Zum Thema Gender-Statistik präsentiert Statistik Austria Daten und Fakten zur Situation von Frauen und Männern in Österreich. Zielsetzung ist, mit Hilfe ausgewählter Statistiken einen kurzen Überblick zur wirtschaftlichen und sozialen Situation von Frauen und Männern in unterschiedlichen Lebensbereichen zu geben.
Die vorliegenden Ergebnisse zeigen beispielsweise, dass die Lebenserwartung der Frauen im Jahr 2008 um 5,4 Jahre über jener der Männer lag. In Zahlen ausgedrückt betrug die Lebenserwartung der Frauen 83,0 Jahre und jene der Männer 77,6 Jahre. Der Abstand hat sich allerdings in den letzten Jahren verringert und wird laut Prognose im Jahr 2030 nur noch 4,3 Jahre betragen.
Stark aufgeholt haben Frauen sowohl hinsichtlich des Ausbildungsniveaus als auch der Erwerbsbeteiligung. Innerhalb der letzten zehn Jahre kam es zu einer Erhöhung der Erwerbsquote der 15- bis 64-jährigen Frauen von 61% (1998) auf 69% (2008). Die Zunahme der Frauenerwerbstätigkeit ist jedoch in erster Linie auf einen Anstieg der Teilzeitarbeit zurückzuführen. Rund 42% der Frauen gingen 2008 einer Teilzeitbeschäftigung nach. In führenden Tätigkeiten sind Frauen (4%) im Vergleich zu Männern (8%) nach wie vor unterrepräsentiert.
Frauen verdienen auch immer noch deutlich weniger als Männer. Gemäß dem EU-Strukturindikator beträgt das geschlechtsspezifische Verdienstgefälle gemessen an den Bruttostundenverdiensten in der Privatwirtschaft 25,5%. Die damit verbundenen Einkommensnachteile sowie die unterschiedlichen Beschäftigungschancen von Frauen und Männern schlagen sich letztlich in einem höheren Armutsrisiko nieder. Alleinerziehendenhaushalte – dies sind fast ausschließlich Frauen mit ihren Kindern – haben etwa mit 29% eine der höchsten Armutsgefährdungsquoten überhaupt.
Neben den aktuellen Daten auf unserer Website finden Sie ausführliche statistische Analysen zur Entwicklung der Situation von Frauen in Österreich im „Frauenbericht 2010“ (2010).