Im Jahr 2009 beliefen sich die direkten Wertschöpfungseffekte des Tourismus auf 14,89 Mrd. Euro, was einem Anteil an der Gesamtwertschöpfung (BIP) von 5,4% entsprach.
Im Jahr 2009 entfielen - von den Gesamtausgaben für
Urlaubs- und Geschäftsreisen sowie Verwandten- und Bekanntenbesuche
in der Größenordnung von 28,96 Mrd. Euro - 51,6% auf ausländische Besucherinnen
und Besucher, 48,0% auf inländische Reisende. Die Ausgaben in Wochenendhäusern
bzw. Zweitwohnungen machten 0,4% aus. Das Jahr 2010 dürfte bei den
touristischen Gesamtausgaben in Österreich einen Anstieg um 2,0% auf
29,53 Mrd. Euro mit sich gebracht haben, wobei die Ausgaben der ausländischen
Besucher mit
Die Ermittlung der direkten Wertschöpfungseffekte der Tourismusindustrie laut TSA ergab für das Jahr 2009 ein Volumen in der Größenordnung von 14,89 Mrd. Euro, was einem Anteil von 5,4% am BIP entspricht.
Die volkswirtschaftliche Bedeutung des Tourismus bzw. dessen Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung ist eine wichtige Kennziffer für die Wirtschaftspolitik. Zur Ermittlung dieser zentralen Kennziffer sind die TSA-Ergebnisse mit Berücksichtigung aller durch den Tourismus ausgelösten direkten und indirekten Effekte, aber unter Ausschluss der Dienst- bzw. Geschäftsreisen, darzustellen. Bei der Anwendung aktueller Input-Output-Multiplikatoren auf die korrigierten TSA-Ergebnisse zur Schätzung der indirekten Effekte ergaben sich für das Jahr 2009 direkte und indirekte Wertschöpfungseffekte von 20,85 Mrd. Euro. Damit belief sich der direkte und indirekte Beitrag des Tourismus zur gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung (BIP) auf 7,6%. 2010 dürfte diese Kenngröße mit 7,5% leicht darunter liegen, für 2011 ist mit einem weiteren Rückgang auf 7,3% zu rechnen.
Im Hinblick auf die Ermittlung der volkswirtschaftlichen Bedeutung der Tourismus- und Freizeitwirtschaft muss der nicht-touristische Freizeitkonsum der Inländerinnen und Inländer am Wohnort noch zusätzlich berücksichtigt werden. Laut aktuellen Berechnungen belief sich dieser im Jahr 2009 auf 26,77 Mrd. Euro. Nach Anwendung der Input-Output-Multiplikatoren ergaben sich dadurch direkte und indirekte Wertschöpfungseffekte von 20,90 Mrd. Euro. Der Beitrag des Freizeitkonsums zur gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung betrug damit 7,6%. Im Jahr 2010 dürfte der BIP-Beitrag des Freizeitkonsums der Inländer auf dem Vorjahresniveau geblieben sein, 2011 wird mit einem leicht geringeren Wert von 7,5% gerechnet.
Bei einer Gesamtbetrachtung der inlandswirksamen Aufwendungen für den nicht-touristischen Freizeitkonsum am Wohnort und den touristischen Konsum wird die beachtliche Dimension der gesamten Tourismus- und Freizeitwirtschaft deutlich:
In Anbetracht der regionalen bzw. lokalen Bedeutung des Tourismus werden für Wien, Oberösterreich und Niederösterreich im Auftrag der jeweiligen Landestourismusorganisation regionale Tourismus-Satellitenkonten (RTSA) erstellt.
Laut dem von Statistik Austria und Österreichischem
Institut für Wirtschaftsforschung entwickelten regionalen Tourismus-Satellitenkonto
für Wien erreichten die Gesamtausgaben für Urlaubs- und Geschäftsreisen,
Verwandten- und Bekanntenbesuche sowie Aufenthalte in Wochenendhäusern
und Zweitwohnungen im Jahr 2008 3,67 Mrd. Euro
Ergebnisse Tourismus-Satellitenkonten Wien (PDF, 1,11MB)
Ergebnisse Tourismus-Satellitenkonten Oberösterreich
Laut dem von Statistik Austria und Österreichischem
Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) entwickelten regionalen Tourismus-Satellitenkonto
für Niederösterreich erreichten die Gesamtausgaben für Urlaubs- und
Geschäftsreisen, Verwandten- und Bekanntenbesuche sowie Aufenthalte
am Zweitwohnsitz im Jahr 2009 ein Volumen von 2,68 Mrd. Euro