Der arbeitstäglich bereinigte Arbeitskostenindex (AKI) der ÖNACE 2008-Zusammenfassung B-N des dritten Quartals 2011 ist in Österreich gegenüber dem Vorjahresquartal um 4,6% gestiegen. Diese Erhöhung setzt sich zusammen aus den Zuwächsen der Bruttolöhne und –gehälter um 5,2% und der indirekten Arbeitskosten um 2,7%, jeweils je geleistete Arbeitsstunde. Somit hat der arbeitstäglich bereinigte AKI stärker zugenommen als im zweiten Quartal 2011 (4,0%).
Die Arbeitskosten im Dienstleistungsbereich (ÖNACE 2008-Zusammenfassung G-N) sind mit 6,3% stärker gewachsen als im Produzierenden Bereich (ÖNACE 2008-Zusammenfassung B-F) mit 2,3%.
Innerhalb des Dienstleistungsbereichs war die Erhöhung
im Abschnitt „Grundstücks-
und Wohnungswesen“ (Abschnitt L der ÖNACE 2008) am stärksten.
Hier stieg der Gesamtindex um 16,7% (Löhne und Gehälter 17,7%, indirekte Arbeitskosten
13,5%). Dieser starke Zuwachs wurde verursacht durch einen moderaten
Anstieg der Arbeitskosten
Im Produzierenden Bereich war der höchste Anstieg
im Abschnitt „Bergbau
und Gewinnung von Steinen und Erden“ (B) mit 4,0% zu verzeichnen. Dieser Zuwachs wurde verursacht durch
eine Zunahme der Arbeitskosten
Der arbeitstäglich bereinigte Index ohne Prämien ist im Produzierenden Bereich relativ zum Vorjahresquartal um 1,9% gewachsen. Somit ist er weniger stark gestiegen als der Index inklusive Prämien (2,3%).
Diese Prämien sind laut Verordnung (EG) Nr. 1737/2005 Position D.11112 definiert als Prämien oder Zulagen, die nicht mit jeder Lohn- oder Gehaltsperiode bezahlt werden (z.B. 13. und 14. Monatsgehalt, Sonderzahlung für langjährige Unternehmenszugehörigkeit) sowie freiwillige Abfertigungen (z.B. Golden Handshake).
In diesen Abschnitten hat sich der unbereinigte Index relativ zum Vorjahresquartal um 6,4% erhöht (Bruttolöhne und –gehälter um 6,9%, indirekte Arbeitskosten um 4,5%). Die gesamte Reihe wurde, auf Grund einer Änderung der Berechnungsweise in den ÖNACE 2008-Abschnitten O und P, revidiert.
Der unbereinigte Index der gesamten erfassten Wirtschaft (ÖNACE 2008-Zusammenfassung B-S) ist im dritten Quartal 2011 relativ zum Vorjahresquartal um 5,8% gestiegen (Bruttolöhne und –gehälter um 6,4%, indirekte Arbeitskosten um 4,0%). Die gesamte Reihe wurde ebenfalls auf Grund einer Änderung der Berechnungsweise in den Abschnitten O und P der ÖNACE 2008 revidiert.
Die ÖNACE 2008-Zusammenfassungen B-S und O-S können vorerst nur unbereinigt publiziert werden, da zur arbeitstäglichen und saisonalen Bereinigung eine bestimmte Anzahl an Beobachtungen (Quartalen) erforderlich ist. Eine erstmalige Bereinigung wird voraussichtlich mit der Veröffentlichung des ersten Quartals 2013 durchgeführt.