Pressemitteilung: 10.972-032/15

Bevölkerungszahl Österreichs stieg auf fast 8,58 Mio. zu Jahresbeginn 2015

Wien, 2015-02-18 – Am 1. Jänner 2015 lebten vorläufigen Ergebnissen von Statistik Austria zufolge knapp 8,58 Mio. Menschen in Österreich, um fast 72.000 Personen (+0,8%) mehr als zu Jahresbeginn 2014. Damit fiel der Zuwachs deutlich höher aus als im Jahr 2013 (rund 56.000 Personen). 

Mehr als die Hälfte (55,1%) des absoluten Bevölkerungszuwachses entfiel auf Ostösterreich, wobei Wien den Löwenanteil, nämlich insgesamt 38,9% des gesamten Wachstums, auf sich vereinte.

Wachstum in Wien doppelt so stark wie im Bundesdurchschnitt

Wien verzeichnet bereits seit mehr als zehn Jahren die höchste Bevölkerungszunahme aller Bundesländer. In der Bundeshauptstadt stieg die Einwohnerzahl im Jahr 2014 mit +1,6% doppelt so stark wie im Durchschnitt Österreichs. In absoluten Zahlen entspricht dies einem Zuwachs von rund 28.000 Personen. Innerhalb Wiens wuchs der 22. Gemeindebezirk (Donaustadt) mit einem Plus von gut 4.400 Personen (bzw. +2,6%) am stärksten.

Auch alle anderen Bundesländer wiesen im Jahr 2014 eine positive Bevölkerungsentwicklung auf (siehe Tabelle). Tirol und Vorarlberg verzeichneten mit je +0,9% leicht überdurchschnittliche Einwohnerzuwächse. In Oberösterreich lag das Wachstum mit +0,8% genau im Bundesdurchschnitt, während der Anstieg in Niederösterreich und Salzburg (je +0,7%) sowie in der Steiermark (+0,5%) etwas niedriger ausfiel. Die geringsten Bevölkerungszuwächse gab es im Burgenland und in Kärnten (je +0,3%).

Bevölkerungsrückgang in peripheren Regionen

Auf regionaler Ebene (siehe Karte) konzentrierte sich die Bevölkerungszunahme sowohl auf die Ballungszentren als auch auf Regionen entlang der Hauptverkehrsachsen. Am stärksten wuchsen die Städte Innsbruck, Linz und Wiener Neustadt (je +1,8%), die sogar einen größeren Einwohneranstieg als die Bundeshauptstadt aufwiesen. Einige grenznahe Gebiete wie das Waldviertel, das obere Mühlviertel und das Südburgenland sowie die meisten inneralpinen Regionen Südösterreichs verzeichneten hingegen Bevölkerungsverluste. Insgesamt waren 25 politische Bezirke von rückläufigen Entwicklungen betroffen, wobei die stärksten Rückgänge in den burgenländischen Bezirken Jennersdorf (-1,0%), Rust (-0,7%) und Güssing (-0,6%) sowie im steirischen Bezirk Murau (-0,9%) verzeichnet wurden.

Detaillierte Ergebnisse für alle politischen Bezirke und Gemeinden Österreichs finden Sie in der Tabelle "Bevölkerung zu Jahresbeginn seit 2002 nach Gemeinden (Gebietsstand 1.1.2015)" (PDF, 225KB) bzw. Excel-Datei auf unserer Webseite.

Methodische Informationen, Definitionen: Die Statistik des Bevölkerungsstandes für den 1.1.2015 beruht auf den nach bevölkerungsstatistischen Kriterien aufgearbeiteten Daten über Hauptwohnsitzmeldungen im Zentralen Melderegister. In den hier präsentierten vorläufigen Ergebnissen sind statistische Bereinigungen auf Basis der für den Finanzausgleich jährlich zu ermittelnden Einwohnerzahl bereits weitgehend berücksichtigt, nicht jedoch die Mindestaufenthaltsdauer in Österreich von drei Monaten sowie weitergehende Plausibilitäts- und Konsistenzprüfungen. Die Veröffentlichung endgültiger Bevölkerungszahlen für den 1.1.2015 ist für den Mai 2015 vorgesehen.

Rückfragen zum Thema beantworten in der Direktion Bevölkerung, Statistik Austria:  
Mag. Alexander WISBAUER, Tel.: +43 (1) 71128-7202 bzw. alexander.wisbauer@statistik.gv.at  
Dr. Regina FUCHS, Tel.: +43 (1) 71128-7501 bzw. regina.fuchs@statistik.gv.at

Tabelle: Vorläufige Einwohnerzahl Österreichs am 1.1.2015 im Vergleich zur Einwohnerzahl am 1.1.2014 nach Bundesländern
BundeslandBevölkerungsstandBevölkerungsveränderung*)
am 1.1.2014am 1.1.2015*)abs.in %
Österreich8.507.7868.579.74771.9610,85%
Burgenland287.416288.2298130,28%
Kärnten555.881557.3711.4900,27%
Niederösterreich1.625.4851.636.28710.8020,66%
Oberösterreich1.425.4221.436.79111.3690,80%
Salzburg534.270538.2583.9880,75%
Steiermark1.215.2461.221.0145.7680,47%
Tirol722.038728.5376.499
0,90%
Vorarlberg375.282378.4903.208
0,85%
Wien1.766.7461.794.77028.0241,59%

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