Schließungen von Arbeitgeberunternehmen

2009 wurden insgesamt 22.975 Arbeitgeberunternehmen mit 73.407 Beschäftigten geschlossen. Durchschnittlich lag die Schließungsrate bei 9,6%; gegenüber dem Vorjahr (2008) stieg sie um 0,6 Prozentpunkte an. Im Produzierenden Bereich (Abschnitte B-F) lag die Schließungsrate 2009 bei 6,1% und im Dienstleistungsbereich (Abschnitte G-S) bei 10,8%.

Überdurchschnittlich hohe Schließungsraten waren in den Wirtschaftsbereichen „Kunst, Unterhaltung und Erholung“ (14,7%), „Grundstücks- und Wohnungswesen“ (12,8%) sowie „Information und Kommunikation“ (12,7%) zu finden. Eher niedrig waren die Schließungsraten in den Branchen „Wasserversorgung und Abfallentsorgung“ (4,4%), „Energieversorgung“ (4,8%) und „Bergbau“ (4,9%).

Durch die 22.975 Arbeitgeberschließungen des Jahres 2009 gingen im Durchschnitt 3,2 Arbeitsplätze (für selbständig und unselbständig Beschäftigte) pro Unternehmen verloren. Die meisten Beschäftigten pro Schließung waren in den Bereichen „Bergbau“ (18,6), „Wasserversorgung und Abfallentsorgung“ (5,8) und „Bau“ (4,5) zu verzeichnen.

Bei den Rechtsformen machten – analog wie bei den Arbeitgebergründungen – die Einzelunternehmen den größten Anteil (rund 71%) der Schließungen aus. Auch die Schließungsrate war bei den Einzelunternehmen (12,0%) am höchsten. Die Schließungsraten der Rechtsformen „Kapitalgesellschaften“ bzw. „Personengesellschaften und andere Rechtsformen“ lagen nur bei 5,4% bzw. 8,4%. Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl pro Arbeitgeberschließung war für die Einzelunternehmen (2,9) im Vergleich zu den Kapitalgesellschaften (3,6) bzw. Personengesellschaften und anderen Rechtsformen (4,5) am niedrigsten.

Die Ergebnisse nach Beschäftigtengrößenklasse zeigen für die Größenklasse 1-4 unselbständig Beschäftigte die höchste Schließungsrate (13,6%). Diese Größenklasse machte auch den Löwenanteil der Arbeitgeberschließungen (nämlich beinahe 92%) aus. Die beiden anderen Größenklassen mit 5-9 bzw. mit 10 und mehr unselbständig Beschäftigten wiesen deutlich geringere Schließungsraten (3,0% bzw. 1,6%) auf; auf diese Größenklassen entfielen auch nur 5,4%  bzw. 2,9% aller Schließungen.

Im Bundesländervergleich ergaben sich für Wien (10,8%), die Steiermark (9,9%) und Kärnten (9,7%) über dem Durchschnitt liegende Schließungsraten. Anzahlmäßig gab es in Wien (5.731), Niederösterreich (3.634) und Oberösterreich (3.303) die meisten Arbeitgeberschließungen.

Ein Blick auf die Arbeitgeberschließungen (nur Einzelunternehmen) nach Geschlecht zeigt, dass sich 2009 circa 70% der geschlossenen Einzelunternehmen in männlicher Eigentümerhand befanden. Die Schließungsrate der Unternehmen, welche von Frauen gegründet wurden, lag jedoch um rund 2 Prozentpunkte über jener der von Männern gegründeten Einzelfirmen (weibliche Arbeitgeber-Einzelunternehmen: 13,3%, männliche Arbeitgeber-Einzelunternehmen: 11,5%).

Entwicklung der Arbeitgeberschließungen im Zeitverlauf (2004 bis 2009)

Die Zahl der Arbeitgeberschließungen hat sich seit 2004 stetig erhöht, insgesamt um 44,1%. Die Schließungszahlen lagen in allen Jahren über jenen der Neugründungen. Vergleicht man die Entwicklung im Analysezeitraum (2004 bis 2009) nach Wirtschaftsbereichen, waren die Zuwächse an Arbeitgeberschließungen in den Branchen „Finanz- und Versicherungsleistungen“ (+125,3%), „Grundstücks- und Wohnungswesen“ (+120,9%) sowie „Gesundheits- und Sozialwesen“ (+63,8%) am höchsten. In der „Energieversorgung“ (+8,8%) und in der „Herstellung von Waren“ (+16,7%) stiegen die Arbeitgeberschließungen am wenigsten an. Die Verteilung nach Rechtsform ergab, dass die als Kapitalgesellschaften geschlossenen Arbeitgeberunternehmen über die Jahre am stärksten anstiegen (+61,2%). Bei den Einzelunternehmen erhöhten sich die Schließungen von 2004 auf 2009 um 45,0%, bei den Personengesellschaften (und anderen Rechtsformen) um lediglich 25,6%. Die Entwicklung der Arbeitgeberschließungen nach Beschäftigtengrößenklasse zeigt deutlich, dass geschlossene Arbeitgeberunternehmen mit zwischen 1 und 4 unselbständig Beschäftigten über den Zeitraum 2004 bis 2009 am stärksten anstiegen (+47,8%), jene mit 5 bis 9 bzw. mit 10 und mehr Unselbständigen legten jeweils um rund 14% zu. Nach Geschlecht (bei Einzelunternehmen) betrachtet gab es praktisch keinen Unterschied zwischen Arbeitgeberunternehmen, die von Frauen oder von Männern geführt wurden; bei beiden stieg die Anzahl der Schließungen um rund 45% an.

    
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Schließungen von Arbeitgeberunternehmen 2009: Hauptergebnisse nach WirtschaftsbereichenHTMLPDFXLSX
Schließungen von Arbeitgeberunternehmen 2009: Hauptergebnisse nach RechtsformHTMLPDFXLSX
Schließungen von Arbeitgeberunternehmen 2009: Hauptergebnisse nach BeschäftigtengrößenklassenHTMLPDFXLSX
Schließungen von Arbeitgeberunternehmen 2009: Hauptergebnisse nach BundesländernHTMLPDFXLSX
Schließungen von Arbeitgeberunternehmen 2009: Hauptergebnisse nach Geschlecht des UnternehmersHTMLPDFXLSX
Schließungen von Arbeitgeberunternehmen 2004-2009HTMLPDFXLSX
Schließungen von Arbeitgeberunternehmen 2004-2009 nach RechtsformenHTMLPDFXLSX
Schließungen von Arbeitgeberunternehmen 2004-2009 nach BeschäftigtengrößenklassenHTMLPDFXLSX
Schließungen von Arbeitgeberunternehmen 2004-2009 nach BundesländernHTMLPDFXLSX
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Anteile Schließungen nach Rechtsformgruppen 2004 bis 2009

Anteile Schließungen nach Beschäftigtengrößenklasse 2004 bis 2009

Arbeitgeberunternehmensbestand vs. Schließungen 2009 nach Rechtsform

Arbeitgeberunternehmensbestand vs. Schließungen 2009 nach Beschäftigtengroßenklasse

Arbeitgeberunternehmensbestand vs. Schließungen 2009 nach Bundesländern


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