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Haushalts-Einkommen

Die österreichischen Haushalte verfügen laut EU-SILC 2008 im Mittel über 28.592 Euro Haushaltseinkommen pro Jahr. 10% der Haushalte haben weniger als 12.392 Euro, und 10% haben mehr als 60.883 Euro pro Jahr zur Verfügung.

Um Haushalte unterschiedlicher Größe und Zusammensetzung vergleichbar zu machen, wird das äquivalisierte Haushaltseinkommen berechnet. 50% der Bevölkerung in Privathaushalten haben mehr als 19.011 Euro zur Verfügung. Das oberste Einkommenszehntel hat mehr als 33.270 Euro äquivalisiertes Haushaltseinkommen jährlich zur Verfügung, während dem untersten Einkommenszehntel (jeweils rund 800.000 Personen) weniger als 10.635 Euro zur Verfügung stehen. Anteilsmäßig verfügen die oberen 10% über 22% des gesamten Äquivalenzeinkommens. Hingegen haben die unteren 10% nur 4% des gesamten Einkommens zur Verfügung.

EU-SILC ist die einzige verfügbare Datenquelle zu Haushaltseinkommen in Österreich. Eine ausführliche Darstellung aktueller Ergebnisse findet sich im Bericht „Einkommen, Armut und Lebensbedingungen. Ergebnisse aus EU-SILC 2008“ und im dazugehörigen Tabellenband. Der Bericht "Methoden und Vergleiche zu Einkommen, Armut und Lebensbedingungen EU SILC 2008" befasst sich mit der Methodik der Erhebung. Die Ergebnisse der Erhebung aus dem Jahr 2008 beziehen sich auf die Einkommen im Jahr 2007. Zur Berechnung der Haushaltseinkommen wird die Summe aller Erwerbseinkommen im Haushalt zuzüglich Kapitalerträge und Pensionen sowie allfälliger Sozialtransfers gebildet. Nach Abzug von Steuern berechnet sich das Nettohaushaltseinkommen. Das verfügbare Haushaltseinkommen errechnet sich dann nach Abzug und Hinzurechnung von Unterhaltsleistungen und sonstiger Privattransfers zwischen den Haushalten.

Das so genannte äquivalisierte Haushaltseinkommen ergibt sich, indem das verfügbare Haushaltseinkommen durch die Zahl der Konsumäquivalente des Haushaltes dividiert wird. Unterstellt wird, dass mit zunehmender Haushaltsgröße und abhängig vom Alter der Kinder eine Kostenersparnis im Haushalt durch gemeinsames Wirtschaften erzielt wird (economy of scales). Zur Gewichtung wird die so genannte EU-Skala (modifizierte OECD-Skala) verwendet, um den Ressourcenbedarf eines Haushaltes zu berechnen: Eine allein lebende erwachsene Person wird dabei als Referenzpunkt (=Konsumäquivalent) betrachtet und erhält ein Gewicht von 1. Der unterstellte Ressourcenbedarf steigt für jede weitere erwachsene Person um 0,5 Konsumäquivalente. Jedes Kind unter 14 Jahren wird mit 0,3 Konsumäquivalenten gewichtet. Ein Haushalt mit Vater, Mutter und Kind hätte somit ein errechnetes Konsumäquivalent von 1,8 gegenüber einem Single Haushalt.

Tabelle(n):
Ergebnisse im Überblick: Haushaltseinkommen und ÄquivalenzeinkommenHTMLPDFXLS
Verfügbares Einkommen der privaten Haushalte in Österreich 2008 nach HaushaltstypHTMLPDFXLS
Äquivalisiertes Nettohaushaltseinkommen 2008 nach soziodemographischen MerkmalenPDFXLS
Äquivalisiertes Nettohaushaltseinkommen 2008 nach ErwerbsstatusHTMLPDFXLS
Einkommenszehntel bzw. -viertel des äquivalisierten Haushaltseinkommens 2008 nach soziodemographischen MerkmalenHTMLPDFXLS
Einkommenszehntel bzw. -viertel des äquivalisierten Haushaltseinkommens 2008 nach ErwerbsstatusHTMLPDFXLS
Weitere Informationen:
Mikrodaten EU-SILC 2003-2007PDF
Mikrodaten EU-SILC 2008PDF
EU-SILC 2008 Datenweitergabe - FormularPDF