Kraftfahrzeuge - Bestand
Kfz-Bestand 2010
Zum Stichtag 31.12.2010 waren in Österreich laut
Statistik Austria insgesamt 6,09 Mio. Kraftfahrzeuge (Kfz) zum Verkehr
zugelassen, um 1,9% mehr als ein Jahr zuvor. Auf die anteilsmäßig
wichtigste Fahrzeugart Pkw (72,9%) entfielen 4,44 Mio. Stück, ebenfalls
um 1,9% mehr als noch zum Vorjahresstichtag; der Dieselanteil betrug
55,1% (rd. 2,45 Mio. Fahrzeuge); bei den land- und forstwirtschaftlichen
Zugmaschinen wurden 432.004 (+1,0%), bei den Lastkraftwagen (Lkw) 379.965 (+2,4%)
Stück gemeldet. Unter den einspurigen Fahrzeugen waren 392.806 Motorräder
(Motorräder und Leichtmotorräder; +4,2%) und 303.908 Motorfahrräder
(-0,4%) zum Verkehr zugelassen.
Auch 2010 prägte die Marke VW mit 904.878 (20,4%)
aller zugelassenen Pkw das österreichische Straßenbild. Weitere Marken
unter den TOP 10 waren Opel mit einem Marktanteil von 8,2%, gefolgt von
Audi (6,6%), Ford (6,2%), Renault (inkl. Dacia Logan und Sandero; 5,6%),
Mercedes (inkl. Smart und Maybach; 5,4%), BMW (inkl. Mini; 4,9%), Peugeot
(4,5%), Toyota (4,4%) und Mazda (4,3%).
41,3% des Kfz-Bestandes entfallen allein auf die Bundesländer Niederösterreich
und Oberösterreich. Wien trägt 13,5% zum Kfz-Bestand bei.
Mit 609 Pkw je 1.000 Einwohner wies das Burgenland den
höchsten Motorisierungsgrad
aller Bundesländer auf, gefolgt von Niederösterreich (603), Kärnten
(580), Oberösterreich (578) sowie der Steiermark (560). Wien, zu Beginn
der 1970er Jahre noch führend, lag 2010 mit 394 Pkw je 1.000 Einwohner
im Bundesländer-Ranking an letzter Stelle, das vor allem auf die hohe
Verfügbarkeit an öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzuführen ist.
Im Langzeitvergleich wird erstmals 1970 mit insgesamt 1,20 Mio.
Pkw die Millionengrenze überschritten. Seit 1990 nahm der Pkw-Bestand
um fast die Hälfte (+48,5% bzw. um 1,45 Mio.) auf 4,44 Mio. Stück
zu. Diese Zunahme ist auf die dieselbetriebenen Pkw zurückzuführen,
die im selben Zeitraum um mehr als das Fünffache bzw. um mehr als 2
Mio. auf 2,45 Mio. Stück zulegten; der Bestand benzinbetriebener Pkw
ging hingegen um 23,0% zurück.