Für die budgetäre Notifikation an die Europäische Kommission Ende September 2009 (Mitteilung von öffentlichem Defizit/Überschuss und öffentlichem Schuldenstand in Zusammenhang mit den Maastrichter Konvergenzkriterien) aktualisierte Statistik Austria die Daten über das Jahr 2008 gemäß den Kategorien des Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG 1995). Der öffentliche Schuldenstand belief sich Ende 2008 auf 176,6 Mrd. EUR bzw. 62,6% des Bruttoinlandsproduktes (BIP).
Vom Jahr 2000 bis 2007 ist der öffentliche Schuldenstand unterjährig durchwegs wesentlich höher als am Ende des Jahres, sowohl in absoluten Beträgen als auch in Relation zum BIP. Im vierten Quartal 2008 wird dieses Quartalsmuster erstmals durchbrochen und der Abwärtstrend der öffentlichen Verschuldung- in % des BIP -seit dem ersten Quartal 2000 gestoppt (siehe Grafik). In den ersten drei Quartalen 2009 findet sich wieder das Quartalsmuster der Jahre 2000 bis 2007, so beträgt die öffentliche Verschuldung im ersten Quartal 185,8 Mrd. € oder 66,6 % des BIP; im zweiten Quartal 189,3 Mrd. € oder 68,7 % des BIP um im dritten Quartal auf 184,9 Mrd. € zu sinken und 67,6 % des BIP zu erreichen. Damit erreicht die öffentliche Verschuldung den zweithöchsten Wert (Q3 2007: 187,1 Mrd. €) der gesamten Zeitreihe und drittniedrigsten Wert in Prozent des Bruttoinlandsproduktes (Q3 2008: 60,7 % des BIP).
| Vierteljährlicher öffentlicher Schuldenstand vom 1.Quartal 2000 bis 3.Quartal 2009 |
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