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Regionales BIP und Hauptaggregate nach Wirtschaftsbereichen und Bundesländern (NUTS 2)

Die Regionalen Gesamtrechnungen berechnen für die Bundesländer Bruttoregionalprodukt (BRP, regionales BIP) und zusätzlich nach Wirtschaftsbereichen folgende Aggregate: Bruttowertschöpfung zu Herstellungspreisen, Erwerbstätige (insgesamt und Arbeitnehmer), Arbeitnehmerentgelt und Bruttoanlageinvestitionen. Erstmals wurden auch Berechnungen zum Arbeitsvolumen (Definition), gegliedert nach Wirtschaftsbereichen (A6-Aggregation), durchgeführt und publiziert.

Im Zuge der Erstellung der oben genannten wirtschaftlichen Kenngrößen auf der NUTS 2 Ebene erfolgte eine Revision der Zeitreihen bis 2005 zurück. Bei der Betrachtung der BRP-je-Einwohner-Zahlen ist zu beachten, dass die Werte für die Wohnbevölkerung bis zum Berichtsjahr 2001 zurückrevidiert wurden. Durch eine Revision der Selbständigen auf nationaler Ebene kam es auch auf regionaler Ebene zu einer Anpassung der Zeitreihe bis 1995 zurück.

Bruttoregionalprodukt und Bruttowertschöpfung zu Herstellungspreisen, absolut

Wien konnte 2007 weiterhin seine Spitzenstellung mit einem Anteil von 26,7% am BIP beibehalten. Oberösterreich und Niederösterreich trugen 16,5% bzw. 15,6% zum BIP bei. Dies zeigen die neuesten Berechnungen der Statistik Austria. Den geringsten Anteil am BIP wiesen wie auch in den letzten Jahren Burgenland (2,2%) und Vorarlberg (4,6%) auf.

Bruttoregionalprodukt je Einwohner

Das Bruttoregionalprodukt je Einwohner ermöglicht einen Vergleich der Wirtschaftskraft der Bundesländer. Mit 43.300 Euro je Einwohner lag Wien 2007 mit deutlichem Abstand wieder an der Spitze, gefolgt von Salzburg (37.300 Euro) und Tirol (34.200 Euro). Auch Vorarlberg lag mit 34.000 Euro  über dem Österreichschnitt (32.600 Euro). Unter dem Bundesdurchschnitt folgten Oberösterreich (31.800 Euro), und, relativ weit abgeschlagen, die Steiermark, Kärnten und Niederösterreich mit Werten zwischen 26.600 Euro  und 28.200 Euro. Das Schlusslicht bildete weiterhin das Burgenland mit 21.600 Euro.

Man sollte dabei jedoch bedenken, dass sich das BRP auf den Ort der Leistungserstellung (Arbeitsort) bezieht, während die dazu in Relation gesetzten Einwohnerzahlen auf den Wohnort bezogen sind; d.h. dass regionsüberschreitende Pendlerbewegungen unberücksichtigt bleiben. So stellen z.B. das Burgenland oder Teile Niederösterreichs traditionelle Auspendlerregionen dar.

Arbeitsvolumen

Das Arbeitsvolumen (tatsächlich geleistete Arbeitsstunden, Definition) ist in Österreich seit 1995 kontinuierlich gestiegen – die durchschnittliche jährliche Veränderungsrate im Zeitraum 1995 – 2007 betrug 0,8%. Auch sämtliche Bundesländer entwickelten sich positiv, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß. Tirol erzielte mit einer durchschnittlichen jährlichen Veränderungsrate von 1,2% den größten relativen Zuwachs, gefolgt von Salzburg und Oberösterreich (jeweils 1,0%). Das geringste relative Wachstum fand im Burgenland und in Niederösterreich statt (jeweils 0,5%).

In absoluten Zahlen wurden im Jahr 2007 die meisten Arbeitsstunden in Wien geleistet (knapp 1,5 Mrd.), gefolgt von Ober- und Niederösterreich (rund 1,2 bzw. 1,1 Mrd. Stunden) sowie der Steiermark (rund 1,0 Mrd.). Diese vier Bundesländer deckten über 70% des Arbeitsvolumens in Österreich ab. Der Wirtschaftsbereich „Handel, Beherbergung und Gaststätten, Verkehr und Nachrichtenübermittlung“ (ÖNACE 2003-Abschnitte G bis I) hatte 2007 in fast allen Bundesländern den größten Anteil am Arbeitsvolumen, besonders hoch war er in Salzburg und Tirol. Eine Ausnahme bildete Wien, wo der Wirtschaftsbereich „Erbringung sonstiger Dienstleistungen“ (ÖNACE-Abschnitte L bis P) an der Spitze lag. Weiters ist für Wien – wenig überraschend – der geringe Anteil des Produzierenden Bereichs und der Land- und Forstwirtschaft charakteristisch. Im Gegensatz dazu haben vor allem das Burgenland, die Steiermark, Niederösterreich und Kärnten überdurchschnittlich hohe Anteile in der Land- und Forstwirtschaft. Auffallend hohe Anteile im Produzierenden Bereich weisen Vorarlberg und Oberösterreich auf.

Tabelle(n):
Bruttoregionalprodukt 2007 nach Bundesländern: im ÜberblickHTMLPDFXLS
Bruttoregionalprodukt 1995-2007 nach Bundesländern: absolut und je EinwohnerHTMLPDFXLS
Bruttowertschöpfung zu Herstellungspreisen 1995-2007 nach Bundesländern: im ÜberblickHTMLPDFXLS
Bruttowertschöpfung zu Herstellungspreisen 1995-2007: nach Bundesländern und WirtschaftsbereichenPDFXLS
Erwerbstätige (Arbeitsortkonzept) 1995-2007 nach Bundesländern: im ÜberblickHTMLPDFXLS
Erwerbstätige (Arbeitsortkonzept) 1995-2007: nach Bundesländern und WirtschaftsbereichenPDFXLS
Arbeitnehmer (Arbeitsortkonzept) 1995-2007: nach Bundesländern und WirtschaftsbereichenPDFXLS
Arbeitsvolumen (Arbeitsortkonzept) 2007 nach Bundesländern und Wirtschaftsklassifikation A6: im ÜberblickHTMLPDFXLS
Arbeitsvolumen (Arbeitsortkonzept) 1995-2007: nach Bundesländern und Wirtschaftsklassifikation A6PDFXLS
Arbeitnehmerentgelt 1995-2007: nach Bundesländern und WirtschaftsbereichenPDFXLS
Bruttoanlageinvestitionen 1995-2007: nach Bundesländern und WirtschaftsbereichenPDFXLS
Thematische Karte(n):
Bruttoregionalprodukt je Einwohner 2007 nach BundesländernPDFGIF