Lebensformen

In den Zeitreihen über die Lebensformen der Bevölkerung lässt sich demographischer Wandel ablesen. So lebten beispielsweise im Jahr 1971 noch 5,4% der Männer und 12,1% der Frauen allein in Privathaushalten. 2019 waren es bei den Männern bereits 15,7%, bei den Frauen gar 18,2%. Im Gegensatz dazu sind die Anteile der Personen, die als Ehemänner bzw. Ehefrauen mit Kindern im Haushalt leben stark zurückgegangen (1971: Männer 30,4%, Frauen 27,3%; 2019: Männer 21,4%, Frauen 20,8%). Ein Teil dieses Rückganges wurde durch den starken Anstieg der Lebensgemeinschaften mit Kindern kompensiert.

Die Formen des familiären Zusammenlebens verändern sich im Laufe des Lebens und unterscheiden sich auch maßgeblich zwischen den Geschlechtern. Ab dem Alter von 20 Jahren entfernen sich die Lebensrealitäten von Männern und Frauen voneinander: Während von den 20-bis 24-jährigen Söhnen noch mehr als zwei Drittel (67,7%) bei den Eltern wohnen, leben in diesem Alter nur noch 57,9% der Töchter im elterlichen Haushalt. Leben in der Altersgruppe der 25- bis 29-Jährigen bereits drei von zehn Frau mit Kindern (28,5%), so betrifft dies nur weniger als jeden siebten gleichaltrigen Mann (13,3%).

Ab dem 30. Lebensjahr leben Männer wie Frauen  überwiegend in Partnerschaften mit Kindern. Während dies bei den Männern bis zur Altersgruppe der 55- bis 59-Jährigen so bleibt, sind bei den Frauen dieses Alters bereits (nachelterliche) Partnerschaften ohne Kinder im Haushalt häufiger. Mit steigendem Alter ergeben sich zunehmende geschlechtsspezifische Unterschiede. Während Männer bis in die höchsten Altersgruppen zu einem großen Teil in Partnerschaften leben, verbringen Frauen ihren Lebensabend häufig als Alleinlebende, vor allem in der Altersgruppe ab 80 Jahren. Dies ist hauptsächlich durch die höhere Lebenserwartung von Frauen in Verbindung mit dem Altersunterschied zwischen den Ehepartnern bedingt. Diese Faktoren führen jedenfalls dazu, dass verheiratete Frauen ein wesentlich höheres Verwitwungsrisiko tragen als verheiratete Männer.

Bezogen auf die Gesamtbevölkerung leben anteilsmäßig nur sehr wenige Menschen in Anstaltshaushalten. Allerdings steigt der Anteil der Personen in Anstaltshaushalten in hohen Altersgruppen stark an, insbesondere bei den Frauen. Neben den Ergebnissen der Volkszählungen liegen seit 2011 Ergebnisse der Registerzählung über die Bevölkerung in Anstaltshaushalten, gegliedert nach Alter, Geschlecht und Anstaltstyp vor.

Ergebnisse im Überblick: Lebensformen 1971 bis 2019
Lebensformen nach Alter - Jahresdurchschnitt 2019
Bevölkerung insgesamt und in Anstaltshaushalten nach Alter und Geschlecht 2017
Personen in Anstaltshaushalten nach Typ der Einrichtung und Altersgruppen, 2017
Personen in Anstaltshaushalten 2017 nach Geschlecht, Bildungsstand, Bundesland, Erwerbstätigkeit, Staatsangehörigkeit

Infografik Lebensformen 65+ #COVID19
Infografik Altersheim 2018 - COVID-19
Bevölkerung in Privathaushalten, 2018

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Familien- und Haushaltsstatistik 2012

Erscheinungsdatum: 05/2013

 
 

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(PDF, 2 MB)

 
 

Familien- und Haushaltsstatistik 2011

Erscheinungsdatum: 05/2012

 
 

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(PDF, 811 KB)

 
 

Familien- und Haushaltsstatistik 2010

Erscheinungsdatum: 05/2011

 
 

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(PDF, 1 MB)

 
 

Volkszählung 2001, Haushalte und Familien

Erscheinungsdatum: 2/2005

 
 

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Volkszählung 2001, Textband - Die demographische, soziale und wirtschaftliche Struktur der österreichischen Bevölkerung

Erscheinungsdatum: 5/2007

 
 

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