Die vorläufigen Arbeitskosten nach ÖNACE 2008 betrugen 2010 durchschnittlich 28,20 Euro je geleistete Arbeitsstunde (inklusive Lehrlinge und sonstige Auszubildende). In der Produktion machten sie 30,13 Euro, im Dienstleistungsbereich 27,19 Euro aus. In den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen und in der Energieversorgung kostete 2010 eine geleistete Arbeitsstunde mit 46,90 bzw. 44,17 Euro am meisten, während in der Beherbergung und Gastronomie die Kosten um rund zwei Drittel niedriger waren. In den Bereichen Herstellung von Waren, Verkehr und Lagerei und Grundstücks- und Wohnungswesen gingen die Aufwendungen für eine geleistete Arbeitsstunde gegenüber 2009 zurück. Dies ist in den Wirtschaftsbranchen Herstellung von Waren und Grundstücks- und Wohnungswesen darauf zurück zu führen, dass die geleisteten Arbeitsstunden stärker als die Arbeitskosten stiegen, während im Bereich Verkehr und Lagerei die Arbeitsstunden weniger reduziert wurden als die Arbeitskosten.
Die Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen bezahlten im Jahr 2010 73,8% der Arbeitskosten für Bruttolöhne und –gehälter und 26,2% für indirekte Arbeitskosten, wie Arbeitgeber-Sozialbeiträge (23,6%, inkl. Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Abfertigungen) und sonstige Arbeitskosten (2,6%). Der Anteil der indirekten Arbeitskosten war in der Wasserversorgung am höchsten (29,0%).
Ergebnisse für die Jahre 1996 bzw. 2000 bis 2008 sind nur nach der Systematik der Wirtschaftstätigkeiten ÖNACE 2003 verfügbar. Eine Rückrechnung nach ÖNACE 2008 für die Jahre vor 2008 ist nicht vorgesehen.
Eurostat veröffentlicht die Ergebnisse der jährlichen Arbeitskostenstatistik in den EU-Mitgliedstaaten in einer öffentlich zugänglichen Datenbank.
| Ergebnisse im Überblick: Arbeitskosten je geleistete Arbeitsstunde | |||
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| Arbeitskosten 2008 bis 2010 nach ÖNACE 2008 | |||
| Arbeitskosten 1996 bis 2008 nach ÖNACE 2003 | ![]() |