Bei der Lohnsteuerstatistik handelt es sich um eine Vollerhebung mit sekundärstatistischem Charakter, da Daten der Finanzverwaltung ausgewertet werden. Sie basiert auf rund 8,4 Millionen von bezugsauszahlenden Stellen ausgestellten Lohnzetteln für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Pensionsbezieherinnen und Pensionsbezieher. Die Lohnsteuer ist eine spezielle Form der Einkommensteuer und wird durch Abzug vom Arbeitslohn bzw. Pensionsbezug eingehoben. Der Lohnsteuertarif, der durch die Steuerreform 2009 geändert wurde, ist ein progressiver Stufentarif.
Im Berichtsjahr 2009 wurden insgesamt
Die zahlenmäßig größte Gruppe der unselbständig Erwerbstätigen bildeten die Angestellten mit einem Anteil von 44,6%, knapp zwei Fünftel (37,8%) waren Arbeiterinnen oder Arbeiter. Die Vertragsbediensteten kamen auf einen Anteil von 7,9%, Beamtinnen bzw. Beamte auf 5,6% aller unselbständig Erwerbstätigen. 3,5% der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer waren Lehrlinge; 0,5 Prozent hatten sonstige Aktivbezüge vorzuweisen.
Werden die unselbständig Erwerbstätigen nach Altersgruppen
untergliedert, so weist die Gruppe der 41 bis 50-Jährigen 27,4% der
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus. Es folgt die Altersgruppe „31
bis 40 Jahre“ mit 23,6%. Unter den unselbständig Erwerbstätigen
mit ganzjährigen Bezügen befinden sich auch Personen im Alter von
mehr als 60 Jahren (1,4%). Fast drei Viertel dieser
73,4% aller unselbständig Erwerbstätigen – dies sind fast 3 Millionen Personen – hatten ganzjährige Bezüge. Sie bezogen insgesamt 90,6% der Bruttobezüge aller Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen. Demgegenüber waren über eine Million Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen nicht ganzjährig beschäftigt. Diese Gruppe setzt sich primär aus Arbeitslosen, Karenzurlaubern und Ferialpraktikanten und -praktikantinnen, die im Laufe des Berichtsjahres unselbständig erwerbstätig waren, sowie aus Berufseinsteigern und Berufseinsteigerinnen zusammen. Von den rund 2,2 Millionen Pensionistinnen und Pensionisten hatten dagegen rund 94,9% ganzjährige Pensionsbezüge.
Insgesamt waren im Berichtsjahr 55% aller unselbständig
Erwerbstätigen ganzjährig vollzeitbeschäftigt. Die jährlichen Pro-Kopf-Bruttobezüge
in dieser Gruppe variieren deutlich nach sozialer Stellung und Region:
Die höchsten durchschnittlichen Bruttoeinkommen erzielten die 2007
erstmals eigens ausgewiesen Personen mit (schwerpunktmäßig) sonstigen
Aktivbezügen (das sind Bezüge von hauptamtlichen Politikern und Politikerinnen,
Bezüge für Gemeinderatstätigkeit o. ä., Bezüge nach dem Heeresgebührengesetz,
rückgezahlte Sozialversicherungsbeiträge). Bei dieser mit
Bei einer Betrachtung nach Bundesländern lagen lediglich
die Bundesländer Wien
Der durchschnittliche Jahresbruttobezug der unselbständig
Erwerbstätigen mit ganzjähriger Beschäftigungsdauer variiert deutlich nach dem Beschäftigungsausmaß:
bei Vollzeitbeschäftigung betrug er österreichweit (also ohne Personen
mit Wohnsitz im Ausland oder unbekannt)
Teilzeitarbeit variiert nach der sozialen Stellung;
sie ist unter Arbeitern und Arbeiterinnen sehr ausgeprägt (Frauen:
50%, Männer: 13%), unter den Angestellten und Vertragsbediensteten
etwas weniger häufig (Frauen: 46% bzw. 37%, Männer: 12% bzw. 11%).
Bei den Beamten zeigt sich das deutlichste Gefälle zwischen den Geschlechtern:
nur 1,3% der männlichen Beamten arbeiten Teilzeit, ihre Kolleginnen
weisen hingegen eine 15-mal höhere Quote auf (19%). Eine hohe Teilzeitquote
weisen zudem die Personen mit sonstigen Aktivbezügen aus: Männer sind
hier zu 56 %, Frauen zu 54 % in Teilzeit tätig. Eine Gegenüberstellung
der Daten der Berichtsjahre 2008 und 2009 zeigt, dass die Beschäftigung
insgesamt um 0,2% abnahm, wobei dieser Rückgang ausschließlich auf
Vollzeitbeschäftigte
Etwa 55,6% der unselbständig Erwerbstätigen waren im Berichtsjahr 2009 in nur fünf ÖNACE-Abschnitten beschäftigt, nämlich in den zusammengefassten Abschnitten O (Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung) + P (Erzeihung und Unterricht) + Q (Gesundheits- und Sozialwesen) sowie in den ÖNACE-Abschnitten C (Herstellung von Waren) und G (Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen). Der ÖNACE-Abschnitt F (Bau) kam auf 7,7%, der Abschnitt I (Beherbergung und Gastronomie) auf 7,5 %. Die Abschnitte N (sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen) und H (Verkehr und Lagerei) folgten mit einem Anteil von 5,6 bzw. 5,4 % an der Gesamtheit der unselbständig Erwerbstätigen. Demgegenüber kam die Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (ÖNACE-Abschnitt K) auf nur 3,3 %, die Abschnitte D (Energieversorgung) sowie E (Wasserversorgung; Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen) jeweils auf weniger als 1%.
Die meisten Frauen arbeiteten 2009 in den ÖNACE-Abschnitten
O (Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung) + P (Erzeihung
und Unterricht) + Q (Gesundheits- und Sozialwesen) mit an die
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