Im Jahr 2009 ereigneten sich auf Österreichs Straßen
Längerfristig betrachtet waren die Rückgänge bei der Zahl der Unfälle und Verletzten weitaus geringer als bei jener der Verkehrstoten. Seit dem Jahr 2000 sank die Zahl der Verkehrstoten kontinuierlich, nämlich um insgesamt 35%. Bei den Unfällen und Verletzten betrug der Rückgang im gleichen Zeitraum jedoch nur jeweils rund 10%.
Die Statistik Austria hat für das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) und die Bundesanstalt für Verkehr (BAV) eine Reihe von übersichtlichen, kostenlos online verfügbaren Broschüren – Basic Fact Sheets sowie einen Statistischen Jahresreport 2009 (English Version) – erstellt, die einen Einblick in die Straßenverkehrssituation für das Jahr 2009 und die letzten 10 Jahre geben. Behandelt werden z. B. die Themen "Autobahnen", "Alkohol", "Kinder", "Jugendliche", "Radfahrer", etc.
Die Zahl der Alkoholunfälle sowie jene der dabei verletzten und getöteten Personen sind im Jahr 2009 deutlich gesunken. Weniger Alkoholunfälle als 2008 gab es vor allem in den Monaten Februar, März, Juni, Juli und November.
Dennoch war im Berichtsjahr jeder 15. Unfall ein Alkoholunfall
(6,6%). Konkret ereigneten sich
Grundsätzlich muss man davon ausgehen, dass die Zahl der Alkoholunfälle und deren Opfer tatsächlich höher sind, weil Getötete und Bewusstlose im Allgemeinen nicht auf Alkoholisierung untersucht werden.
Betrachtet man die Zahl der Verunglückten nach der
Art ihrer Beteiligung am Verkehr, so zeigt sich beim Pkw eine Abnahme
der Zahl der Verletzten
Die Zahl der verletzten Motorradfahrer erhöhte sich
um 4% auf
Insgesamt wurden gegenüber 2008 um rund 5% weniger Moped- und Kleinmotorradfahrer (Lenker und Mitfahrer) verletzt, die Zahl der Getöteten nahm – im Gegensatz zur Gesamtzahl der Verkehrstoten – aber zu (von 25 auf 30).
Weiter gestiegen ist die Zahl der verunglückten 15-jährigen Mopedlenker, jedoch in einem geringeren Ausmaß als in den Jahren davor.
Die Zahl der im Straßenverkehr verletzten Radfahrer
ging auf
Es gab auch weniger verletzte Fußgänger im Straßenverkehr als im Jahr 2008, die Zahl der getöteten Fußgänger (101) blieb nahezu unverändert.
Bei
Die meisten der verletzten (42%) und getöteten (40%) Kinder waren Mitfahrer in einem Pkw. Seit Einführung der Kindersicherungspflicht im Jahr 1994 stieg die Quote gesichert mitgeführter Kinder stetig. 2009 waren rund 95% der in einem Pkw verunglückten Kinder zum Zeitpunkt des Unfalles gesichert. Dabei sei jedoch auf die Wichtigkeit der richtigen Kindersicherung hingewiesen, das heißt, dass auf Alter, Gewicht und Größe der Kinder abgestimmte Rückhaltevorrichtungen zu verwenden sind.
Ziel des österreichischen Verkehrssicherheitsprogramms 2002 – 2010 ist eine Reduktion der Zahl der Getöteten um 50% und der Zahl der Unfälle um 20%.
Die für das Jahr 2009 errechneten Zielvorgaben wurden
jedoch, wie auch schon in den Jahren davor, deutlich überschritten:
um rund
Um das für 2010 angestrebte Ziel zu erreichen, wäre
ein Rückgang um rund
| Verletzte bei Straßenverkehrsunfällen 2009 nach Gemeinden | ||
|---|---|---|
| Tote bei Straßenverkehrsunfällen 2009 nach Gemeinden |