ha. Der Großteil der Biobetriebe fiel
in die Kategorie der Futterbaubetriebe mit dem Produktionsschwerpunkt
in der Haltung von Rindern, Schafen und Ziegen.