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Unfälle mit Personenschaden

Weniger Unfälle, weniger Opfer: Straßenverkehr forderte 2009 geringsten Tribut seit 1961

Im Jahr 2009 ereigneten sich auf Österreichs Straßen 37.925 Verkehrsunfälle mit Personenschaden, bei denen 49.158 Personen verletzt und 633 Personen getötet wurden. Gegenüber dem Jahr 2008 verringerte sich die Zahl der Unfälle somit um 3,2%, jene der Verletzten um 2,7%, und die Zahl der Todesopfer sank um 6,8%. Vor allem bei der Zahl tödlich Verunglückter fiel der Rückgang deutlich stärker aus als in den letzten Jahren, und bei allen drei Größen wurden die bisher niedrigsten Werte seit Beginn der einheitlich geführten Verkehrsunfallstatistik im Jahr 1961 verzeichnet.

Längerfristig betrachtet waren die Rückgänge bei der Zahl der Unfälle und Verletzten weitaus geringer als bei jener der Verkehrstoten. Seit dem Jahr 2000 sank die Zahl der Verkehrstoten kontinuierlich, nämlich um insgesamt 35%. Bei den Unfällen und Verletzten betrug der Rückgang im gleichen Zeitraum jedoch nur jeweils rund 10%.

Die Statistik Austria hat für das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) und die Bundesanstalt für Verkehr (BAV) eine Reihe von übersichtlichen, kostenlos online verfügbaren Broschüren – Basic Fact Sheets sowie einen Statistischen Jahresreport 2009 (English Version) – erstellt, die einen Einblick in die Straßenverkehrssituation für das Jahr 2009 und die letzten 10 Jahre geben. Behandelt werden z. B. die Themen "Autobahnen", "Alkohol", "Kinder", "Jugendliche", "Radfahrer", etc.

Alkoholunfälle

Die Zahl der Alkoholunfälle sowie jene der dabei verletzten und getöteten Personen sind im Jahr 2009 deutlich gesunken. Weniger Alkoholunfälle als 2008 gab es vor allem in den Monaten Februar, März, Juni, Juli und November.

Dennoch war im Berichtsjahr jeder 15. Unfall ein Alkoholunfall (6,6%). Konkret ereigneten sich 2.490 Unfälle mit alkoholisierten Beteiligten, bei denen 3.406 Personen verletzt und 46 getötet wurden. Jeder 14. Verkehrstote war demnach Opfer eines Alkoholunfalles.

Grundsätzlich muss man davon ausgehen, dass die Zahl der Alkoholunfälle und deren Opfer tatsächlich höher sind, weil Getötete und Bewusstlose im Allgemeinen nicht auf Alkoholisierung untersucht werden.

Verunglückte nach der Art ihrer Beteiligung am Verkehr

Betrachtet man die Zahl der Verunglückten nach der Art ihrer Beteiligung am Verkehr, so zeigt sich beim Pkw eine Abnahme der Zahl der Verletzten (-3%) und der Getöteten (-11%). Insbesondere in der Altersklasse der 20- bis 24-Jährigen ist die Zahl der getöteten Pkw-Insassen stark zurückgegangen (von 68 auf 40, -41%).

Die Zahl der verletzten Motorradfahrer erhöhte sich um 4% auf 3.464, jene der getöteten verringerte sich von 91 auf 87. Somit waren rund 14% aller Verkehrstoten Motorradfahrer.

Insgesamt wurden gegenüber 2008 um rund 5% weniger Moped- und Kleinmotorradfahrer (Lenker und Mitfahrer) verletzt, die Zahl der Getöteten nahm – im Gegensatz zur Gesamtzahl der Verkehrstoten – aber zu (von 25 auf 30).

Weiter gestiegen ist die Zahl der verunglückten 15-jährigen Mopedlenker, jedoch in einem geringeren Ausmaß als in den Jahren davor.

Die Zahl der im Straßenverkehr verletzten Radfahrer ging auf 5.417 zurück, jene der getöteten sank nach dem starken Anstieg im Jahr 2008 von 62 auf 39 (-23 Getötete oder -37%) und entspricht damit wieder dem Niveau von 2007.

Es gab auch weniger verletzte Fußgänger im Straßenverkehr als im Jahr 2008, die Zahl der getöteten Fußgänger (101) blieb nahezu unverändert.

Kinderunfälle

Bei 2.938 Straßenverkehrsunfällen waren Kinder bis zum 14. Lebensjahr beteiligt, das sind um 5,9% weniger als im Jahr davor. 3.182 Kinder (-7,3%) wurden dabei verletzt, womit das bisher niedrigste Ergebnis seit Beginn der Aufzeichnungen vorliegt. Allerdings kamen 15 Kinder (gegenüber 12 im Jahr 2008) durch den Verkehr auf Österreichs Straßen ums Leben.

