Betreuungs- und Pflegedienste

Im Jahr 2018 wurden insgesamt 153.486 ältere Personen durch mobile Dienste (z.B. Hauskrankenpflege, Heimhilfe) zu Hause betreut; 1.326 Personen nahmen mehrstündige Alltagsbegleitungen und Entlastungsdienste im häuslichen Umfeld in Anspruch. 95.100 Menschen waren – ebenfalls mit finanzieller Unterstützung der Sozialhilfe oder Mindestsicherung – in stationären Einrichtungen (Pflegeheime, Pflegewohnhäuser etc.) untergebracht, 9.871 erhielten eine Kurzzeitpflege im stationären Bereich. Teilstationäre Tagesbetreuung (Tagestätten, Tageszentren) wurde von 8.188 Personen in Anspruch genommen, 3.485 lebten in alternativen Wohnformen (betreubares/betreutes Wohnen). Im Rahmen des Case- und Caremanagements konnten 103.774 Personen unterstützt werden.

Mehr als zwei Drittel der betreuten/gepflegten Personen waren Frauen (Ende 2018). Nach Altersgruppen betrachtet, wurden die mobilen Dienste (inkl. Alltagsbegleitungen und Entlastungsdienste) zu 74% und der stationäre Bereich (inkl. alternative Wohnformen) zu 80% von 75-jährigen oder älteren Personen in Anspruch genommen; in stationären Einrichtungen zählte mehr als die Hälfte der Bewohnerinnen und Bewohner zur Gruppe der Hochbetagten (85 oder älter; mobile Dienste: 39%). Aufgrund der höheren Pflegebedürftigkeit sind in den Heimen mit 72% auch die höheren Pflegegeldstufen stärker vertreten, während von den zu Hause durch mobile Dienste betreuten Personen nur 29% ein Pflegegeld ab der Stufe 4 bezogen.

Die stationären Einrichtungen hatten mit 35.380 Vollzeitäquivalenten (VZÄ) die meisten Betreuungs- und Pflegepersonen beschäftigt (Ende 2018); in den mobilen Diensten lag der Personalstand um fast zwei Drittel niedriger (12.547 VZÄ). Der Frauen-Anteil war beim Personal (mobil: 92%, stationär inkl. alternative Wohnformen: 85%) noch höher als bei den zu betreuenden/pflegenden Personen.

Die Bruttoausgaben für die Betreuungs- und Pflegedienste insgesamt betrugen im Jahr 2018 rund 3,9 Mrd. Euro; über 80% davon entfielen auf den außerhäuslichen Bereich, 16% auf die mobilen Dienste (inkl. Alltagsbegleitungen und Entlastungsdienste). Die Nettoausgaben lagen bei insgesamt 2,3 Mrd. Euro, womit 59% der Bruttoausgaben von den Ländern und Gemeinden getragen wurden; 36% waren durch Beiträge und Ersätze der betreuten Personen (und allfälliger unterhaltspflichtigen Angehöriger bzw. Drittverpflichteter) gedeckt, die restlichen 5% kamen aus sonstigen Quellen (z.B. Landesgesundheitsfonds-Mitte, Umsatzsteuerrefundierung). In den mobilen Diensten wurden 67% der Ausgaben aus Sozialhilfe- bzw. Mindestsicherungsmitteln getragen, im stationären Bereich (inkl. alternative Wohnformen) waren es 57%; hier fiel der Großteil der Eigenbeiträge an (1,8 Mrd. Euro).

Ergebnisse im Überblick: Betreuungs- und Pflegedienste 2018
Mobile Betreuungs- und Pflegedienste 2013 bis 2018
Mehrstündige Alltagsbegleitungen und Entlastungsdienste 2013 bis 2018
Stationäre Betreuungs- und Pflegedienste 2013 bis 2018
Teilstationäre Betreuungs- und Pflegedienste 2013 bis 2018
Kurzzeitpflege in stationären Einrichtungen 2013 bis 2018
Alternative Wohnformen 2013 bis 2018
Case- und Caremanagement 2013 bis 2018
Plätze in den Betreuungs- und Pflegediensten 2013 bis 2018
Ausgaben und Einnahmen in den Betreuungs- und Pflegediensten 2013 bis 2018
Betreute Personen nach Geschlecht Ende 2018
Betreute Personen nach Altersgruppen Ende 2018
Betreute Personen nach Pflegegeldstufen (PGST) Ende 2018
Betreuungs- und Pflegepersonen (Köpfe) nach Geschlecht Ende 2018
Betreuungs- und Pflegepersonen (Vollzeitäquivalente) nach Geschlecht Ende 2018


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