Verfügbares Einkommen und Verteilungskonten
der privaten Haushalte nach Bundesländern (NUTS 2)
Nach den neuesten Berechnungen der STATISTIK AUSTRIA lag das verfügbare
Einkommen der privaten Haushalte je Einwohner (einschließlich Privater
Organisationen ohne Erwerbszweck) im Jahr 2009 zwischen 19.000 Euro (Kärnten) und 20.500 Euro (Niederösterreich
und Vorarlberg). Die Daten zum primären und sekundären Einkommensverteilungskonto
nach Bundesländern sind konsistent mit den nichtfinanziellen Sektorkonten (Berechnungsstand Oktober 2011) und wurden bis zum Berichtsjahr 1995
zurück revidiert.
Nach Niederösterreich und Vorarlberg folgten die Bundesländer Salzburg
und Wien mit pro Kopf-Werten von 20.200 und 20.100 Euro. Das verfügbare
Einkommen je Einwohner/Einwohnerin lag in Oberösterreich bei 20.000 Euro,
noch über dem Österreichschnitt von 19.900 Euro. Die privaten Haushalte
im Burgenland und in Tirol hatten 2009 19.500 Euro Einkommen zur Verfügung.
Die geringsten Einkommen wiesen die privaten Haushalte in der Steiermark
(19.300 Euro) und in Kärnten (19.000 Euro) auf. Anzumerken ist, dass
die Unterschiede zwischen den Bundesländern bei den Pro-Kopf-Werten
des verfügbaren Einkommens sehr gering sind. Bei der längerfristigen
Betrachtung (1995-2009) der per capita-Werte in Relation zum Österreichniveau
ist eine spürbare Verringerung der Disparitäten zwischen den Bundesländern
festzustellen.
Das Primäreinkommen (=Saldo des primären Einkommensverteilungskonto)
der privaten Haushalte ist jenes Einkommen, das den privaten Haushalten
als Erwerbs- und Vermögenseinkommen zukommt, weil sie sich am Produktionsprozess
beteiligen. Das Konto der primären Einkommensverteilung setzt sich auf der
Aufkommensseite aus dem Betriebsüberschuss/Selbständigeneinkommen,
dem Arbeitnehmerentgelt und dem Vermögenseinkommen zusammen. Auf der
Verwendungsseite ist das (gezahlte) Vermögenseinkommen abgebildet.
Das Konto der sekundären Einkommensverteilung bildet die Umverteilung
des (Primär-) Einkommens durch monetäre Transfers (Einkommen- und
Vermögenssteuern, Sozialbeiträge, monetäre Sozialleistungen, sonstige
laufende Transfers) ab. Der Saldo des sekundären Einkommensverteilungskontos
des Sektors private Haushalte ist das Verfügbare Einkommen.