Die meisten der verletzten (42%) und getöteten (40%) Kinder waren Mitfahrer in einem Pkw. Seit Einführung der Kindersicherungspflicht im Jahr 1994 stieg die Quote gesichert mitgeführter Kinder stetig. 2009 waren rund 95% der in einem Pkw verunglückten Kinder zum Zeitpunkt des Unfalles gesichert. Dabei sei jedoch auf die Wichtigkeit der richtigen Kindersicherung hingewiesen, das heißt, dass auf Alter, Gewicht und Größe der Kinder abgestimmte Rückhaltevorrichtungen zu verwenden sind.

Österreichischen Verkehrssicherheitsprogramms 2002 – 2010

Ziel des österreichischen Verkehrssicherheitsprogramms 2002 – 2010 ist eine Reduktion der Zahl der Getöteten um 50% und der Zahl der Unfälle um 20%.

Die für das Jahr 2009 errechneten Zielvorgaben wurden jedoch, wie auch schon in den Jahren davor, deutlich überschritten: um rund 4.300 bei den Unfällen und um 88 bei den Verkehrstoten.

Um das für 2010 angestrebte Ziel zu erreichen, wäre ein Rückgang um rund 5.000 Unfälle und um 130 Verkehrstote notwendig.

Tabelle(n):
Das Unfallgeschehen nach BundesländernHTMLPDFXLS
Unfallgeschehen mit alkoholisierten Beteiligten nach BundesländernHTMLPDFXLS
Unfallgeschehen mit Kindern (0-14 Jahre) nach BundesländernHTMLPDFXLS
Verletzte und Getötete nach Art der Beteiligung am VerkehrHTMLPDFXLS
Unfallgeschehen nach Ortsgebiet, Freiland und StraßenartenHTMLPDFXLS
Unfallgeschehen mit schweren Lkw nach BundesländernHTMLPDFXLS
Unfallgeschehen an verlängerten Wochenenden nach BundesländernHTMLPDFXLS
Grafik(en):
Unfälle, Verletzte und Getötete 2006 bis 2009GIF
Verkehrsunfälle, Verletzte und Getötete der letzten 10 Jahre (2000 bis 2009)GIF
Alkoholunfälle, Verletzte und Getötete 2006 bis 2009GIF
Alkoholunfälle der letzten 10 Jahre (2000 bis 2009)GIF
Kinderunfälle, verletzte und getötete Kinder 2006 bis 2009GIF
Verletzte und getötete Kinder 2009 nach Art der BeteiligungGIF
Im Pkw verunglückte Kinder 2009 gesichert bzw. ungesichertGIF
Verletzte und Getötete 2009 nach AltersklassenGIF
Verletzte 2009 nach AltersklassenGIF
Getötete 2009 nach AltersklassenGIF
Getötete 2006 bis 2009 nach Art der Beteiligung am VerkehrGIF
Verunglückte Pkw-Insassen 2009 mit bzw. ohne GurtGIF
Verunglückte 15- und 16-jährige Mopedlenkerinnen und Mopedlenker 2005 bis 2009GIF
Unfälle und Getötete 2009 nach UnfalltypenGIF
Thematische Karte(n):
Verletzte bei Straßenverkehrsunfällen 2009 nach GemeindenPDFGIF
Tote bei Straßenverkehrsunfällen 2009 nach GemeindenPDFGIF
Weitere Informationen:
Präsentation zur Pressekonferenz vom 23. März 2010: Jahresergebnisse 2009PDF
Folder: Straßenverkehrsunfälle 2007 bis 2009PDF
Straßenverkehrsunfälle 2010-05PDF
Straßenverkehrsunfälle 2010-04PDF
Straßenverkehrsunfälle 2010 - 1. QuartalPDF
Straßenverkehrsunfälle 2010-03PDF
Straßenverkehrsunfälle 2010-02PDF
Straßenverkehrsunfälle 2010-01PDF
Straßenverkehrsunfälle 2009 - 1. bis 4. Quartal (Jahresergebnisse)PDF
Straßenverkehrsunfälle 2009 JahresergebnissePDF
Straßenverkehrsunfälle 2009-12PDF
Straßenverkehrsunfälle 2009-11PDF
Straßenverkehrsunfälle 2009-10PDF
Straßenverkehrsunfälle 2009 - 1. bis 3. QuartalPDF
Straßenverkehrsunfälle 2009-09PDF
Straßenverkehrsunfälle 2009-08PDF
Straßenverkehrsunfälle 2009-07PDF
Straßenverkehrsunfälle 2009 - 1. HalbjahrPDF
Straßenverkehrsunfälle 2009-06PDF
Straßenverkehrsunfälle 2009-05PDF
Straßenverkehrsunfälle 2009-04PDF
Straßenverkehrsunfälle 2009 - 1. QuartalPDF