Korrigierte Pressemitteilung: 12.155-221/19

Speisefischproduktion aus heimischer Aquakultur 2018 um rund 6% gestiegen

Wien, 2019-12-18 – Rund 4.084 Tonnen Speisefisch wurden im Jahr 2018 österreichweit von 492 einschlägig tätigen Unternehmen in Aquakulturanlagen produziert. Dies entspricht einem Plus von 5,7% gegenüber dem Vorjahr, wie Statistik Austria berichtet. Die Anzahl der österreichischen Speisefischproduzenten stieg gegenüber dem Vorjahr um zehn Unternehmen.

Gesteigert haben sich die Verkaufsmengen im Vergleich zu 2017 bei Regenbogen- bzw. Lachsforellen (+4,2% auf 1.358 Tonnen), Karpfen (+4,3% auf 647 Tonnen), Bach- bzw. Seeforellen (+16,2% auf 461 Tonnen), Elsässer Saiblingen (+49,1% auf 299 Tonnen) und Seesaiblingen (+14,8% auf 272 Tonnen). Rückgänge verzeichneten hingegen Bachsaiblinge (-7,2% auf 511 Tonnen) und Afrikanische Raubwelse (-5,5% auf 421 Tonnen).

Im Jahr 2018 wurden zudem rund 18,7 Mio. Stück Laich (+18,4%) und 20,7 Mio. Jungfische aller Altersstufen (+3,0%) verkauft. Ein großer Teil davon waren Salmoniden wie Regenbogen- bzw. Lachsforellen (2,2 Mio. Stück Laich und 5,0 Mio. Jungfische), Bach- bzw. Seeforellen (3,4 Mio. Stück Laich und 2,8 Mio. Jungfische) sowie Bachsaiblinge (2,2 Mio. Stück Laich und 1,9 Mio. Jungfische).

Trotz Anstiegs der Gesamtproduktion gab es auch 2018 teilweise hohe Einbußen. Als Hauptursachen dafür nannten die Aquakulturproduzenten vor allem Fressfeinde (allen voran Fischotter, Fischreiher und Kormorane) und Wassermangel aufgrund der hohen Temperaturen, gefolgt von Hochwasser sowie Umbau- bzw. Sanierungsarbeiten.

Detaillierte Ergebnisse bzw. weitere Informationen zur Aquakulturproduktion finden Sie auf unserer Webseite.

Informationen zur Methodik, Definitionen: Die Aquakulturerhebung wird seit dem Produktionsjahr 2011 basierend auf der Verordnung des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, BGBl. II Nr. 344/2012 als Vollerhebung für das jeweilige Berichtsjahr durchgeführt.  
Aquakultur ist die Aufzucht oder Haltung von Wasserorganismen (wie Fische, Krebse, Laich usw.) unter Einsatz von Techniken, die das Ziel haben, die Produktion über das unter natürlichen Bedingungen mögliche Maß hinaus zu steigern. Die betreffenden Organismen bleiben während der gesamten Aufzucht oder Haltung, einschließlich Ernte bzw. Fang, Eigentum einer natürlichen oder juristischen Person bzw. Gegenstand von Rechtsansprüchen aus vertraglichen Verpflichtungen (z. B. im Zusammenhang mit dem Besatz von Wildgewässern).  
Aquakulturproduktion bezeichnet die unter diesen Umständen produzierte Fischmenge, die verkauft bzw. abgegeben wird (lebend, roh oder veredelt). Mengen zur Selbstversorgung, Handelsware (Zukauf und unmittelbarer Weiterverkauf von Fischen) sowie Erträge aus der Fischerei (inkl. Anglerwesen/Sportfischerei) zählen nicht zur Aquakulturproduktion und sind somit von der Erhebung ausgenommen.

 

Speisefischproduktion1) in Tonnen 2016 bis 2018
JahrLachsartigeKarpfenartigeSonstige SüßwasserfischeGesamtproduktion
Österreich 20182.912,9713,2458,34.084,3
Österreich 20172.708,3680,9476,53.865,7
Österreich 20162.454,6666,3364,63.485,4

Rückfragen zum Thema beantworten in der Direktion Raumwirtschaft, Statistik Austria:  
DI Martina WIESINGER, Tel.: +43 (1) 71128-7959 bzw. martina.wiesinger@statistik.gv.at und  
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